MuchBetter-Wetten in Deutschland: Diese zehn Anbieter sind erlaubt

Updated Oktober 2026
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Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist in Deutschland der einzige belastbare Test für eine Erlaubnis. Auf ihr stehen im Oktober 2026 dreißig Einträge — 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis und drei reine Pferdewetten-Anbieter. Wer über eine Wallet einzahlen will, beginnt mit dieser Liste und nicht mit der Frage, ob MuchBetter akzeptiert wird. Ein Anbieter, der die Wallet führt, hat deshalb noch lange keine Erlaubnis.

Ein Smartphone liegt mit dunklem Display auf einem Café-Tisch neben einer Tasse Kaffee und einem Kugelschreiber.
Sportingbet zahlt Gewinne ab einem Mindestbetrag von 10 € aus; per eWallet (etwa PayPal, Skrill, NETELLER) innerhalb von 8 Stunden.

Stand: 30. Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in der Fassung vom 2. Oktober 2026.

Was MuchBetter beim Wetten leisten kann — und was es nicht löst

MuchBetter ist keine Bank, kein Konto und kein Wettanbieter. Betrieben wird der Dienst nach eigener Angabe von der MIR Limited UK Ltd, lizenziert als E-Geld-Institut von der britischen Finanzaufsicht FCA; die Karten und Wearables gibt die Paynovate SA aus, reguliert von der belgischen Nationalbank. Ein britischer E-Geld-Rahmen mit belgischer Kartenausgabe — daran ist nichts zu beanstanden. Nur beantwortet das keine einzige der Fragen, die in Deutschland vor der ersten Wette stehen.

Die erste Verwechslung räumt man am besten sofort aus: Ein seriöser Wallet-Dienst ist kein Merkmal eines erlaubten Wettanbieters. Zwei verschiedene Dinge, zwei verschiedene Aufsichten. Ein britisch reguliertes E-Geld-Institut kann neben einem Angebot ohne deutsche Erlaubnis stehen, und umgekehrt. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten und nannte im September 2026 in einer eigenen Mitteilung „Platincasino“ als Beispiel. Das ist kein Randthema.

grundlag: Wer hinter der Wallet steht, und was sich dort schon bewegt hat

Für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum gelten gesonderte MuchBetter-Wallet-Bedingungen mit Stand vom 25. September 2023. Dort tritt die QuickPay Limited aus Irland als E-Geld-Vertriebspartner für das E-Geld-Institut Sureswipe E.M.I. PLC aus Zypern auf. Wer genauer hinsieht, erkennt eine Konstruktion, die sich bereits verändert hat: MuchBetter gibt an, dass die E-Geld-Lizenz seines früheren EWR-Partners UAB PayrNet aus Litauen widerrufen wurde und dass das Unternehmen ausstehende Wallet-Guthaben von EWR-Kunden aus eigenen Mitteln beglichen hat.

Ein Fußball liegt im Gras am Spielfeldrand, dahinter eine leere Bank und ein Tor im Gegenlicht.
Für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum gelten gesonderte MuchBetter-Wallet-Bedingungen (Stand 25. September 2023); QuickPay Limited (Irland) handelt als E-Geld-Vertriebspartner.

Der Widerruf sagt nichts über MuchBetter selbst — er sagt etwas über die Verletzlichkeit solcher Partnerschaften. Ein Zahlungsdienst, der offene Salden aus eigener Tasche ausgleicht, verhält sich anständig. Er ist zugleich ein Dienst, dessen Kulisse in Bewegung ist. Wer sein Wettguthaben wochenlang in einer Wallet parkt, sollte das wissen. Wer nur zwischen Einzahlung und Auszahlung durchleitet, hat mit dem Vorgang nichts mehr zu tun.

Was die Wallet im Wettalltag wirklich bewirkt

Praktisch leistet MuchBetter weniger, als der Name vermuten lässt. Die Wallet liefert den Weg für Einzahlung und Auszahlung. Mindestbetrag, Bearbeitungsdauer, die Frage, ob die Auszahlung überhaupt über dieselbe Methode läuft, und die Bedingungen eines Bonusgeldes stehen beim jeweiligen Wettanbieter. Der einfache Teil der Entscheidung ist also der Zahlungsweg.

Die schärfste Grenze steht im GlüStV. Nach § 6b Abs. 4 dürfen Einzahlungen bei erlaubten Anbietern nur von einem Zahlungskonto kommen, das auf den Namen des Spielers selbst lautet und bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Genau diese Regel hält Krypto und anonyme Prepaid-Produkte aus dem erlaubten deutschen Sportwetten heraus. Eine E-Geld-Wallet auf den eigenen Namen fällt nicht darunter; eine fremd beschaffte Prepaid-Karte schon.

Der Unterschied zur Kreditkarte liegt übrigens nicht im Tempo, sondern in der Sichtbarkeit. Eine Kartenzahlung an einen Wettanbieter erscheint auf dem Kontoauszug. Eine Wallet-Einzahlung erscheint in der Wallet. Wer eine Zahlung nicht auf dem Auszug haben will, ist die Zielgruppe dieses Produkts. Anonym gegenüber dem Anbieter macht das niemanden. Der Anbieter sieht den Eingang und die Methode; die Verschwiegenheit endet an der Stelle, an der das Geld ankommt.

Bei welchem der zehn Anbieter in dieser Übersicht die Wallet tatsächlich im Zahlungsprogramm steht, beantwortet MuchBetter nicht — und die Anbieter beantworten es selbst auch nicht. Von keinem der zehn nennt das eigene Zahlungsverzeichnis die Wallet als bestätigte Option. Wer sie nutzen will, fragt beim Kundenservice nach und wählt danach. Das ist die unbequeme Reihenfolge, und sie ist die richtige: Hätte man den Anbieter nach der Zahlungsmethode ausgewählt, hätte man das schwächste Glied der Kette zum Auswahlkriterium gemacht.

Zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im direkten Vergleich

Die folgende Übersicht beruht auf der Whitelist der GGL in der Fassung vom 2. Oktober 2026. Diese Liste ist der einzige belastbare Test für eine Erlaubnis. Sie führt Erteilungsdaten und Domainnamen, kein Enddatum — wer dort ein Ablaufdatum liest, liest es nicht von der Liste.

Wettanbieter GGL-Status Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Bet365.de Sportwetten-Erlaubnis Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
Merkur Bets Sportwetten-Erlaubnis Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Interwetten Sportwetten-Erlaubnis Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Bet3000 Sportwetten-Erlaubnis I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
NEO.bet Sportwetten-Erlaubnis Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Tipwin Sportwetten-Erlaubnis Tipwin Limited 09.10.2020
Betway Sportwetten-Erlaubnis Betway Limited 09.03.2021
Sportwetten.de Sportwetten-Erlaubnis NetX Betting Limited 19.11.2020
Tiptorro Sportwetten-Erlaubnis Torro Tec Limited 30.06.2021

Zehn Zeilen, zehnmal derselbe Status. Das ist die erste Einsicht, die die Spalte liefert: Die Erlaubnis ist ein Zugangstor, kein Qualitätsurteil. Wer seit 2020 auf der Liste steht, ist deshalb nicht besser; wer erst im April 2026 dazukam, deshalb nicht schlechter. Der Unterschied, den die Spalte tatsächlich trägt, liegt in der Spannweite — zwischen dem ältesten Erstvermerk im Herbst 2020 und dem jüngsten im April 2026 liegt der Weg des regulierten Marktes von seinen ersten Erlaubnissen bis zur Gegenwart.

Die zweite Einsicht liegt in der Spalte, die unsichtbar bleibt. Die Erlaubnis gilt für die gelistete Domain und für die dort angebotene Produktart. Slots, Poker und Casinospiele sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln. Wer über eine Casino-Suche auf einer dieser Seiten landet, steht nicht vor einem erlaubten Casino-Angebot, sondern vor einer Sportwetten-Erlaubnis und einem zweiten Bereich, über den die Liste nichts sagt.

Und die Reihenfolge in dieser Übersicht ist keine Rangfolge. Sie entspricht der Besprechung im Abschnitt „Die zehn Anbieter im Einzelnen“. Wer sie als Bewertung liest, liest etwas hinein, das dort nicht steht — und wird bei mehreren Anbietern eine andere Reihenfolge finden, die ebenso begründet ist.

Was der Whitelist-Eintrag nicht verrät

Ein Eintrag auf der Liste sagt nichts über Bonushöhe, Auszahlungsdauer oder Zahlungsmethoden. Das sind Fragen an die Geschäftsbedingungen des Anbieters, nicht an die Behörde. Die Liste beantwortet genau eine Frage: Darf dieser Veranstalter in Deutschland Sportwetten anbieten? Ja oder nein. Alles Weitere ist Handwerk des Lesens.

Daraus folgt eine Reihenfolge mit zwei Fehlern, die man begehen kann. Der erste ist, bei einem Anbieter ohne Eintrag einzuzahlen; das kostet den deutschen Rechtsweg, die Spielersperre und die Limitdatei. Der zweite ist, auf einer Seite ohne Eintrag ein gutes Angebot zu finden und es deshalb für ein Zeichen von Qualität zu halten. Der zweite Fehler ist der teurere.

Die Rechtslage: Whitelist, OASIS und LUGAS und was sie über eine Wallet hinaus bedeuten

rechtsla: Wo die deutsche Erlaubnis anfängt und die ausländische Lizenz aufhört

Nur Anbieter mit Eintrag auf der Whitelist dürfen in Deutschland Sportwetten anbieten. Das ist keine Formalie, sondern die Grenze zwischen einem Angebot nach § 9 Abs. 8 GlüStV und unerlaubtem Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Relevanz. Der Punkt wird in der Praxis ständig verwischt, weil eine ausländische Aufsicht fotogen klingt und eine Whitelist nüchtern.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen liegt aufgeschlagen neben einem leeren Papier-Wettschein auf einem Holztisch.
Auf der Whitelist der GGL ist für neobet die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 09.10.2020, ergänzt durch eine Folgeerlaubnis vom 22.12.2022.

Sichtbar wird der Unterschied nicht auf der Werbeseite, sondern an den Dateien, die dem erlaubten Anbieter Pflicht sind und dem anderen fehlen. OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV; erlaubte Anbieter prüfen es bei der Registrierung und bei jedem Login. Wer sich mit Zeitraum sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt; wer keinen nennt, mindestens ein Jahr. Hängt der Anbieter nicht an OASIS, existiert die Sperre für ihn nicht.

LUGAS ist die Limitdatei, über die das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat pro Anbieter nach § 6c Abs. 1 GlüStV läuft — der gesetzliche Standardwert. Dazu kommt die Aktivitätsdatei, über die paralleles Spielen bei mehreren Anbietern nach § 6h GlüStV unterbunden wird. Beide hängen an der Erlaubnis, beide fehlen offshore.

Was das eine und das andere kostet, lässt sich in einem Satz sagen. Ohne Erlaubnis gibt es keinen Schutz, keine Sperrdatei, keinen deutschen Rechtsweg — und die Möglichkeit höherer Limits. Mit Erlaubnis gibt es Rechtssicherheit, das 1.000-Euro-Limit, ein eingeschränktes Live-Wettprogramm, vollständige Verifizierung und Einzahlungen nur vom eigenen Konto. Das ist der Tausch, und er wird selten so offen benannt.

Wer den Verzicht auf die Erlaubnis für ein Kavaliersdelikt hält, sollte § 284 StGB nachlesen. Wer eine unerlaubte Sportwette veranstaltet, muss mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe rechnen; wer dafür wirbt, mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme nach § 285 StGB steht bei bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt — daraus wird aber keine Freigabe. Ein Verstoß, der nicht verfolgt wird, bleibt ein Verstoß.

Warum es Sportwetten ohne Verifizierung nicht gibt

Ein erlaubtes Angebot ohne Identitätsprüfung existiert nicht. Nach § 6a GlüStV gilt ein Konto pro Anbieter, und die vollständige Verifizierung ist Pflicht. Vor deren Abschluss darf der Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben — in diesem Fenster gilt ein Einzahlungslimit von 100 €, und Auszahlungen sind nicht möglich. Wer mit „Sportwetten ohne Verifizierung“ wirbt, wirbt für ein Angebot ohne Erlaubnis.

Daran schließt die Zahlungsregel direkt an. § 6b Abs. 4 GlüStV verlangt ein Zahlungskonto auf den Namen des Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Wer bei der Suche auf ein Angebot stößt, das anonyme Einzahlung ausdrücklich bewirbt, hat damit den Hinweis auf seinen Status bereits in der Hand.

Kredit gegen Erlaubnis: Der Streit, der bei den Gerichten liegt

Was ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis mit verlorenen Einsätzen zu tun hat, beschäftigt die Gerichte seit Jahren. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23). Der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück.

Im März 2026 hielt EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen zur Rechtssache C-530/24 (Tipico) eine Verpflichtung unlizenzierter Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze grundsätzlich für möglich. Die Ausnahme: Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Zwei Lesarten stehen nebeneinander, und beide sind wahr. Wer ohne deutsche Erlaubnis gespielt hat, kann sein Geld unter Umständen zurückholen — nach einem Rechtsstreit, nicht nach einem Antrag. Wer bei einem erlaubten Anbieter spielt, muss sich darüber keine Gedanken machen, weil das Angebot von Anfang an im Rahmen lag. Eine Rückzahlungsaussicht ist kein Merkmal eines Produkts. Sie ist eine Aussicht auf einen Prozess.

Verantwortungsvoll wetten: Limits gelten auch, wenn die Wallet schneller ist

Eine Wallet ist genau dann eine gute Wahl, wenn man sie wegen ihrer Geschwindigkeit gewählt hat. Und genau dann ist sie die gefährlichste Eigenschaft des Kontos. Wer mit einer Wallet arbeitet, sollte die Sicherungswerkzeuge kennen, die ein erlaubter Anbieter nach den §§ 6c, 6i GlüStV vorhalten muss, weil man sie im Zweifel tatsächlich bedient.

Das Einzahlungslimit ist der wirksamste Hebel, und es ist ein Standardwert: 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter kann für eine einzelne Person ein höheres Limit zulassen, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit — eine Selbstauskunft genügt nicht. Das Limit darf bis 10.000 € gehen; zwischen 10.000 € und 30.000 € nur für höchstens 1 % der aktiven Spieler. Senken lässt sich das Limit sofort, erhöhen erst nach sieben Tagen.

Diese Asymmetrie ist Absicht und verdient Beachtung. Der Weg nach unten ist offen, der Weg nach oben mit einer Woche Bedenkzeit belegt. Wer nachts die Grenze hochsetzen will, bekommt keine Bestätigung in acht Sekunden, sondern eine Woche zum Nachdenken. Über eine Wallet ist die Einzahlung in Sekunden erledigt; das Limit ist die einzige Bremse dazwischen, und die Wallet fasst sie nicht an. Wer sein eigenes Limit kennt, plant in dieser Woche.

Daneben steht der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV. Er sperrt sofort und für 24 Stunden — kein Antrag, keine Bestätigung, kein Widerspruch. Ein Notausgang, der beim ersten Druck wirkt, ist der einzige, der in der Nacht etwas wert ist.

OASIS schließlich ist das dingfesteste Werkzeug von allen. Es hängt allein an der Erlaubnis des Anbieters, und es ist der Grund, warum eine Personensperre auf dem erlaubten Markt tatsächlich greift. Auf einer Seite ohne Whitelist-Eintrag existiert sie nicht.

Die nüchterne Ergänzung gehört dazu, gerade weil eine Wallet den Weg in Sekunden zurücklegt: Eine Wallet macht Wetten nicht anonym. Der Anbieter prüft die Identität nach § 6a GlüStV ohnehin, und der Zahlungsdienst gibt nicht mehr heraus, als seine Lizenz vorsieht. Die Verschwiegenheit liegt zwischen Kontoauszug und Mitleser, nicht zwischen Spieler und Behörde.

Bonus, Freebet, Umsatzbedingung: Was eine Wallet-Einzahlung zusätzlich kostet

Das GlüStV setzt keinen Bonusrahmen. Beträge, Umsatzfaktoren und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Es gibt ein Werbeverbot für Nicht-Erlaubte nach § 5 Abs. 7 GlüStV und ein Verbot der Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz nach § 5 Abs. 3 bis 6. Aber keine Vorschrift, nach der ein „100 %“-Bonus irgendwie beschaffen sein müsste. Deshalb ist die zweite Hälfte des Satzes die eigentliche Information.

„100 % bis 100 €“ ist eine Zahl für die Überschrift. Die Bedingung daneben ist die Zahl, die zählt. Bei Tipwin etwa beträgt der Willkommensbonus 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €, und Einzahlung plus Bonus müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, wobei je Wettschein höchstens 100 € zählen und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80. Wer diesen Satz zweimal liest, versteht das Angebot besser als der, der ihn überfliegt.

Ein zweiter Kostenpunkt wird regelmäßig übersehen. Bei mehreren Anbietern muss schon die Einzahlung selbst umgesetzt werden, bevor sie auszahlbar ist. Bei AdmiralBet gilt, dass Einzahlungen erst ausgezahlt werden können, nachdem sie eingesetzt wurden. Bei Winamax muss die Einzahlung zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und bei einer Mindestquote von 1,05. Bei ODDSET setzt eine Auszahlung ein vollständig verifiziertes Spielerkonto voraus und dass alle eingezahlten Beträge mindestens einmal umgesetzt wurden. Eine Einzahlung über eine Wallet ist also kein Guthaben, das man liegen lässt.

Und dann ist da die Steuer, die fast niemand kennt. Nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt die Sportwettensteuer 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18) — rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung; sie steht auf dieser Seite nur, wo ein Anbieter es selbst so regelt. Interwetten tut das: Nach Nr. 4.2 der Interwetten-Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand 29.05.2024) wird im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3%igen Quotenabschlag reduziert; die Regeln beschreiben die Wettsteuer damit anders als die Seite „Besteuerung von Sportwetten“. ODDSET erhebt laut Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % („Quotenabschlag“) auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette, maßgeblich ist der Nettogewinn nach Abzug. Zwei Anbieter, zwei Formulierungen, dieselbe Steuer — und in beiden Fällen zahlt sie der, der gewinnt.

Zahlungsabwicklu: Einzahlung, Auszahlung und die Dauer dazwischen

Der Zahlungsweg ist der Bereich, in dem sich die zehn Anbieter am sichtbarsten unterscheiden. Die Erlaubnis ist überall dieselbe, die Bonusbedingungen ähneln sich, aber Mindestbeträge, Bearbeitungszeiten und Gebühren gehen auseinander.

Sportingbet zahlt Gewinne ab einem Mindestbetrag von 10 € aus: per Debit- und Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, per eWallet wie PayPal, Skrill oder NETELLER innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen. Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Das ist der konkreteste Datensatz im Feld, und er zeigt, dass die Auszahlungsdauer bei ein und demselben Anbieter um mehr als den Faktor zehn auseinandergeht. Wer auf eine Überweisung setzt, wartet 3 bis 5 Werktage; wer eine eWallet nutzt, ist meist am selben Tag durch. Die Ursache ist unspektakulär: Bei einer eWallet entfällt die Bankverbindung, die bei einer Überweisung durchlaufen werden muss.

Bei Betway beträgt die Mindesteinzahlung per Paysafecard 5 €, die Mindestauszahlung 10 €, und die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto dauert in der Regel weniger als 24 Stunden. Das ist die niedrigste dokumentierte Einstiegshürde im Feld. Die Kehrseite steckt in derselben Zahl: Wer mit 5 € über Paysafecard hineingeht, geht mit derselben Methode wieder heraus und braucht dafür ein MyPaysafe-Konto.

AdmiralBet verlangt laut Allgemeinen Geschäftsbedingungen je nach Zahlungsmethode 5 € oder 10 € Mindesteinzahlung, und Auszahlungen erfolgen nur über die Zahlungsmethode oder die Zahlungsmethoden der Einzahlung. Auszahlungsanforderungen werden innerhalb von drei Arbeitstagen bearbeitet, vorausgesetzt die Identität des Spielers ist verifiziert. Die Regel „dieselbe Methode rein wie raus“ ist hier ausdrücklich notiert.

Bei ODDSET sind Einzahlungen unter anderem per Debit- und Kreditkarte, Maestro, Mastercard, PayPal, paysafecard und Visa möglich; Gewinne lassen sich nur auf eine verifizierte Zahlungsmethode auszahlen. Gewinnauszahlungen von mehr als 15.000 € erfolgen in der Regel nur per Banküberweisung.

Vier Anbieter, vier Varianten derselben Mechanik. Wer mit einer Wallet einzahlt, wird in der Regel auf dieselbe Wallet zurückbezahlt; deshalb gehört der Blick in die Auszahlungsregeln vor die Einzahlung und nicht dahinter. Und ein Guthaben ist nicht in jeder Höhe sofort auszahlbar: Nach § 6b Abs. 6 und 7 GlüStV liegen Spielergelder auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Der Weg, den eine Wallet-Zahlung nimmt

Der Ablauf ist bei erlaubten Anbietern ähnlich und zeigt, an welcher Stelle Zeit verlorengeht. Zuerst das verifizierte Konto. Dann die Einzahlung — gutgeschrieben sofort oder mit kurzer Verzögerung. Gespielt wird mit dem Guthaben; Gewinne sind erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses auszahlbar. Die Auszahlung setzt eine verifizierte Methode voraus; nach der Prüfung folgt die Bearbeitung, dann die Gutschrift.

Der Schritt, der in dieser Kette nicht auftaucht und trotzdem stattfindet: die Bank. Eine eWallet ist kein Bankkonto. Soll das Guthaben von dort auf das Girokonto, kommt eine zweite Station mit eigenen Regeln und eigener Dauer hinzu. Wer den Puffer kennt, plant ihn ein — schneller als eine Überweisung auf das eigene Konto wird es über die Wallet nicht.

Was eine Einzahlung von einem fremden Konto kostet

Wer über die Wallet eines Dritten einzahlt, gerät mit § 6b Abs. 4 GlüStV in Konflikt: Das Zahlungskonto muss auf den Namen des Spielers laufen. Der Anbieter kann eine Zahlung von einem Fremdkonto zurückweisen, und eine Auszahlung darf eine Fremdwallet nicht nutzen. In der Praxis ist die schwerere Folge die Verzögerung. Ein Konto, dessen Zahlungen nicht zur Identität passen, wird vor der Auszahlung geprüft. Wer vor dem Feiertag schnell Geld braucht, hat dann kein Expressproblem, sondern ein Herkunftsproblem.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge ist die Reihenfolge der Besprechung. Eine Rangfolge ist sie nicht.

Bet365: der große Name und ein Wett-Credit ohne Einsatzrückgabe

Bet365 gehört zu den bekanntesten Marken auf dem deutschen Markt. Die Erlaubnis für Bet365.de liegt bei der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex in Malta; die Whitelist führt sie mit dem Erstdatum 09.10.2020.

Beim Neukundenangebot steht „bis zu 100 € in Wett-Credits“ auf der Seite. Was daneben steht, entscheidet über den Wert: Die Wett-Credits werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben, und Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Wer mit einem solchen Guthaben gewinnt, bekommt den Gewinn ohne den Einsatz zurück. Der Betrag ist damit kein Geld, das man später auszahlt, sondern eine Wette auf Zeit. Freigeschaltet wird er erst, wenn Wetten in Höhe der Einzahlung abgerechnet sind — bis dahin ist der Betrag eine Ankündigung.

Zu den Zahlungsmethoden nennt Bet365.de die Wallet nicht als bestätigte Option. Wer MuchBetter nutzen will, sollte das vorher beim Kundenservice klären.

Urteil: Die Bedingung, die hier den Unterschied macht, ist die fehlende Einsatzrückgabe: Sie senkt den realen Wert der 100 € unter den beworbenen Betrag, sobald die erste Wette gewinnt. Wer Boni vor allem nach der Überschrift vergleicht, wird an dieser Stelle falsch liegen. Wer mit der Mechanik leben kann, bekommt dafür die Reichweite und Tiefe eines Sportwettenangebots, das zu den größten im Markt zählt.

Merkur Bets: ein Euro Einstieg und ein Klick, der alles entscheidet

Merkur Bets führt auf der Whitelist die Merkur Bets Malta Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 06.11.2023. Der Anbieter ist damit vergleichsweise jung auf der Liste.

Laut Mitteilung vom 14.10.2024 bot Merkur Bets Neukunden bei einer Ersteinzahlung ab 1 € einen Freebet über 25 €. Verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Diese Wahl ist der Angelpunkt des Angebots. Wer sie vor dem Platzieren der Wette nicht trifft, hat am Ende nur den Freebet über 25 € und nicht die Erstattung. Und ein Freebet ist kein Guthaben: Der Einsatz wird üblicherweise nicht mit ausgezahlt.

Die Obergrenze von 75 € liest sich großzügig; sie beschreibt den Ersatz, nicht die Höhe des Freebets, und der Ersatz greift nur bei der ersten qualifizierenden Kombiwette.

Urteil: Der eigentliche Preis dieses Angebots ist der Klick auf die Option vor der Wette — wer ihn verpasst, hat nichts falsch gemacht und trotzdem weniger bekommen. Das ist das Modell, das Angebote aller Art kennzeichnet: Die Bedingung ist klein, der Verlust an Wert ist es nicht. Wer die Neukundenprozedur sorgfältig liest, steht hier vor einem der niedrigsten Einstiegspreise der ganzen Auswahl.

Interwetten: eine lange Whitelist-Historie und zwei Beschreibungen einer Steuer

Die Interwetten Gaming Limited steht mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020 auf der Liste. Der Anbieter gehört zu den älteren Einträgen.

Interessant ist bei Interwetten nicht der Bonus, sondern die eigene Regelkunde. Nach Nr. 4.2 der Interwetten-Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand 29.05.2024) wird im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3%igen Quotenabschlag reduziert. Die Regeln beschreiben die Wettsteuer damit anders als die Seite „Besteuerung von Sportwetten“, die den Einbehalt vom Gewinn beschreibt. Ein Quotenabschlag senkt die Auszahlung, ein Einbehalt senkt den Gewinn; die Differenz zwischen beiden Formulierungen ist kein Streit um Worte. Wer wissen will, was von einem Gewinn übrig bleibt, sollte die Sportsbook-Regeln lesen und nicht die Infoseite.

Ein weiterer Wortwechsel lohnt: Der Anbieter bietet keine Wallet-Zahlung an, die irgendwo als bestätigt vermerkt wäre.

Urteil: Die eigentliche Erkenntnis dieses Abschnitts liegt nicht im Angebot, sondern in der Rechnung: Wenn zwei Dokumente desselben Anbieters dieselbe Steuer unterschiedlich beschreiben, gilt im Zweifel die für den Gewinn ungünstigere Lesart. Wer das weiß, findet bei Interwetten ein reguläres, älteres Whitelist-Angebot mit einer transparent gemachten, aber uneinheitlich formulierten Steuerweitergabe.

Sportingbet: acht Stunden für die eWallet, fünf Werktage für die Überweisung

Für Sportingbet.de führt die Whitelist die Sportingbet (Deutschland) Limited als Inhaberin einer Sportwetten-Erlaubnis, die am 09.10.2020 erteilt wurde.

Sportingbet zahlt Gewinne ab einem Mindestbetrag von 10 € aus: per Debit- und Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, per eWallet wie PayPal, Skrill oder NETELLER innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen; Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Kein anderer Anbieter in diesem Feld benennt die Dauer so klar pro Zahlungsweg. Wer die acht Stunden liest, versteht sofort, warum die Wahl der Auszahlungsmethode wichtiger ist als die Wahl des Anbieters.

Sportingbet nennt in dieser Liste keine Wallet. Wer ausschließlich den MuchBetter-Weg sucht, klärt die Verfügbarkeit daher beim Kundenservice.

Urteil: Wenn eine Zahl im ganzen Vergleich nachprüfbar Orientierung stiftet, dann diese Staffelung: acht Stunden gegen 3 bis 5 Werktage ist der Preis der Bequemlichkeit, gemessen in Zeit, und er ist bei ein und demselben Anbieter zu haben. Wer seine Auszahlung flexibel plant, findet hier den kürzesten dokumentierten Weg — und wer den falschen wählt, den längsten.

Bet3000: Erlaubnis aus 2026, wenig Historie, volle Pflichten

Für Bet3000.de führt die GGL die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta; die Erlaubnis ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Das ist der jüngste Eintrag im Feld.

Ein frischer Eintrag ist kein Nachteil. Ab dem ersten Tag gelten dieselben Pflichten: OASIS-Prüfung, Einzahlungslimit über LUGAS, kein paralleles Spielen. Was fehlt, ist Erfahrung — und die Aussagekraft eines Vergleichs, der sich auf Bearbeitungszeiten und Support stützt. Über die Zahlungsmethoden, Mindestbeträge und das Bonusangebot von Bet3000 trägt dieser Rahmen nichts bei; die Konditionen stehen in den eigenen Bedingungen des Anbieters und im Zahlungsbereich nach der Registrierung.

Urteil: Die junge Erlaubnis ist der eigentliche Inhalt des Abschnitts. Die Auflagen sind neu, das Angebot ist neu, und wer Verlässlichkeit anhand langer Marktpräsenz beurteilt, bekommt hier am wenigsten Material. Wer dagegen einen Anbieter sucht, der unter dem vollständigen GlüStV-Regime startet und an dem sich der Markteintritt selbst nachvollziehen lässt, findet hier den klarsten Fall.

NEO.bet: zwei Erlaubnisdaten und ein unspektakuläres Profil

Für NEO.bet führt die Whitelist die Greenvest Betting Limited, die über eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 verfügt, gefolgt von einer weiteren Erlaubnis im Dezember 2022. Der erste Eintrag fällt in die Gruppe der Anbieter, die von Beginn der Regulierung an dabei waren; die Folgeerlaubnis vom Dezember 2022 dokumentiert ein zweites Verfahren.

Aus zwei Datenpunkten lässt sich kein Zahlungsverhalten ableiten, aber eine Tatsache: Der Anbieter ist lange genug im Markt, um als etabliert zu gelten. Konkrete Angaben zu Mindestbeträgen, Bearbeitungszeiten oder Zahlungsmethoden trägt dieser Rahmen nicht bei. Wer die Wallet unbedingt nutzen will, fragt danach vor der Registrierung — und nicht danach.

Urteil: NEO.bet ist der unauffällige Fall: zwei dokumentierte Erlaubnisverfahren, keine Auffälligkeit, kein Grund zur Vorsicht und keiner zur Begeisterung. Wer einen Anbieter ohne Überraschungen sucht, hat hier einen der Gründungsplätze des regulierten Markts, dessen Stärke gerade die Unauffälligkeit ist. Wer ein Merkmal zum Anfassen braucht, wird ihn überspringen.

Tipwin: ein Bonus mit Deckel pro Wettschein

Tipwin Limited ist mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist gelistet; der erste Eintrag datiert vom 09.10.2020, ergänzt durch Folgeerlaubnisse in den Jahren 2022 und 2024.

Der Sportwetten-Willkommensbonus von Tipwin beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €. Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 zählen. Das ist die am vollständigsten beschriebene Bonusbedingung im Vergleich — und die einzige mit einem Deckel je Wettschein. Wer siebenmal 200 € umsetzen muss und je Wettschein maximal 100 € anrechnen darf, verteilt den Umsatz zwangsläufig auf viele Wettscheine. Zusammen mit der Mindestquote von 1,80 ergibt das eine Aufgabe, die sich planen lässt und die sich nicht nebenbei erledigt.

Urteil: Der Deckel je Wettschein ist es, der dieses Angebot von den anderen trennt: Er verwandelt eine Umsatzbedingung in eine Fleißaufgabe, weil sich der geforderte Umsatz nicht in wenigen großen Wetten erledigen lässt. Wer ohnehin viele kleinere Wetten spielt, für den ist das keine Hürde. Wer den Bonus in einer Handvoll Einsätze erledigen wollte, wird hier umdenken müssen.

Betway: fünf Euro Hürde und eine Auszahlung unter 24 Stunden

Betway Limited steht mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.03.2021 auf der Liste, mit einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

Bei Betway beträgt die Mindesteinzahlung per Paysafecard 5 €, die Mindestauszahlung 10 €, und die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto dauert in der Regel weniger als 24 Stunden. Die niedrige Einstiegshürde und die schnelle Auszahlung liegen hier dicht beieinander — nur muss man sie zusammen lesen, um zu sehen, dass sie an dieselbe Methode gebunden sind. Wer mit 5 € per Paysafecard startet, braucht für die Auszahlung ein MyPaysafe-Konto. Wer das nicht hat, hat den Vorteil nicht.

Urteil: Betway liefert den niedrigsten Einstieg der Auswahl und einen der schnellsten Auszahlungswege, aber beides über eine Methode, die man vorher einrichten muss. Die Bindung an dieselbe Methode ist keine Fußnote, sondern der Preis des Vorteils. Wer bereit ist, die Zahlungsmethode dauerhaft zu nutzen, für den steht hier der bequemste Weg ins Spiel.

Sportwetten.de: sofort gutgeschrieben und trotzdem gebunden

NetX Betting Limited steht für Sportwetten.de mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022 auf der Whitelist.

Das Willkommensangebot ist ein Einzahlungsbonus als Bonusgeld: 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, sofort gutgeschrieben nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €; maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung. Die sofortige Gutschrift ist der Unterschied zu Angeboten, bei denen ein Guthaben erst Stück für Stück freigeschaltet wird — hier entsteht etwas, das sofort einsetzbar ist.

Das ist ein anderer Typ von Versprechen als „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Der eine Betrag existiert ab der Einzahlung, der andere entsteht mit der Abrechnung von Wetten. Beides bindet am Ende Geld, aber zu sehr verschiedenen Zeitpunkten.

Urteil: Das Angebot richtet sich an alle, die den Bonus unmittelbar nutzen wollen und Freischaltungslogik als Zumutung empfinden. Der Tausch ist offen: sofort verfügbar, dafür ist die Einzahlung selbst umsatzgebunden, bevor sie ausgezahlt werden kann. Wer „sofort gutgeschrieben“ mit „ohne Bedingungen“ gleichsetzt, wird das an der ersten Auszahlung merken.

Tiptorro: App-first und ein Betreiber, den man nachsehen kann

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited aus Malta angeboten; diese beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Auf der Whitelist ist dieselbe Gesellschaft als Betreiberin für Tiptorro.de geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.

Der Name des Betreibers lässt sich in der App und auf der Liste zusammenlesen — ein Abgleich, den man bei vielen Apps nicht ohne Weiteres hinbekommt. Zu Zahlungsmethoden, Mindestbeträgen und Bonuskonditionen trägt der Rahmen nichts bei. Wer die App nutzt, sieht diese Angaben im Zahlungsbereich nach der Registrierung.

Urteil: Tiptorro ist der Anbieter mit dem klarsten App-Profil und einem Betreiber, dessen Erlaubnis sich über den Store-Eintrag hinaus in der offiziellen Liste wiederfindet. Diese Nachvollziehbarkeit ist bei App-Angeboten selten und stiftet hier den eigentlichen Wert. Wer vor allem mobil wettet und die Konditionen ohnehin erst nach der Anmeldung prüft, findet einen Eintrag von 2021 mit kurzer, aber saubere Historie.

Was vor der ersten Einzahlung zu prüfen ist

Die Reihenfolge, die aus den Zahlen dieses Vergleichs folgt, ist nicht die Reihenfolge, in der die Werbung die Dinge erzählt. Sie ist die Reihenfolge, die am wenigsten kostet.

Am Anfang steht der Whitelist-Eintrag. Wer dort steht, erfüllt die deutschen Regeln; wer dort fehlt, spielt in Deutschland ohne Erlaubnis, ohne OASIS, ohne LUGAS und ohne deutschen Rechtsweg. Ein Wallet-Konto ändert daran nichts.

Dann das Konto. Bei einem erlaubten Anbieter ist die vollständige Verifizierung Pflicht; vor ihrem Abschluss darf der Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Wer sein MuchBetter-Konto nicht auf den eigenen Namen angemeldet hat, kann das hier nicht reparieren — nach § 6b Abs. 4 GlüStV muss das Zahlungskonto auf den Spielenden laufen.

Dann das Einzahlungslimit. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat pro Anbieter, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein höheres persönliches Limit setzt nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit voraus, eine Selbstauskunft genügt nicht, und eine Erhöhung wirkt erst nach sieben Tagen. Wer sich selbst eine niedrigere Grenze setzt, kann das jederzeit — und sollte es tun, wenn er über eine Wallet einzahlt, weil die Geldbewegung dort am schnellsten geht.

Dann der Bonus. Der Betrag steht in der Überschrift, die Umsatzbedingung in den Bedingungen. Bei Tipwin sind Einzahlung und Bonus zusammen mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten einzusetzen, je Wettschein höchstens 100 €, nur bei einer Mindestquote von 1,80. Bei bet365 werden die Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben, Gewinne enthalten den Einsatz nicht. Bei Merkur Bets greift die Erstattung bis 75 € nur, wenn vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Bei Sportwetten.de erfolgt die Gutschrift sofort ab 10 € Ersteinzahlung. Bei Winamax verdoppelt das Angebot die erste Einzahlung bis 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets; die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und bei einer Mindestquote von 1,05.

Und am Ende die Auszahlung. Sportingbet nennt 2 bis 4 Werktage per Karte, 8 Stunden per eWallet und 3 bis 5 Werktage per Überweisung, jeweils ohne Bearbeitungsgebühr, ab 10 € Mindestbetrag. Betway nennt unter 24 Stunden auf das MyPaysafe-Konto bei 10 € Mindestauszahlung. AdmiralBet bearbeitet Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen, sofern die Identität verifiziert ist, und zahlt nur über die Methode(n) der Einzahlung aus. Nach § 6b Abs. 6 und 7 GlüStV liegen Spielergelder auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Drei Grundsätze lassen sich daraus ziehen, ohne einen Anbieter zu nennen. Erstens: dieselbe Methode hinein wie hinaus. Zweitens: Ein sofort gutgeschriebener Bonus ist kein Bonus ohne Bedingungen. Drittens: Eine eWallet ist schneller als eine Überweisung, aber nicht schneller als das eigene Limit.

Häufige Fragen zu MuchBetter und Sportwetten

Kann man bei Sportwetten mit MuchBetter einzahlen, und welche erlaubten Anbieter akzeptieren die Wallet?

MuchBetter ist ein britisch lizenziertes E-Geld-Produkt und kein Kriterium für die Erlaubnis eines Wettanbieters. Von den zehn Anbietern auf der GGL-Whitelist führt keiner die Wallet in den eigenen Zahlungsangaben als bestätigte Option. Ob MuchBetter akzeptiert wird, klärt man deshalb zuerst beim Kundenservice und wählt erst danach den Anbieter aus.

Wie läuft eine Wette mit MuchBetter von der Einzahlung bis zur Auszahlung?

Zuerst wird das Spielerkonto verifiziert, dann erfolgt die Einzahlung über die Wallet. Gespielt wird mit dem gutgeschriebenen Guthaben; Gewinne sind nach dem offiziellen Ende des Ereignisses auszahlbar. Die Auszahlung setzt eine verifizierte Zahlungsmethode voraus, und erlaubte Anbieter zahlen in der Regel nur auf die Methode aus, über die eingezahlt wurde.

Warum gilt eine Sportwetten-Erlaubnis nicht automatisch für Slots, Poker oder Casinospiele?

Die Erlaubnis auf der Whitelist gilt jeweils für die gelistete Domain und die dort angebotene Produktart. Sportwetten, Slots und Poker sind separate Erlaubnisse mit eigenen Regeln. Ein Anbieter, dessen Sportwetten-Erlaubnis auf der Liste steht, hat damit nichts über seinen Casino-Bereich ausgesagt. Der Eintrag ist produktbezogen zu lesen.

Muss das MuchBetter-Konto auf den eigenen Namen laufen, und was verlangt die Verifizierung?

Nach § 6b Abs. 4 GlüStV dürfen Einzahlungen bei erlaubten Anbietern nur von einem Zahlungskonto kommen, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Die Verifizierung nach § 6a GlüStV verlangt ein Konto pro Anbieter und eine vollständige Identitätsprüfung.

Wie wird mit MuchBetter auf den Super Bowl gewettet, und was gilt für Quote und Sportwettensteuer?

Gewettet wird auf feste Quoten zu den vom Veranstalter angebotenen Wettarten; ein bestimmter Anlass ändert daran nichts. Ein Live-Wettangebot während des Spiels ist in Deutschland auf das Endergebnis und auf ausgewählte Komponenten beschränkt. Bei der Sportwettensteuer sind 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“ geschuldet; ob ein Anbieter sie über einen Quotenabschlag weitergibt, steht in seinen eigenen Regeln.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter MuchBetter akzeptiert, aber nicht auf der GGL-Whitelist steht?

Dann fehlt ihm die deutsche Sportwetten-Erlaubnis, und das Angebot fällt unter unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Ein Anbieter ohne Eintrag ist nicht an OASIS und LUGAS angebunden, es gibt keinen deutschen Rechtsweg und keine deutschen Schutzregeln. Eine ausländische Lizenz ändert daran nichts; sie hat in Deutschland keine Relevanz.

Die zehn Anbieter auf der Whitelist der GGL sind der Rahmen, innerhalb dessen sich die Wahl überhaupt stellt. MuchBetter ist dabei eine Zahlungsoption unter mehreren und nicht das Kriterium, nach dem sich ein Anbieter empfiehlt. Wer zuerst die Erlaubnis prüft und danach die Wallet, entscheidet in der Reihenfolge, in der die Entscheidung Bestand hat.

Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»