Weltmeisterschaft wetten 2026 – der Vergleich, der den Preis mitrechnet

Updated Oktober 2026
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Datenstand: 30. Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und die AGB der genannten Anbieter.

Ein riesiges Stadion in der Abenddämmerung aus der Vogelperspektive gesehen, die Lichter an den Rängen sind eingeschaltet.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurde vom 11. Juni 2026 bis zum 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA mit 48 Nationen und 104 Spielen ausgetragen.

Auf ein Turnier mit 104 Spielen passen mehr Wetten, als ein Konto verkraftet. Genau dort beginnt die Rechnung, die dieser Vergleich aufmacht: Nicht die Frage, welcher Willkommensgruß am lautesten klingt, sondern was ein Angebot den Spielenden kostet – in Umsatz, in Mindestquote, in Fristen und in Limit. In Deutschland dürfen Sportwetten auf die Fußball-Weltmeisterschaft ausschließlich Veranstalter mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder annehmen. Diese Erlaubnis steht auf der Whitelist. Wer sie hat, unterliegt der Limitdatei, der Sperrdatei und den Zahlungsregeln des Glücksspielstaatsvertrags. Wer sie nicht hat, unterliegt nichts davon – und liefert dafür auch keine deutschen Rechtsmittel.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurde vom 11. Juni 2026 (Eröffnungsspiel im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt) bis zum 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA mit 48 Nationen und 104 Spielen ausgetragen. Im Finale am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford (New Jersey) besiegte Spanien Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung und gewann seinen zweiten WM-Titel. Ein Turnier, das beendet ist, wenn dieser Text gelesen wird: Die Märkte dazu sind abgerechnet, und kein Veranstalter nennt für ein WM-2026-Spiel noch eine Quote. Was bleibt, sind die Anbieter, ihre Bedingungen und die Frage, ob sich ein Turnierbonus für die nächsten 104 Spiele anders rechnet als für die letzten.

Zuerst das Limit: warum Großturniere die Spielkontrolle fordern

Ein Weltmeisterschafts-Sommer ist ein Sonderfall im Kalender eines Spielenden. Sonst liegen zwei, drei Spiele am Wochenende; hier laufen an einem einzigen Samstag vier Partien hintereinander, und jede hat eine Quote. Der Anlass wächst also, nicht die Vernunft. Die Spielerschutzregeln in Deutschland sind genau dafür gebaut.

Ein Fußball liegt auf Rasen neben einer Eckfahne ohne Aufdruck auf einem leeren Platz im Morgenlicht.
Brasilien ist mit fünf Titeln Rekordsieger bei Fußball-Weltmeisterschaften, Deutschland gewann vier Titel (1954, 1974, 1990, 2014).

Einzahlungslimit, Sperrdatei und Pausen

Das Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 GlüStV standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat und gilt über alle Anbieter hinweg; durchgesetzt wird es über die LUGAS-Limitdatei. Wer sein Limit senkt, senkt es sofort. Wer es erhöhen will, wartet – die Anhebung greift erst nach sieben Tagen, und ein Anbieter darf ein höheres Limit für eine einzelne Person nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit einräumen (bis 10.000 €, zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spielenden). Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Diese Staffelung ist der Grund, warum die Rede von „dem“ Einzahlungslimit in jeder Anbieterbeschreibung danebenliegt: Es ist ein Regime mit Stufen, nicht eine Zahl.

Parallelspiel ist nach § 6h GlüStV untersagt; die Aktivitätsdatei führt, wer gleichzeitig bei mehreren Veranstaltern spielt. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV und wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV setzt sofort eine 24-stündige Sperre. Keine dieser Einrichtungen kennt einen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis – offshore ist nicht mit OASIS und nicht mit LUGAS verbunden.

Wetthilfe: was der Anlass tatsächlich verlangt

An einem Turniertag mit vier Spielen vervierfacht sich die Gelegenheit, aus einem beschlossenen Betrag einen anderen zu machen. Die wirksamste Maßnahme kostet nichts: das monatliche Einzahlungslimit weit unter dem eigenen Wohlfühlbetrag ansetzen, bevor das erste Gruppenspiel angepfiffen wird, und nicht erst, wenn die Kombiwette offensteht. Eine Absenkung ist jederzeit möglich und greift umgehend; das ist der einzige Hebel der ganzen Limitierung, der ohne Wartezeit wirkt.

Wer schneller aussteigen will, hat den Panikbutton: eine kurze, harte Unterbrechung, gedacht für den Moment, in dem der Wettkalender die Kontrolle übernimmt. Wer einen Monat oder ein Turniergeld sparen möchte, wählt eine Selbstsperre über OASIS – sie läuft mindestens drei Monate und greift bei jedem erlaubten Anbieter, nicht nur beim gerade gewählten. Wer den Verdacht hat, dass ihm das nicht reicht, findet Beratung bei den anerkannten Hilfsangeboten; die Anbieter mit Erlaubnis führen solche Kontakte sichtbar im Konto. Teilnehmen darf man nach § 4 Abs. 3 GlüStV ab 18 Jahren.

Die Kehrseite der strengen Regeln ist berechenbar: Ein Limit, das greift, nimmt dem Spielenden den großen Einzelstand zurück, nicht die Wette. Wer seine Einsätze über die vier Wochen eines Turniers strecken will, kommt mit dem Standardrahmen weiter als mit einer einzelnen hohen Position – das ist keine Moral, das ist Arithmetik bei 1.000 € monatlich.

Krypto bei WM-Wetten: das teuerste Missverständnis der Suchanfragen

Die Anfrage „WM 2026 mit Krypto wetten“ hat eine kurze Antwort: Bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis nicht. Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Einsätze nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Genau diese Vorschrift hält Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Wege aus dem erlaubten deutschen Sportwettenmarkt heraus – nicht als Marschroute einer Behörde, sondern als Konstruktion des Gesetzes.

Was ein Krypto-Angebot zum Turnier wirklich ist

Angebote, die während eines Turniers mit Bitcoin, Ethereum oder anderen Coins werben, stammen in Deutschland von Veranstaltern ohne deutsche Erlaubnis. Damit fehlt ihnen alles, was die Erlaubnis mitbringt: keine Anbindung an OASIS, keine Anbindung an LUGAS, kein deutsches Beschwerde- und Rechtsmittelverfahren. Ein Veranstalter ohne deutsche Erlaubnis, der Sportwetten nach Deutschland richtet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung.

Bemerkenswert ist dabei die Steuerlogik. Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG trifft den Veranstalter, nicht den Spielenden – 5,3 % von der Bemessungsgrundlage, die aus dem gezahlten Einsatz ohne die Steuer selbst besteht. Sie gilt auch für unerlaubte Veranstalter. Eine gezahlte Steuer ist also kein Nachweis einer Erlaubnis, und wer sie als Argument hört, hat nichts gehört. Wer glaubt, offshore spare ihm die deutschen Spielerschutzpflichten und damit Kosten, tauscht sie gegen Kosten anderer Art: keine Sperrdatei, keine deutsche Adresse für eine Streitigkeit, kein Weg zum Anbieter, wenn die Auszahlung stockt.

Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ – die Warnung vom 17. September 2026 ist kein Nebensatz einer Aufsichtsbehörde, sondern eine Verbraucherinformation über ein Segment, das sich mit WM-Werbung an dieselbe Zielgruppe richtet. Wer den Status eines Anbieters prüfen möchte, schaut in der Übersicht erlaubter Anbieter nach, und zwar nach der Domain, unter der das Sportwettenangebot steht. Jede dort gelistete Domain endet auf .de; eine .de-Domain allein beweist allerdings nichts.

Turnierbonus und Gratiswette: die Bedingungen sind der Preis

Kein Gesetz im Glücksspielstaatsvertrag setzt Höhe, Umsatz oder Mindestquote eines Sportwettenbonus fest. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Für Spielende heißt das: Nicht die Zahl im Werbebanner ist der Preis des Angebots, sondern das Kleingedruckte darunter – und das liest sich von Anbieter zu Anbieter anders, ohne dass ein Vergleichsportal es je vollständig abbilden könnte.

Gratiswette, Freiwette, Umsatz: die Mechanik auseinandergehalten

Eine Gratiswette ist keine Rückzahlung. Wird eine Gratiswette platziert und gewinnt, wird der Einsatz der Gratiswette nicht mit ausgezahlt – nur der Gewinn steht gut. Eine als „risikofrei“ beworbene Wette, die im Verlustfall als Gratiswette erstattet wird, ist deshalb eine Rückzahlung in Wettguthaben und keine in Geld. Das ist der Unterschied, an dem sich Marketing und Kontoauszug trennen.

Der zweite Mechanismus ist die Umsatzvorgabe. Ein Bonus muss bis zu einem bestimmten Vielfachen umgesetzt werden, bevor daraus auszahlbares Guthaben werden kann. Nur Wetten ab der geforderten Mindestquote zählen für den Umsatz, und die Frist, in der das geschehen muss, steht in denselben Bedingungen. Was das für den Kopf bedeutet, zeigt eine Rechnung, die nicht ausreicht, sich aber rechnen lässt: Bei einem Bonus von 100 € mit einer zehnfachen Umsatzvorgabe und einem Einsatz von 10 € pro Wette ergibt sich ein einzuhaltender Umsatz von 1.000 €, also über 100 einzelne Wetten, wenn nur der Bonusbetrag umgesetzt wird. Eine Wette unterhalb der geforderten Mindestquote zählt dabei nicht mit – sie ist verlorene Zeit, nicht verlorenes Geld, aber der Kalender eines Turniers ist endlich.

Der Punkt, der in Werbetexten nie steht: Eine Gratiswette mit 10 € Einsatz auf eine Quote von 2,50 zahlt bei Gewinn nicht 25 € aus, sondern 15 €. Der Einsatz zählt nicht zum Gewinn.

Warum der Bonus das billigste im Werbebanner und das teuerste im Kontobild ist

Was die Bank an einer Wette verdient, sitzt in der Quote, und dieses Geld verlässt das Konto mit jeder Wette, die gestellt wird – Bonus hin oder her. Eine Umsatzvorgabe von 1.000 € ist deshalb nicht der Betrag, der vom Konto verschwindet, sondern der Betrag, der durch den Markt läuft. Ein Teil davon bleibt als Marge bei jedem einzelnen Ereignis hängen.

Genau deshalb lohnt der Blick auf dieselbe Mechanik von der anderen Seite: Ein Bonus ist ein Preis, nicht ein Geschenk. Der eine Anbieter rechnet ihn über Umsatz ab, der nächste über eine hohe Mindestquote, ein dritter über eine kurze Frist. Für Spielende ist das kein Grund, keinen Turnierbonus zu nehmen, sondern ein Grund, den einen Satz zu suchen, der über den Wert entscheidet: die Mindestquote. Wer sie kennt, weiß, welche Wetten er stellen muss. Wer sie nicht kennt, stellt am Ende einfach die, die gerade Freude machen – und das sind selten die mit hoher Quote.

Ein Wort zur Werbung, weil sie zum Angebot gehört: Nur Inhaber einer Erlaubnis dürfen für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Das Verbot von 6 bis 21 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV erfasst virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht den Sportwettenbereich. Für Sportwetten gelten andere Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine erfolgsabhängige Vergütung von Vermittlern nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).

Tipps, Favoriten und die Quote als Rechnung

Vorhersagen lassen sich aus Form, Kader und Quoten ableiten. Sicher ist nichts davon. Ein Turnier mit 104 Spielen hat Ausschläge, mit denen kein Modell rechnet: eine Gruppe, in der der Favorit hängenbleibt, ein Halbfinale, in dem ein Außenseiter zwei Standards verwertet. Wer am Ende recht hatte, hatte Glück und ein gutes Argument – nicht eine Methode.

Favoritenquoten im Rückblick und was sie vorher wert waren

Der Blick zurück ist bei diesem Turnier ungewöhnlich konkret. Im Halbfinale gewann Spanien 2:0 gegen Frankreich, Argentinien setzte sich 2:1 gegen England durch; das Spiel um Platz 3 am 18. Juli 2026 in Miami Gardens endete mit 4:6 für England gegen Frankreich. Torschützenkönig wurde Kylian Mbappé (Frankreich) mit 10 Toren. Spanien stand also nicht als der erwartete Weltmeister in den Büchern, sondern als einer von drei oder vier Kandidaten – und wer den Titel vor Turnierbeginn auf Spanien gesetzt hat, hat nicht die Favoritenquote eines Alleinherrschers gespielt, sondern eine Außenseiterposition mit schwacher Begründung. Das ist der Punkt: Das Ergebnis adelt nicht den Tipp, sondern nur das Ergebnis.

Für Marken, die solche Vorhersagen als Produkt verkaufen, hat das eine unbequeme Konsequenz. Ein Tipp für ein Spiel von 104 ist ein Blick auf einen Bruchteil des Materials; ein Tipp für ein Turnier über vier Wochen ist eine Behauptung über mehr Unbekannte, als ein Kaderbericht auflösen kann. Wer sich für einen Tipp bezahlen lässt, verkauft die Sortierung, nicht die Lösung.

Was ein Tipp wert ist, wenn das Modell ihn nicht deckt

Die einzige Größe, die ein Spielender selbst kontrollieren kann, ist nicht die Trefferquote, sondern der Einsatz. Ein Tipp, der richtig liegt, zahlt die Quote; ein Kader, der beim Turnier zusammenbricht, zahlt nichts. Aus 5 € auf eine Außenseiterquote von 21,00 werden bei Treffer 105 €, und das klingt nach einer Strategie, bis man sieht, dass dieselben 5 € auf vier Vorrundenspiele 20 € kosten, die ohne jeden Titel auskommen. Wer Tipps liest, sollte deshalb eine einzige Zahl prüfen: ob der Tipp die Quote neu bewertet oder sie nur wiederholt.

Ein zweiter Reflex, der während eines Turniers Geld kostet, ist der Rückwärtsblick. Wer nach dem Finale glaubt, ein weiteres Turnier sei mit derselben Tabelle zu planen, plant mit zu wenig Variablen. Brasilien ist mit fünf Titeln Rekordsieger bei Fußball-Weltmeisterschaften, Deutschland gewann vier Titel (1954, 1974, 1990, 2014), und die erste Weltmeisterschaft fand 1930 in Uruguay statt. Zwischen 1930 und 2026 liegt eine Serie von Turnieren, in denen der Titelverteidiger zuletzt selten durchkam. Die Statistik der Vergangenheit ist Material für die Einordnung, nicht für das Ergebnis.

Der Kalender ist die nächste Orientierung. 2022 wurde in Katar noch mit 32 Mannschaften gespielt; 2026 waren es 48 – mehr Teilnehmer, mehr Gruppenspiele, mehr einzelne Märkte, aber auch mehr Spiele, in denen die Quoten weit auseinandergehen. Die WM 2030 richten Spanien, Portugal und Marokko aus, die WM 2034 Saudi-Arabien; die FIFA veranstaltet und vermarktet das Turnier alle vier Jahre.

Wettarten und Quoten: die Auszahlung auseinandergenommen

Eine Quote ist kein Gefühl, sondern eine Zahlungsvereinbarung. Wer sie liest und nicht übersetzt, überlässt die Bewertung dem Anbieter.

Märkte von Weltmeister bis Torschützenkönig

Die typischen Turniermärkte folgen dem Turnierverlauf. Vorab gibt es Weltmeister, Gruppensieger, das Weiterkommen und den Torschützenkönig; mit dem Anpfiff desselben Tages löst der Spielausgang diese Langfristmärkte ab, weil er innerhalb von 90 Minuten entschieden ist. In Deutschland sind feste Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin zulässig – als Einzel- und als Kombiwette nach § 21 Abs. 1 GlüStV – und nur die Wettarten, die im Sportwettprogramm zugelassen sind (§ 21 Abs. 5 GlüStV).

Der Verlauf des Turniers ist der Rahmen dieser Märkte: Auf eine Gruppenphase aus zwölf Vierergruppen folgte eine K.-o.-Phase, zu der ein Sechzehntelfinale gehörte. Jede zusätzliche Runde verlängert die Liste der Märkte und die Liste der Gelegenheiten – ein Punkt, der für Spielende weniger attraktiv ist, als er klingt, weil jede Runde auch eine neue Entscheidung über den Einsatz verlangt.

Von der Quote zur Auszahlung

Zwei Zahlen muss man auseinanderhalten, dann ist die Quote kein Rätsel mehr. Eine Einzelwette auf eine Quote von 4,00 zahlt bei 10 € Einsatz 40 € zurück; ein Gewinn von 30 € steht dagegen gut, weil der Einsatz zurückfließt. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten ihrer Teile: 2,00 mal 3,00 ergibt 6,00, und 5 € darauf zahlen bei Treffer 30 €.

Auszahlung = Einsatz × Quote. Der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Eine Wette auf eine Quote von 1,10 kann nicht mehr kaputtgehen als der Betrag, der auf dem Wettschein steht – ein Trostpreis in Zahlenform.

Was der Anbieter von jedem Einsatz einbehält, zeigt die andere Seite derselben Quote. Für einen 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt sich ein Quotenschlüssel von 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60), also von etwa 0,939 bis 0,955 – je nachdem, wie viele Stellen man in die Summe nimmt. Anders gesagt: Zwischen rund 93,9 % und 95,5 % der Einsätze zahlt dieser Markt zurück, und die Marge des Anbieters liegt entsprechend zwischen etwa 4,5 % und 6,1 %. Das ist eine Beispielrechnung für einen marktüblichen Dreiwegemarkt, kein Zitat einer bestimmten Quote, und sie gilt nur für die genannten Zahlen. Der Unterschied zwischen den beiden Enden dieser Spanne sind mehr als eine Prozentpunktbreite: Bei 1.000 €, die durch einen solchen Markt laufen, bleiben bei der breiteren Marge rund 61 € beim Anbieter und bei der schmaleren rund 45 €.

Die Sportwettensteuer liegt nicht auf dem Spielenden. Nach §§ 17, 18 RennwLottG bemisst sie sich mit 5,3 % aus dem gezahlten Einsatz vermindert um die Steuer selbst; das entspricht etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist nach § 19 RennwLottG der Veranstalter der Wette, nicht die spielende Person. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung und nur aus seinen eigenen Bedingungen zu beantworten.

Zur Auszahlung gehört eine Zeitangabe, die oft überrascht: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Bei einem 1X2-Markt heißt das: nicht beim Abpfiff, sondern danach. Ein „Cash Out“ ist in diesem Zusammenhang kein gesetzlicher Anspruch – dazu gibt es keine gesetzliche und keine behördliche Regel – sondern eine Funktion, die jeder Anbieter nach eigenen Bedingungen anbietet oder auch nicht.

Spielplan, Runden und wo die Märkte aufhören

Der Spielplan ist das Rückgrat jeder WM-Wette. Wer weiß, welche Runde wann läuft, weiß auch, welche Märkte überhaupt am offenen Wettschein stehen.

Das Turnier und seine Stationen

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 begann mit einer Gruppenphase aus zwölf Vierergruppen, danach folgte eine K.-o.-Phase, zu der ein Sechzehntelfinale gehörte. 104 Spiele, 48 Nationen, und die Eröffnung im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt am 11. Juni 2026. Der Endpunkt lag am 19. Juli 2026.

Für die Einordnung ist der Vergleich mit 2022 nützlich, weil er die Größenordnung verschiebt: 2022 in Katar wurde an 29 Tagen mit 32 Mannschaften gespielt, und insgesamt kamen 3.404.252 Zuschauer zu den Spielen. Ein Turnier mit 48 Teilnehmern erzeugt mehr Spiele, mehr Gruppen, mehr Kombinationsmöglichkeiten – und mehr Gelegenheiten, an einem Tag mehr zu setzen als geplant. Genau darin liegt der Kostenpunkt dieses Formats: Die Zahl der Spiele ist keine Einladung, sie ist eine Vervielfachung der Entscheidungen.

Das gilt auch für den Blick auf die nächsten Turniere. Die WM 2030 liegt bei Spanien, Portugal und Marokko, die WM 2034 bei Saudi-Arabien. Wer heute einen Plan für ein Turnier aufstellt, sollte wissen, dass sich die Teilnehmerzahl nicht mehr zurückdreht.

Für die Frauen-Weltmeisterschaft gilt dieselbe Mechanik wie für das Turnier der Männer: die Erlaubnispflicht des Veranstalters, das Einzahlungslimit und die Zahlungsregeln hängen am Anbieter, nicht am Wettbewerb. Der Wettkalender einer WM der Frauen fällt jedoch in andere Monate, was für die Planung des Monatslimits den Unterschied macht.

Live-Wetten während eines Spiels

§ 21 Abs. 4 GlüStV zieht hier eine Linie, die vielen nicht bekannt ist: Innerhalb eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil in Sportarten zulässig, in denen solche Ereignisse selten sind. Ein Tor ist im Fußball ein seltenes Ereignis – das nächste Tor darf während des Spiels bespielt werden. Das nächste Ass im Tennis ist es nicht, der nächste Korb im Basketball ebenso wenig: Beides ist während des laufenden Spiels nicht zulässig.

Untersagt sind außerdem Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind – nach der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Ebenfalls nicht zulässig sind manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung; Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht erlaubt. E-Sport erkennt die GGL nicht als Sport an – lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht.

Was das praktisch kostet, ist unspektakulär und wichtig: Ein Live-Wettschein während eines WM-Spiels ist auf wenige Märkte beschränkt. Die schnelle Wette in der Halbzeitpause ist der nächste Treffer, nicht der nächste Punkt.

Der Vergleich: zehn Anbieter mit Erlaubnis (Stand 02.10.2026)

Ein Vergleich von Sportwettenanbietern mit deutscher Erlaubnis ist kein Ranking von Gewinnchancen. Er ist eine Übersicht darüber, welches Angebot welchen Aufwand verlangt. Die folgenden zehn Plattformen haben eine Sportwetten-Erlaubnis für ihre jeweilige .de-Domain; die Übersicht erlaubter Anbieter nennt den Erlaubnisinhaber, nicht immer den Anbieter, der auf der Startseite steht.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Erlaubnis für Sportwetten seit
Sportwetten.de Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Sportwetten.de; Inhaberin: NetX Betting Limited 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022
Tipico Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Tipico.de; Inhaberin: Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022
ODDSET Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Oddset.de; Inhaberin: Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Bet3000 Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Bet3000.de; Inhaberin: I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Betway Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Betway.de; Inhaberin: Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022
Tiptorro Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Tiptorro.de; Inhaberin: Torro Tec Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Betano Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Betano.de; Inhaberin: Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022
LeoVegas Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Leovegas.de; Inhaberin: LVSports Limited 21.10.2024
bet365 Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Bet365.de; Inhaberin: Hillside (Europe) ENC 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis für die Domain Sportingbet.de; Inhaberin: Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022

Die Spanne der Erlaubnisdaten ist der aufschlussreichste Teil dieser Tabelle. Vier Häuser haben ihre Erlaubnis im Herbst 2020 erhalten, als der regulierte Markt anlief. Ein einziges ist 2026 dazugekommen. Zwischen 2021 und 2024 liegen nur drei Zugänge, und der jüngste Anbieter der Liste, LeoVegas, hält seine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21.10.2024 – für ein Segment, das sechs Jahre alt ist, ein sehr langsamer Zulauf. Wer daraus eine Rangfolge der Qualität ableitet, greift zu weit; die Verzeichnisdaten sagen etwas über Marktzutritt und nichts über Quoten. Sie sagen aber etwas über Bestand: Eine Erlaubnis ist fünf Jahre gültig (§ 4c Abs. 1 GlüStV), und die Whitelist führt nur Erteilungsdaten und kein Enddatum. Folgeerlaubnisse aus den Jahren 2022 und 2024 sind deshalb kein Formalismus, sondern der Nachweis, dass ein Anbieter die Auflagen eingehalten hat – oder nachgebessert hat.

Ein Hinweis dazu, was diese Liste nicht ist: Sie führt zehn von 30 Einträgen der Whitelist vom 02.10.2026. Dort stehen 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Wer wissen will, ob ein Anbieter erlaubt ist, prüft die Domain in der Übersicht – nicht das Impressum und nicht die Werbung.

Die Anbieter im Einzelnen: jede Plattform und was sie unterscheidet

Sportwetten.de: die Erlaubnis, die länger läuft als jeder Turnierbonus

Der Name ist die Domain, und das ist hier wörtlich so. Unter Sportwetten.de führt die Übersicht erlaubter Anbieter die NetX Betting Limited aus Birkirkara auf Malta als Erlaubnisinhaberin. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert vom 19.11.2020 und wurde am 16.12.2022 erneuert; damit gehört das Haus zur ersten Welle des regulierten Marktes und hat eine Verlängerung bereits hinter sich.

Darüber hinaus trägt die Erlaubnis über das Sportwettenangebot hinaus keine weitere Aussage für Spielende: Was ein Veranstalter an Slots, Poker oder Casino anbietet, sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln und sagen nichts über das Wettprogramm. Wer die Bedingungen prüft, findet bei einem Haus mit dieser Historie in der Regel ausformulierte Umsatzregeln statt Versprechen. Der Nutzen eines solchen Anbieters liegt nicht in einem spektakulären Bonus, sondern darin, dass die Kontoführung den deutschen Regeln folgt: eigenes Zahlungskonto mit Namen, Einzahlung im Monatsrahmen, Verrechnung erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Wer nach vier Jahren Marktpräsenz ein ruhiges Konto sucht, ist hier richtig; wer ein Aktionsangebot über alle Gruppenphasen hinweg möchte, muss sich die Bedingungen selbst vorrechnen, weil kein Satz in der Werbung den Umsatz ersetzt.

Tipico: breite App, bescheidener Ruhm bei Live-Märkten

Zu den bekanntesten Marken im deutschen Sportwettenmarkt. Im Apple App Store wird die Tipico Sportwetten App vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; in der Entwicklerbeschreibung stehen „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. „Cashout“ ist in diesem Sinne kein gesetzlicher Anspruch – es gibt keine gesetzliche und keine behördliche Regel dazu – sondern eine Komfortfunktion, die der Anbieter nach eigenen Bedingungen stellt. Die Sportwetten-Erlaubnis für Tipico.de liegt bei der Tipico Co. Limited und wurde am 09.10.2020 erteilt, die Folgeerlaubnis am 09.12.2022.

Die App ist der eigentliche Kostenfaktor in beide Richtungen. Ein Wettschein, der sich jederzeit schließen lässt, verleitet zum schnelleren Schließen: Aus einer Wette über vier Wochen werden vier Minuten. Wer die Funktion als Werkzeug nutzt – etwa um eine Kombiwette bei zwei Toren Führung zu beruhigen – hat sie richtig im Griff. Wer sie als Korrekturmechanismus für Entscheidungen nutzt, die er sich selbst noch nicht zugetraut hat, schiebt den Verlust nur hin und her. Der Live-Schwerpunkt passt zu einem Haus, dessen Kontoinhaber am Wochenende vor dem Fernseher sitzt.

ODDSET: die Erlaubnis vom Regierungspräsidium, ungewöhnlich im Ursprung

Hier ist die Erlaubnisgeschichte ausnahmsweise konkret: Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb; Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale). In der Übersicht erlaubter Anbieter ist für Oddset.de die Erlaubnis mit Erstdatum 18.11.2020 und Folgeerlaubnis vom 15.12.2022 verzeichnet.

Der Unterschied, der für Spielende zählt, ist der Vertriebsweg: Ein Angebot, das auch stationär existiert, erweitert nicht die Regeln, sondern die Berührungspunkte mit dem Spielerschutz. Wer aus der Annahmestelle kommt und dort Einzahlungslimits gewohnt ist, findet im Onlinekonto dieselben Instrumente wieder – LUGAS, OASIS, Panikbutton –, während ein reiner Onlinezugang dieselben Einrichtungen nur als Menüpunkt kennt. Für ein Haus mit Wurzeln im staatlich geprägten Vertrieb ist das ein sinnvolles Profil.

Bet3000: der Sommer-Neuling mit dem jüngsten Startdatenpunkt

Das neueste Gesicht der Liste: Für Bet3000.de ist die Erlaubnis mit Erstdatum 22.04.2026 verzeichnet, Inhaberin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited aus Sliema auf Malta. Ein Erlaubnisdatum aus dem Frühjahr eines WM-Jahres heißt nicht, dass ein Haus kurzfristig zusammengetreten ist – Sportwettenanbieter gehört zu den am strengsten geprüften Segmenten des Marktes –, es heißt aber, dass die Betriebsabläufe bei einem Turnier mit 104 Spielen noch nicht über mehrere Zyklen erprobt sind.

Das ist kein Grund zur Vorsicht, aber ein Grund zur Reihenfolge. Wer ein Konto neu eröffnet, weil ein großes Angebot lockt, sollte die ersten Schritte auf einem Anbieter machen, bei dem die Verifizierung, die Auszahlung aus dem Treuhandkonto und der Ablauf bei Streitigkeiten für ihn selbst vorhersehbar sind. Die deutschen Zahlungsregeln gelten für bet3000 wie für jedes andere Haus auf der Liste. Was noch fehlt, ist die Routine.

Betway: Cash-Out mit Teilbetrag und Wettkonfigurator

Betway ist die Plattform mit der kleinteiligsten Kontosteuerung. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, und der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Die Erlaubnis für Betway.de liegt bei der Betway Limited, erteilt am 09.03.2021, Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

Die Teilauszahlung ist die interessanteste Funktion der ganzen Liste, weil sie den Umgang mit einer Kombiwette verändert: Wer drei Viertel einer noch offenen Kombiwette realisiert und ein Viertel laufen lässt, kann einen Teil der Rendite sichern, ohne die Wette zu schließen. Der Konfigurator+ geht in die andere Richtung und macht aus einem Spielgedanken ein Bündel von Auswahlen – praktisch für jemanden, der ohnehin mehrere Partien im Blick hat, gefährlich für jemanden, der eine Partie spielen wollte und am Ende fünf auf dem Schein hat.

Tiptorro: der behördlich zugelassene Anbieter im App-Gewand

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten; die Entwicklerbeschreibung bezeichnet den Anbieter als behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Whitelist-Eintrag. In der Übersicht erlaubter Anbieter steht für Tiptorro.de die Erlaubnis: 30.06.2021 erteilt, Folgeerlaubnis am 27.12.2022.

Damit positioniert sich das Haus über die Erlaubnis statt über die Reichweite – für Spielende mit einem kleinen Budget kein schlechter Einstieg, weil ein Anbieter, der die Aufsicht als Argument führt, im Zweifel auch die Spielerschutzwerkzeuge sichtbarer in die Oberfläche baut als ein Haus, das sie nur gesetzlich erfüllen muss.

Betano: Bet Builder, Cash Out, Live-Streaming

Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder – mehrere Märkte eines Spiels kombinieren –, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Für Betano.de liegt die Sportwetten-Erlaubnis bei der Betkick Sportsbetting Limited: erteilt am 19.02.2021, Folgeerlaubnis am 16.12.2022.

Das Paket aus Bet Builder und Streaming ist für ein Turnier dieser Art das stimmigste der Liste. Ein Livestream im selben Fenster wie der Wettschein spart nicht nur den zweiten Bildschirm, er verkürzt auch die Zeit zwischen Ereignis und Wette auf die Dauer eines Klicks. Genau deshalb ist die Kombination ein Kostenfaktor und keine Bequemlichkeit: Wer das Spiel im Angebot des Anbieters sieht, betrachtet es mit dessen Quoten im Blick.

LeoVegas: Sportwetten seit 2024, Casino seit 2023

Hier lohnt der genaue Blick auf die Erlaubnisse, weil zwei verschiedene Dinge in einem Satz stehen. Für Leovegas.de ist die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Das sind zwei getrennte Erlaubnisse für zwei getrennte Produkte, und die eine sagt nichts über die andere.

Diese Trennung ist mehr als eine Formalie. Virtuelle Automatenspiele haben ein eigenes Werbezeitfenster und ihre eigenen Regeln; ein Sportwettenangebot, das unter demselben Markendach sitzt, ist davon nicht erfasst. Für ein Konto bedeutet das: Der Sportwettenteil unterliegt dem deutschen Wettprogramm und den deutschen Einzahlungsregeln, und wer beim gleichen Anbieter zusätzlich Automatenspiele nutzt, nutzt ein anderes Produkt mit anderen Bedingungen. Die Erlaubnis für Sportwetten ist bei diesem Haus die jüngere – wer ein Sportwettenkonto bei einem Anbieter mit langer Casino-Historie eröffnet, sollte das nicht als Sportwetten-Erfahrung auslegen.

bet365: Hillside (Europe) ENC und die schmale Trennung von Domain und Inhaber

Auf der Whitelist führt Bet365.de als Anbieter der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta; das Erstdatum der Erlaubnis ist der 09.10.2020, die Folgeerlaubnis datiert vom 27.12.2022. Die Liste hält also fest, dass der Erlaubnisinhaber eine andere Firma ist als der Markenname – das ist der Normalfall im europäischen Geschäft und für Spielende vor allem bei Beschwerden relevant, weil die Vertragspartnerfrage sich über die Firma entscheidet und nicht über das Logo.

In der Sache gehört bet365 zu den Häusern der ersten Stunde, und das zeigt sich an der Erlaubniskontinuität, nicht am Werbebudget. Wer Wert auf einen Anbieter legt, der die Verlängerung dreier Erlaubnisperioden durchlaufen hat, findet hier die längste lückenlose Historie der Liste neben ODDSET und Tipico.

Sportingbet: Konfigurator+, Live-Wetten, breite Sportartenliste

Sportingbet führt im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Erlaubnis für Sportingbet.de liegt bei der Sportingbet (Deutschland) Limited, erteilt am 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 21.12.2022.

Die Sportartenbreite ist für ein Turnier mit 104 Spielen eine Nebensache, für die Wochen danach die Hauptsache. Wer zwischen zwei Fußballtagen auf andere Wettbewerbe ausweicht, findet hier die breitere Liste – und genau dort liegt eine versteckte Kostenverschiebung: Darts und Snooker sind Sportarten mit niedrigeren Margen und anderen Modellen als ein Dreiwegespiel, und wer sein Einzahlungslimit in einem Monat mit vier Fußballspielen plus Ausweichsportarten plant, plant mit zwei verschiedenen Maßstäben. Bei einer Sportartenliste dieser Länge ist die Selbstverständlichkeit der Kontoaktivität die eigentliche Gefahr, nicht die einzelne Quote.

Erlaubnis, Rechtslage und was bei einem Anbieter ohne sie fehlt

Die Aufsicht liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale), tätig auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), beaufsichtigt den Markt und verhängt Bußgelder (§ 28a GlüStV). Die Steuer ist keine Behördenfrage der GGL, sondern Sache des Finanzamts. Die einzige Prüfung einer Erlaubnis ist die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV.

Ein Smartphone liegt mit dunklem Display neben einem leeren Papier-Wettschein und einem Stift auf einem Holztisch.
Im WM-Finale 2026 am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford (New Jersey) besiegte Spanien Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung und gewann seinen zweiten WM-Titel.

Die Whitelist als Prüfschritt, nicht als Zierde

Die Übersicht erlaubter Anbieter ist eine Liste von Domains mit Erlaubnisinhaber und Erteilungsdatum. Der Stand vom 02.10.2026 führt 30 Einträge. Wer schnell prüfen will, sieht tatsächlich schnell nach – und sollte dabei zwei Dinge beachten. Erstens: Jede gelistete Domain endet auf .de, aber eine .de-Adresse beweist nichts, weil sie jeder registrieren kann. Zweitens: Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis steht, darf Sportwetten annehmen. Ein Erlaubnisinhaber mit Slots-, Poker- oder Casino-Erlaubnissen hat damit andere Erlaubnisse mit anderen Regeln erworben – und keine davon erweitert den Sportwettenteil.

Spielerschutz jenseits des Kontos

Die Erlaubnis bringt einen Apparat mit, der kein Kontomenü ist. Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung nach § 6a GlüStV; vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist eine unspektakuläre Zahl mit spürbarer Wirkung für die ersten Tage eines neuen Kontos. Hinzu kommt die Verpflichtung zur Führung eines insolvenzgeschützten Treuhandkontos für Spielergelder: Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7 GlüStV).

Wenn die Erlaubnis fehlt: was auf dem Spiel steht

Wer bei einem Veranstalter ohne deutsche Erlaubnis spielt, verliert nicht direkt Geld, sondern den Zugriff auf die deutschen Schutzmechanismen: keine Anbindung an OASIS und LUGAS, keine Beschwerdestelle, kein deutsches Rechtsschutzverfahren. Die GGL warnt ausdrücklich vor illegalen Angeboten; die Warnung vom 17. September 2026 nannte „wie etwa Platincasino“ als Beispiel. Wer in Deutschland ohne Erlaubnis Sportwetten veranstaltet, begeht unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV.

Die zivilrechtliche Spur ist noch offen und für Spielende das eigentlich Interessante. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil ist das nicht. Ein Rückzahlungsanspruch ist niemandem versprochen, und wer einen solchen Weg erwägt, geht ihn mit einem Rechtsbeistand und nicht mit einem Versprechen aus einem Forum.

Strafrechtlich gilt: Das Veranstalten nach § 284 StGB ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bedroht, die Werbung dafür bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfahren gegen einzelne Spielende sind nicht festgestellt – das ist weder ein Freibrief noch ein Anlass zur Dramatisierung. Die Durchsetzung läuft über Verbote, Zahlungsblockaden und Netzsperren (§ 9 GlüStV).

Die ehrliche Bilanz der beiden Wege sieht so aus: Offshore hat keine Erlaubnis, keine Anbindung an OASIS und LUGAS und keine deutschen Rechtsmittel, dafür manchmal höhere Limits. Ein Whitelist-Anbieter bietet Rechtssicherheit und Spielerschutz – und verlangt dafür das Standardlimit von 1.000 € monatlich, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen vom eigenen Konto. Wer diese Liste liest und danach entscheidet, weiß, was er unterschreibt.

Häufige Fragen zu WM-Wetten in Deutschland

Wie kann man aus Deutschland auf die Fußball-Weltmeisterschaft wetten, und wo ist das erlaubt?

Erlaubt ist das nur bei Veranstaltern mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Deren Domains stehen in der amtlichen Übersicht erlaubter Anbieter; die Erlaubnisprüfung läuft dort, nicht über Werbung oder Impressum. Bei jedem dieser Anbieter gilt die Anmeldung mit einem Konto und vollständiger Verifizierung, Einsätze nur vom eigenen Zahlungskonto und ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter.

Welche Mannschaft hat die WM 2026 gewonnen, und wie ordnet man Favoritenquoten danach ein?

Spanien gewann am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford das Finale mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien und damit seinen zweiten Titel. Für Quoten ist der Rückblick nur begrenzt lehrreich: Spanien war einer von mehreren Kandidaten, nicht der designierte Favorit. Die Quote vor dem Turnier bleibt damit eine Aussage über ein offenes Feld, kein Beweis einer besseren Methode.

Darf bei lizenzierten deutschen Anbietern mit Krypto auf die WM gewettet werden?

Nein. Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Einsätze nur über ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Krypto-Angebote zu einem Turnier kommen deshalb von Veranstaltern ohne deutsche Erlaubnis – ohne Anbindung an OASIS und LUGAS und ohne deutsche Rechtsmittel.

Wie funktionieren Gratiswetten und Wettboni zur WM, und was heißt Mindestquote?

Ein Bonus der Anbieter ist an eigene Bedingungen geknüpft: Umsatzvorgabe, Frist und Mindestquote. Nur Wetten ab dieser Mindestquote zählen für den Umsatz. Der Einsatz einer Gratiswette wird bei einem Gewinn nicht mit ausgezahlt. Das GlüStV setzt keine Bonusgrenzen; Beträge und Konditionen stammen allein aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Welche Livewetten sind während eines WM-Spiels erlaubt?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil in Sportarten zulässig, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Fußball ist damit das nächste Tor spielbar. Wetten auf einzelne Punkte im Tennis oder Körbe im Basketball sind es nicht.

Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»