Sportwetten mit ecoPayz: die zehn Anbieter mit GGL-Erlaubnis im Vergleich

Updated Oktober 2026
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Die E-Wallet ist nicht der Bonus, den die Werbung verspricht. Sie ist ein Konto auf Ihren Namen, über das Sie bei einem erlaubten Anbieter einzahlen — und die beiden Wege, die sich dabei auftun, sind grundverschieden.

Ein Smartphone mit dunklem Bildschirm liegt neben einer Geldbörse und wenigen Münzen auf einem Holztisch im weichen Fensterlicht.
Die ecoPayz-Gebührenübersicht nennt für die Währungsumrechnung 5,00 % in beiden Kontostufen (Classic und Silver); die Registrierung ist kostenlos.

Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Die zehn Anbieter mit ecoPayz-Zahlweg im Überblick

Wer nach einem Wettanbieter mit ecoPayz sucht, landet schnell bei Angeboten, die „ohne OASIS“ und „ohne Verifizierung“ werben. Diese Angebote haben in Deutschland keine Erlaubnis. Wer das einmal verstanden hat, sucht nicht mehr nach dem billigsten Weg, sondern nach dem Weg, den er im Streitfall auch durchsetzen kann. Genau darum geht es auf dieser Seite.

Ein Fußball auf einem Rasenplatz im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, am Spielfeldrand eine leere Ersatzbank.
Eine Auszahlung des ecoPayz-Guthabens ist bis zu einem Jahr nach Beendigung der Kontobeziehung kostenlos; später zahlt man 50 €.

Zehn Marken tragen eine Sportwetten-Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und lassen sich in der Whitetlist-Übersicht namentlich prüfen. Jede von ihnen beschreibt ihre Zahlungswege in ihren eigenen Bedingungen — und dort steht, welche Einzahlungsmethoden zugelassen sind. Die folgende Übersicht ordnet sie nach Erlaubnisstatus und Erlaubnisdauer ein.

Marke GGL-Whitelist: Inhaberin der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Tipico Tipico Co. Limited 09.10.2020
DAZN Bet DZBT Operations Limited 22.08.2023
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Tipwin Tipwin Limited 27.12.2022
Interwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020

Zwei Dinge sagt diese Tabelle nicht. Zum einen nennt die Whitelist nur Erlaubnisdaten, kein Ablaufdatum — eine Marke mit Erlaubnis von 2020 steht dort also nicht „länger“ als eine von 2023; die erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, und was danach kommt, steht nicht in der Liste. Zum anderen ist die Inhaberin der Erlaubnis fast nie die Marke, die der Spieler im Browser sieht. Eine maltesische oder deutsche Limited hält die Erlaubnis, die Domain ist nur die Adresse, an der das Angebot läuft. Wer prüfen will, ob ein Anbieter wirklich erlaubt ist, muss diese Unterscheidung treffen können: Die Liste führt Domains unter der jeweiligen Sportwetten-Erlaubnis, und nur die dort genannte Domain darf Sportwetten anbieten. Eine .de-Endung beweist dabei nichts — jeder kann sie registrieren.

Die Auswahl an Marken ist breiter, als diese zehn vermuten lassen. Die Whitelist-Übersicht vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Wer hier nicht auftaucht, hat keine deutsche Erlaubnis — auch wenn er eine maltesische, curaçaoische oder anjouanische Lizenz vorweisen kann. Die hat in Deutschland keine Bedeutung.

Was eine E-Wallet beim Sportwetten-Zahlweg leistet

Eine E-Wallet sitzt zwischen Bankkonto und Wettkonto. Sie ist damit ein zusätzlicher Schritt, kein Abkürzung. Wer diesen Schritt geht, tut es aus einem von drei Gründen: Diskretion auf dem Kontoauszug, Geschwindigkeit bei der Auszahlung, oder die Möglichkeit, mehrere Wettkonten aus einem Guthaben zu bedienen. Jeder dieser Gründe hat einen Preis, und der Preis steht in den Bedingungen der Wallet, nicht in denen des Wettanbieters.

Ein Stadion unter Flutlicht aus der Ferne gesehen, davor eine dunkle Straße mit Laternen und ohne Menschen.
In den Nutzungsbedingungen gibt EcoPayz Georgia LLC an, von der Kutaisi Hualing Free Industrial Zone reguliert zu werden, mit der Lizenznummer 0110/481.

Die rechtliche Grundlage ist dabei nicht die Wallet, sondern das Konto dahinter. Nach § 6b Abs. 4 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 dürfen Einzahlungen bei einem erlaubten deutschen Anbieter nur von einem Zahlungskonto kommen, das auf den Namen des Spielers lautet, und zwar bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Wettmarkt heraushält — und es ist derselbe Mechanismus, der eine E-Wallet ins Spiel bringt, die auf den eigenen Namen registriert ist.

EcoPayz selbst ist kein deutscher Zahlungsdienstleister. Nach den Nutzungsbedingungen ist EcoPayz Georgia LLC der Anbieter, eingetragen in Georgien unter der Firmennummer 406318916, mit Sitz in der Avtomshenebeli Street Nr. 88 in Kutaisi. Die Registrierung ist kostenlos. Das Guthaben liegt damit außerhalb der deutschen Aufsicht — was für den Zahlweg selbst kein Problem ist, solange der Wettanbieter die eigene Namensbindung durchsetzt, für die Streitfrage aber schon.

Einzahlungen bei DAZN Bet etwa sind ohne Bearbeitungsgebühren möglich; die verwendeten Zahlungsmethoden müssen aber auf den eigenen Namen registriert sein, sonst kann das Konto gesperrt werden. Bei ODDSET sind Einzahlungen unter anderem per Debit- und Kreditkarte, Maestro, Mastercard, PayPal, paysafecard und Visa möglich, und Gewinne lassen sich nur auf eine verifizierte Zahlungsmethode auszahlen. Der Geldfluss ist also nicht beliebig: Er muss rückwärts dieselbe Strecke nehmen, die er vorwärts genommen hat.

Was die Wallet selbst kostet, ist ein separates Thema — und das nächste.

Wie die Kosten der Wallet sich über die Saison summieren

Zwei Sätze aus der Gebührenübersicht, die man kennen muss. Für die Währungsumrechnung nennt ecoPayz in beiden Kontostufen — Classic und Silver — 5,00 %. Registrierung ist kostenlos. Und ein Transfer von einem ecoPayz-Konto auf ein anderes ecoPayz-Konto kostet den Absender in der Stufe Silver 2,50 %, mindestens 0,50 €; Zahlungen von und an ecoPayz-Händler sind kostenlos.

Der Einzahlungsweg zum Wettanbieter fällt in aller Regel unter die kostenlosen Händlerzahlungen. Der teure Teil ist der Transfer zwischen zwei Wallet-Konten — und der Währungsschnitt, sobald Euro auf eine Kontoführung in anderer Währung treffen. Wer sein Wettguthaben in Euro führt und in Euro einzahlt, sieht von den 5,00 % nichts. Wer in Dollar oder Pfund unterwegs ist, zahlt sie bei jedem Umtausch.

Der Vergleich mit dem Bonus ist hier aufschlussreich. Ein Einzahlungsbonus, der die erste Einzahlung verdoppelt, klingt großzügiger als fünf Prozent auf einen Umtausch. Nur steht beim einen ein Umsatzerfordernis im Kleingedruckten und beim anderen keines. Die fünf Prozent sind genau das, was dasteht.

Wenn das Wallet-Konto jahrelang unbenutzt bleibt

Zwei Regeln aus den Nutzungsbedingungen, die selten gelesen werden, bis sie greifen. Beträgt das gesamte Guthaben 15 € oder weniger und hat mindestens ein Jahr lang weder ein Login noch eine Transaktion stattgefunden, kann das Guthaben vollständig als Gebühr einbehalten werden. Liegt das Guthaben über 15 €, werden ab dem ersten Jahrestag 15 € pro Jahr berechnet.

Und die Auszahlung des Guthabens selbst: Bis zu einem Jahr nach Beendigung der Kontobeziehung ist sie kostenlos. Wer später als ein Jahr nach der Beendigung auszahlen möchte, zahlt 50 €.

Ein Beispiel, wie sich das für einen Gelegenheitsspieler auswirkt. Wer nach einer Bundesliga-Saison 40 € im Wallet liegen lässt und den Zugang vergisst, zahlt im ersten Folgejahr 15 € Inaktivitätsgebühr, im zweiten weitere 15 €, und nach sechs, sieben Jahren ist das Guthaben weg, ohne dass je gewettet wurde. Wer das Geld ohnehin im deutschen Bankkonto führt, hat das Problem nicht. Kleine Guthaben in einer E-Wallet sind eine Wette gegen die eigene Vergesslichkeit.

Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Die Frage nach einem Wettanbieter „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ ist eine Frage nach einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Es gibt keinen anderen Weg, an dem beides zusammenkommt. Wer ohne OASIS werben kann, muss außerhalb des GlüStV stehen, denn ein erlaubter Anbieter ist verpflichtet, OASIS abzufragen und in die LUGAS-Limitdatei zu melden. Das ist keine Auslegung, sondern der Aufbau des Systems.

Die zuständige Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV und überwacht den Markt samt Bußgeld nach § 28a. Die Steuer dagegen ist Sache des Finanzamts, nicht der Behörde. Der einzige belastbare Test für eine Erlaubnis bleibt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 — eine Domain ohne Eintrag dort ist kein erlaubtes Sportwetten-Angebot.

Die Behörde warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten; sie tat das am 17. September 2026 mit dem Beispiel Platincasino. Wer eine Warnung mit dem Namen eines Anbieters liest, sollte sie ernst nehmen.

Was überhaupt gewettet werden darf, ist enger als bei den meisten Auslandsanbietern. Erlaubt sind Festquotewetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombiwette nach § 21 Abs. 1, und nur die Wettarten, die die Behörde zugelassen hat — das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5. Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 nur eingeschränkt möglich: während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist damit zulässig, der nächste Satz im Tennis auch, der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nicht.

Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Und E-Sport: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist — ein erlaubtes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Ein Anbieter, der damit wirbt, wirbt mit einem Geschäft ohne Erlaubnis.

Warum „ohne Verifizierung“ kein Vorteil ist

Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Danach ist ein vollständig verifiziertes Konto Pflicht, ein Konto pro Anbieter. Das ist der Grund, warum „ohne Verifizierung“ auf dem deutschen Markt nicht existiert: Es ist eine Werbeaussage über eine Rechtsordnung, die nicht die hiesige ist.

Der Umweg über einen nicht erlaubten Anbieter ist juristisch ungemütlicher, als die Werbung nahelegt. Das Veranstalten von Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV und strafbar nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür nach § 285 StGB mit bis zu einem Jahr. Für die Teilnahme selbst gilt § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe — systematische Verfahren gegen einzelne Spieler sind nicht bekannt, und daraus folgt weder ein Freibrief noch eine Drohkulisse. Dramatisieren hilft hier niemandem.

Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt.

Man sollte daraus keine Ansprüche ableiten. Ein Urteil ist kein Automatismus, und niemand hat dem Spieler eine Rückzahlung zugesagt. Die praktische Konsequenz liegt auf einer anderen Ebene: Bei einem erlaubten Anbieter gibt es einen Regulierer, eine Schiedsstelle, ein Sperrsystem und ein vertragliches Gegenüber in Deutschland. Bei einem nicht erlaubten gibt es nichts davon.

Und die Sportwettensteuer differenziert nicht. Nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt die Sportwettensteuer 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17, 18 — das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 / 105,3), und zwar gerechnet 5,3 geteilt durch 105,3. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler, nach § 19. Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet er selbst; dazu steht etwas nur in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Und sie gilt auch für Anbieter ohne Erlaubnis: Eine bezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Schutzregeln und was Wallet-Zahlungen dazu beitragen

Die Schutzregeln des GlüStV gelten für erlaubte Anbieter — und damit für alle zehn Marken in der Übersicht oben. Sie gelten nicht für Angebote ohne Erlaubnis. Das ist der Unterschied, den die Werbung „ohne OASIS“ verschweigt.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren zulässig (§ 4 Abs. 3). Die Sicherheit für den Leser entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Dateien. Nach § 6c Abs. 1 gilt ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler — aber nur auf nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei untersagt. Das führt dazu, dass ein zweites Konto neben dem bestehenden nicht funktioniert.

OASIS ist nach §§ 8, 8a das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird. Wer sich selbst sperrt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; nennt er keinen, mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.

Die Sportwetten-Fassung des GlüStV kennt keine Kappung eines Bonus. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen ausschließlich in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer also nach einer gesetzlichen Regulierung eines Einzahlungsbonus sucht, findet sie nicht.

Was hat das mit Wallet-Zahlungen zu tun? Weniger, als man denkt — und manchmal mehr, als gut ist. Ein Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat kontrolliert nicht, wie viel Geld in der Wallet liegt. Wer 2.000 € ins Wallet lädt und davon in Raten einzahlt, hat die Grenze nicht umgangen, weil die Grenze am Wettkonto greift und nicht am Wallet. Andersherum gilt: Eine Wallet, die auf den eigenen Namen läuft, passt zum System. Eine, die auf einen anderen Namen läuft, passt zu keinem erlaubten Anbieter — und führt bei DAZN Bet zur Kontosperrung, wie die Einzahlungsbedingungen dieses Anbieters festhalten.

Wo ein Spieler sich Hilfe holt

Die Sperre über OASIS ist der stärkste Hebel und wirkt anbieterübergreifend. Wer sich sperren lässt, sperrt sich nicht bei einer Marke, sondern für den erlaubten Markt in Deutschland. Vor einer Aufhebung sollten Spieler die Wartezeit kennen: mindestens drei Monate bei genannten Zeitraum, sonst mindestens ein Jahr.

Für ein Gespräch außerhalb der Anbieter gibt es die Beratungsstellen der Länder, und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt ein telefonisches Beratungsangebot. Diese Stellen arbeiten unabhängig von den Wettanbietern und von deren Werbebudgets, was in diesem Markt kein Nebensatz ist.

Bei einem nicht erlaubten Anbieter gibt es keinen dieser Wege. Ein Spieler, der sich dort sperren lassen will, kann das nur beim Betreiber selbst beantragen, und der Betreiber ist nicht verpflichtet, in OASIS zu melden. Diese Sperre ist also eine Bitte, keine technische Sperre.

Der Panikbutton und warum er zum Zahlweg gehört

Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 blockiert das Konto sofort für 24 Stunden. Wer ihn drückt, kann in dieser Zeit nicht einzahlen und nicht wetten. Er ist damit das kurzfristige Gegenstück zur langfristigen OASIS-Sperre.

Er hat eine Eigenschaft, die man vorher kennen muss: Er greift am Wettkonto, nicht an der Wallet. Wer sein Guthaben über ecoPayz führt, kann in den 24 Stunden kein Geld einzahlen — aber auch kein Guthaben abziehen, wenn er es nicht vorher auf das Wettkonto übertragen hat. Für einen Spieler, der sein Wettguthaben im Wallet parkt, ist diese Trennung die wichtigste praktische Lehre aus der Schutzarchitektur.

Willkommensbonus und Freebets beim Wallet-Zahlweg

Fast jeder erlaubte Anbieter nennt einen Willkommensbonus. Die wenigsten sagen in der ersten Zeile, wer ihn mit einem Zahlungsausschluss belegt. Einige Anbieter nehmen einzelne Zahlungsmethoden von der Bonusberechtigung aus, weil die Marge oder die Rückverfolgbarkeit nicht passt; wer mit einer E-Wallet einzahlt und dann überrascht feststellt, dass die Einzahlung nicht als qualifizierend zählt, hat das Kleingedruckte nicht gelesen. Welche Methoden eine Marke ausschließt, steht in deren Bedingungen — und nur dort.

Zwei Bedingungen kehren bei fast jedem Angebot wieder. Die Umsatzbedingung bestimmt, wie oft der Betrag, den der Anbieter als Basis nimmt, vor einer Auszahlung eingesetzt werden muss. Die Mindestquote bestimmt, welche Wettscheine dabei überhaupt zählen. Kleine Quoten sind bequem und zählen oft nicht.

Ein Beispiel für ein Angebot, das die Umsatzbedingung fast streicht: Bei Winamax verdoppelt das Willkommensangebot die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung allerdings einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 €, bei einer Mindestquote von 1,05. Cashout-Wetten und stornierte Wetten zählen nicht zur Umsetzung. Zeitliche Bedingungen nennt Winamax darüber hinaus nicht. Das Angebot gilt einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankkarte oder Bankkonto.

Ein Beispiel für das andere Ende: Bei Tipwin beträgt der Sportwetten-Willkommensbonus 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €. Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 zählen mit.

Zwischen diesen beiden liegen Welten, und die Differenz ist keine Marketingfrage. Der Winamax-Weg verlangt, dass 100 € einmal auf einer Quote ab 1,05 durchlaufen. Der Tipwin-Weg verlangt, dass 200 € siebenmal — also 1.400 € — auf Quoten ab 1,80 durchlaufen, und dabei pro Wettschein höchstens 100 € zählen. Wer den Einsatz pro Wettschein klein hält, braucht entsprechend viele Wettscheine.

Die Risikoseite dieser Rechnung hängt am Markt. Der Quotenschlüssel eines Marktes — die Auszahlungsquote — liegt unter 100 %, weil die Buchmachermarge darin steckt. Jeder Umsatz durchläuft diese Marge. Bei einem Markt mit einem Quotenschlüssel von 95 % kostet jeder Euro Umsatz im Erwartungswert fünf Cent, und 1.400 € Umsatz damit rund 70 € — eine Größenordnung, die man kennen sollte, bevor man einen 100-€-Bonus als Geschenk verbucht. Die genaue Marge des Marktes, in dem ein Leser tatsächlich umsetzt, steht nirgends zentral; sie ergibt sich aus den Quoten des jeweiligen Marktes.

Der Fairness halber: Ein Angebot ohne Umsatzbedingung auf die Freebets ist nicht automatisch das bessere. Die Freebet-Stake wird bei einem Gewinn in der Regel nicht mit ausgezahlt. Der Wert einer Freebet liegt damit unter ihrem Nennwert, und zwar umso stärker, je niedriger die Quote ist.

Und die Bonusberechtigung selbst ist an den Zahlweg gebunden — manchmal ausgeschlossen, manchmal eingeschränkt. Bei Winamax gilt das Angebot ausdrücklich einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankkarte oder Bankkonto; eine Umgehung über eine zweite Karte im selben Haushalt ist damit nicht möglich.

Welche Zahlarten vom Bonus ausgenommen werden können

Bedingungen der Form „Einzahlungen per E-Wallet sind vom Bonus ausgeschlossen“ sind im deutschen Markt üblich, aber sie stehen in den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters und nicht in einer sammelnden Quelle. Wer mit ecoPayz in einen Bonus einzahlen will, muss zwei Stellen lesen: die Zahlungsmethoden des Anbieters, um zu wissen, ob die Methode zugelassen ist, und die Bonusteile derselben Bedingungen, um zu wissen, ob sie als qualifizierend gilt.

Die Reihenfolge ist wichtig. Erst lesen, dann einzahlen. Einen Willkommensbonus nach der Einzahlung zu reklamieren ist deutlich schwieriger, als ihn vor der Einzahlung zu prüfen.

Was bleibt festzuhalten: Der GlüStV regelt keinen Bonus. Werbetreibende dürfen nur Erlaubnisinhaber sein (§ 5 Abs. 7), und das Verbot von 06:00 bis 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gelten andere Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Ein Werbespot, der einen aktiven Profi zeigt, ist damit kein Versehen, sondern ein Regelverstoß.

Zahlen, Auszahlen und wie lange es dauert

Die Untergrenze setzt der Anbieter, nicht die Wallet. Bei AdmiralBet beträgt die Mindesteinzahlung laut Allgemeinen Geschäftsbedingungen je nach Zahlungsmethode 5 € oder 10 € — ein Unterschied, der bei einem Spieler mit kleinem Budget mehr ausmacht als bei einem mit einem Fünfer pro Woche. Einzahlungen können dort erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden.

Die Fünf-Euro-Frage, die viele Suchanfragen stellen, führt zwei Antworten zusammen: Die Einzahlung kann klein sein, aber die kleinste Auszahlung ist meist größer. Bei Sportingbet liegt der Mindestbetrag für eine Auszahlung von Gewinnen bei 10 €. Per Debit- oder Kreditkarte braucht sie 2 bis 4 Werktage, per E-Wallet — etwa PayPal, Skrill oder NETELLER — innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung 3 bis 5 Werktage. Bearbeitungsgebühren erhebt Sportingbet nicht.

AdmiralBet zahlt nur über dieselbe Zahlungsmethode aus, mit der eingezahlt wurde. Das ist die Rückweg-Regel, und sie bestimmt, ob eine E-Wallet nützlich ist oder nicht. Wer mit ecoPayz einzahlt, bekommt auch per ecoPayz ausbezahlt — und sieht dann die Wallet-Gebühren auf der Rückstrecke, falls zwischen den Währungen umgerechnet wird. Wer stattdessen mit Karte einzahlt, bekommt auf die Karte zurück und spart die Wallet-Regeln; ein Muster, das sich für Spieler ohne grenzüberschreitende Zahlungen fast immer rechnet. AdmiralBet versucht, Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen zu bearbeiten, vorausgesetzt die Identität des Spielers ist verifiziert.

Bei ODDSET setzt eine Auszahlung von Gewinnen ein vollständig verifiziertes Spielerkonto voraus und dass alle eingezahlten Beträge mindestens einmal umgesetzt wurden. Gewinnauszahlungen von mehr als 15.000 € erfolgen in der Regel nur per Banküberweisung. Bei einem solchen Anbieter ist die E-Wallet für den Normalbetrieb brauchbar und für den großen Gewinn irrelevant. Wer sie trotzdem nutzt, sollte wissen, wohin der große Fall läuft.

Und dann ist da eine Gebühr, die man einem Anbieter nicht ansieht. ODDSET erhebt laut Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % — den Quotenabschlag — auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette. Der Bruttogewinn entsteht aus Einsatz und Quote; erst der Nettogewinn nach Abzug dieser 5 % geht in die Auszahlung. Bei einer Wette mit 50 € Einsatz auf eine Quote von 3,20 ergibt sich ein Bruttogewinn von 50 € × (3,20 − 1) = 110 €; nach dem Abschlag sind es 104,50 €. Was passiert, wenn 5 % des Bruttogewinns auf einen Einsatz pro Wette angehoben werden, der geringer ist als der Abschlag pro Wette, steht nicht in den Bedingungen.

Dasselbe Muster findet sich in den Interwetten-Sportsbook-Regeln. Nach Nr. 4.2 der Regeln in der Fassung 1.1 mit Stand vom 29.05.2024 wird im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3%igen Quotenabschlag reduziert. Bemerkenswert ist, dass die Regeln die Wettsteuer damit anders beschreiben als die Seite „Besteuerung von Sportwetten“ desselben Anbieters, die einen Einbehalt vom Gewinn nennt. Eine Wette mit 100 € Einsatz auf eine Quote von 2,00 bringt brutto 100 € Gewinn; nach dem Quotenabschlag von 5,3 % bleiben 94,70 €. Ein Spieler, der die Steuer für eingepreist hält, sollte lieber die Regeln lesen als die Marketingseite.

Für die Steuer selbst gilt: Nach §§ 17, 18 RennwLottG beträgt sie 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter. Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet er selbst.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Zehn Marken, zehn Profile. Die Reihenfolge ist die Reihenfolge der Übersicht oben und keine Rangfolge. Was hier steht, sind die Bedingungen, die der jeweilige Anbieter selbst nennt — und die eine oder andere Schlussfolgerung, die sich daraus ziehen lässt.

Winamax: die Erlaubnis von 2021 und das Angebot ohne Freebet-Umsatz

Winamax hält eine Sportwetten-Erlaubnis für die Whitelist-Domain Winamax.de; Inhaberin ist die WINAMAX (Société anonyme). Die erste Erlaubnis datiert auf den 29.06.2021, eine Folgeerlaubnis auf den 08.12.2022. Damit gehört Winamax zu den Marken, die seit der ersten Erlaubniswelle des Jahres 2020 dabei sind — wenn auch nicht aus der ersten Runde.

Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 €, bei einer Mindestquote von 1,05. Cashout-Wetten und stornierte Wetten zählen nicht. Zeitliche Bedingungen nennt Winamax darüber hinaus nicht. Das Angebot gilt einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankkarte oder Bankkonto.

Diese Bedingungen sind auf dem deutschen Markt ungewöhnlich locker. Die Obergrenze von 100 € auf die Umsetzung der Einzahlung nimmt dem Angebot die lange Warteschleife, und die Mindestquote von 1,05 ist so niedrig, dass fast jeder Wettschein sie erfüllt. Wer ein Angebot mit 1,80-Mindestquote gewohnt ist, erkennt den Unterschied sofort. Der Freebet-Wert liegt trotzdem unter 100 €, weil die Freebet-Stake bei einem Gewinn nicht mit ausgezahlt wird — aber die Hürde ist eine der kleinsten in dieser Liste.

Sportingbet: ein Zahlweg, der schnell ist, wenn er der richtige ist

Sportingbet trägt eine Erlaubnis für Sportingbet.de; Inhaberin ist Sportingbet (Deutschland) Limited, erste Erlaubnis vom 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 21.12.2022.

Beim Auszahlungstempo setzt Sportingbet einen klaren Kontrast innerhalb des eigenen Hauses. Per Debit- oder Kreditkarte dauert eine Auszahlung 2 bis 4 Werktage, per E-Wallet — etwa PayPal, Skrill oder NETELLER — innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung 3 bis 5 Werktage. Bearbeitungsgebühren fallen nicht an, und der Mindestbetrag für eine Auszahlung liegt bei 10 €.

Diese 8 Stunden sind der eigentliche Grund, eine E-Wallet überhaupt zu erwägen. Gegenüber 3 bis 5 Werktagen beim Bankweg ist das kein Nuance, sondern der Unterschied zwischen „das Geld ist wieder da“ und „die Woche ist herum“. Wer eine Wallet ohnehin führt, bekommt hier den vollen Nutzen. Wer sie nur für den Bonus erwägt, bekommt nichts, was ein Bankkonto nicht auch könnte — nur schneller.

ODDSET: die 5 % auf den Bruttogewinn

ODDSET hat eine Erlaubnis für Oddset.de; Inhaberin ist die Oddset Sportwetten GmbH, erste Erlaubnis vom 18.11.2020, Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Der staatliche Hintergrund ist in der Marke sichtbar.

Bei den Zahlungswegen nennt ODDSET Einzahlungen unter anderem per Debit- und Kreditkarte, Maestro, Mastercard, PayPal, paysafecard und Visa; Gewinne lassen sich nur auf eine verifizierte Zahlungsmethode auszahlen. Eine Auszahlung setzt ein vollständig verifiziertes Spielerkonto voraus und dass alle eingezahlten Beträge mindestens einmal umgesetzt wurden. Gewinnauszahlungen über 15.000 € laufen in der Regel nur per Banküberweisung.

Der auffälligste Posten steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen: Bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland erhebt ODDSET eine Gebühr von 5 % — den Quotenabschlag — auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette. Nach Abzug dieser Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. Das ist keine versteckte Steuer, sondern eine offen benannte Gebühr, und sie ändert den Charakter des Angebots: Bei einer Quote von 3,20 und 50 € Einsatz bleiben 104,50 € statt 110 €. Ein Spieler, der über mehrere hundert Wetten pro Jahr auf ähnliche Quoten kommt, merkt diese fünf Prozent deutlicher als die Wallet-Gebühren, über die er nachdenkt.

888sport: die Börsennotierung als Stabilitätssignal

888sport hat eine Erlaubnis für 888sport; Inhaberin ist 888 Germany Limited, erste Erlaubnis vom 30.06.2021, Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.

Zur Unternehmensseite ist eine Tatsache dokumentiert, die bei den anderen neun Marken nicht in dieser Form vorliegt: Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört, und die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.

Eine Börsennotierung ist kein Bonus und kein Zahlweg. Sie ist aber ein Punkt in einer Spalte, die in diesem Vergleich sonst dünn bleibt: Wer wissen will, mit wem er es zu tun hat, kann bei einem börsennotierten Haus den Jahresbericht lesen. Bei einer Limited mit Sitz in Malta gibt es das nicht. Für einen Spieler, der nicht nach Quoten, sondern nach Gegenparteirisiko auswählt, ist das ein handfestes Argument — und für einen Spieler, der nach maximaler Quote sucht, ein völlig irrelevantes.

bet-at-home: seit 2020 dabei, mit vier Erlaubnissen

bet-at-home trägt eine Erlaubnis für Bet-at-home.de; in der Whitelist-Übersicht ist als Betreiberin die Bet-at-home.com Internet Limited geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022.

Die Erlaubnisstruktur ist hier der interessante Punkt. Dasselbe Unternehmen hält zwei verschiedene Erlaubnisse in einer Liste — eine für Sportwetten, eine für virtuelle Automatenspiele. Das ist nicht dasselbe Angebot und nicht dasselbe Regelwerk. Eine Casino-Erlaubnis sagt nichts über das Sportwetten-Angebot einer Marke, und umgekehrt; die Whitelist führt beides, aber unter getrennten Erlaubnissen mit getrennten Regeln. Wer die Liste liest, muss genau hinsehen, welche Zeile er vor sich hat.

Tipico: eine Limited aus Malta und ein laufendes Verfahren

Tipico hat eine Erlaubnis für Tipico.de; Inhaberin ist die Tipico Co. Limited, erste Erlaubnis vom 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 09.12.2022. Das Unternehmen sitzt im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet.

Der Name steht in diesem Vergleich noch aus einem zweiten Grund. Genau Tipico ist die Beklagte in dem Verfahren, das dem Europäischen Gerichtshof vorliegt: Der Kläger fordert mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück, und die Frage nach der Nichtigkeit von Verträgen mit nicht erlaubten Anbietern ist offen (Az. I ZR 90/23). Für die aktuelle Erlaubnis des Anbieters ändert das nichts — die bezieht sich auf einen Zeitraum, in dem das Unternehmen keine deutsche Erlaubnis hatte. Wer die Geschichte der Marke in die Bewertung einbezieht, sollte diese Unterscheidung treffen.

DAZN Bet: die jüngste Erlaubnis im Feld

DAZN Bet hat eine Erlaubnis für DAZN Bet; Inhaberin ist die DZBT Operations Limited, erste Erlaubnis vom 22.08.2023. Damit ist DAZN Bet die jüngste Marke in dieser Übersicht — mit Abstand, denn die übrigen liegen zwischen Oktober 2020 und Juni 2021.

Für Einzahlungen erhebt DAZN Bet keine Bearbeitungsgebühren. Die verwendeten Zahlungsmethoden müssen aber auf den eigenen Namen des Kunden registriert sein; bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden. Diese Regel ist in § 6b Abs. 4 GlüStV ohnehin verankert, wird hier aber ausdrücklich als Sperrgrund benannt — und das ist der praxisrelevante Teil. Wer eine Wallet eines Familienmitglieds nutzen will, riskiert nicht nur die Rückbuchung, sondern das Konto.

Dass die Erlaubnis von 2023 stammt, ist weder Vor- noch Nachteil. Die erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist nennt kein Ablaufdatum. Ein Spieler, der aus dem Erlaubnisdatum irgendetwas über die Stabilität der Marke ableitet, leitet aus dem Falschen ab.

AdmiralBet: Auszahlung nur auf den Rückweg der Einzahlung

AdmiralBet hat eine Erlaubnis für Admiralbet.de; Inhaberin ist die Greentube Betting Malta Limited, erste Erlaubnis vom 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und vom 29.07.2024.

Bei den Zahlungen nennt AdmiralBet eine Mindesteinzahlung von 5 € oder 10 € je nach Zahlungsmethode. Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Auszahlungen erfolgen nur über dieselbe Zahlungsmethode oder dieselben Zahlungsmethoden wie die Einzahlung. Das Unternehmen versucht, Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen zu bearbeiten, vorausgesetzt die Identität des Spielers ist verifiziert.

Die Rückweg-Regel ist der Punkt, an dem sich die Entscheidung für oder gegen eine E-Wallet entscheidet. Wer mit ecoPayz einzahlt, muss mit ecoPayz auszahlen lassen — es gibt keine Wahl. Bei einem Spieler, der seine Quoten nach dem Geld sucht und ihm nachjagt, macht dieser Weg absolut Sinn: 5 € einzahlen, 10 € Mindestauszahlung, dieselbe Methode zurück, keine Diskussion. Bei einem Spieler, der ein Problem mit der Übersicht über sein Spiel hat, ist dieselbe Regel ein Bremsklotz. Wer sein Wettguthaben nur mit Mühe und über eine Zwischenstation zurückbekommt, schiebt die Entscheidung auf. Das ist kein Argument gegen AdmiralBet — es ist ein Argument dafür, den Zahlweg nach dem eigenen Verhalten zu wählen und nicht nach der Bequemlichkeit des Moments.

Tipwin: siebenmal 200 € auf Quoten ab 1,80

Tipwin hat eine Erlaubnis für Tipwin.de; Inhaberin ist die Tipwin Limited, erste Erlaubnis vom 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 27.12.2022 und vom 09.01.2024.

Das Willkommensangebot ist hier das anspruchsvollste im Feld: 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €. Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 zählen mit.

Rechnen wir das aus, soweit es sich rechnen lässt. Aus 100 € Einzahlung und 100 € Bonus entsteht eine Basis von 200 €, die siebenmal umgesetzt werden muss — das sind 1.400 € Umsatz. Wenn pro Wettschein höchstens 100 € zählen, braucht es dafür mindestens 14 Wettscheine, jeden mit einer Quote ab 1,80. Das ist kein Bonus, das ist ein Programm. Wer ohnehin viel und häufig auf Quoten über 1,80 wettet, kommt durch. Wer einen 10-€-Einsatz pro Woche gewohnt ist, wird es nicht.

Die Mindestquote von 1,80 ist dabei nicht der harte Teil der Rechnung — sie ist die Bremse für Spieler mit Vorliebe für Favoritenquoten. Der harte Teil ist die Zahl der Wettscheine, denn sie bestimmt den Zeitraum, in dem das Geld gebunden ist.

Interwetten: der Quotenabschlag und die widersprüchliche Steuerseite

Interwetten hat eine Erlaubnis für Interwetten.de; Inhaberin ist die Interwetten Gaming Limited, erste Erlaubnis vom 02.11.2020, Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.

Der Punkt, den man bei diesem Anbieter kennen muss, steht in den Sportsbook-Regeln: Nach Nr. 4.2 der Regeln in der Fassung 1.1 mit Stand vom 29.05.2024 wird im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3%igen Quotenabschlag reduziert. Die Regeln beschreiben die Wettsteuer damit anders als die Seite „Besteuerung von Sportwetten“ desselben Hauses, die von einem Einbehalt vom Gewinn spricht.

Diese Divergenz ist der eigentliche Befund. Zwei Dokumente desselben Anbieters beschreiben dieselbe Belastung unterschiedlich, und nur eines davon ist die Rechtsgrundlage für den einzelnen Wettschein. Wer die Steuer für eingepreist hält und deshalb die Regeln nicht liest, hat die Rechnung nicht gemacht: Bei 100 € Einsatz auf eine Quote von 2,00 bleiben nach dem Abschlag von 5,3 % auf den Bruttogewinn 94,70 €. Der Abschlag auf den Gewinn ist bei Quoten knapp über 2,00 fast doppelt so hoch wie der auf den Einsatz bezogene Steuersatz. Das ist keine Kleinigkeit für einen Spieler, der mit vielen Wetten arbeitet.

Häufige Fragen zu ecoPayz und Sportwetten

Wie funktioniert eine Einzahlung mit ecoPayz bei einem deutschen Wettanbieter?

Der Ablauf ist immer gleich: Sie laden Ihr ecoPayz-Konto und zahlen dann aus diesem Guthaben auf das Wettkonto ein. Entscheidend ist dabei weniger die Wallet als das Konto dahinter — die Einzahlung muss nach § 6b Abs. 4 GlüStV von einem Konto kommen, das auf Ihren Namen lautet. Bei DAZN Bet etwa wird eine fremde Zahlungsmethode ausdrücklich als Sperrgrund genannt. Ob Ihre Zahlungsmethode überhaupt zugelassen ist, steht in den Zahlungsbedingungen des jeweiligen Anbieters.

Wie prüfe ich, ob ein Wettanbieter in Deutschland erlaubt ist?

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist der einzige belastbare Test nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie finden dort die Domain, unter der ein Anbieter Sportwetten anbieten darf, und die Inhaberin der Erlaubnis. Der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge aus, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Endung allein sagt nichts: Eine curaçaoische, anjouanische oder maltesische Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung.

Welche Gebühren fallen bei ecoPayz an, und worauf muss ich achten?

Die Gebührenübersicht nennt für die Währungsumrechnung 5,00 % in beiden Kontostufen, Classic und Silver; die Registrierung ist kostenlos. Ein Transfer auf ein anderes ecoPayz-Konto kostet in der Stufe Silver 2,50 %, mindestens 0,50 €, während Zahlungen von und an ecoPayz-Händler kostenlos sind. Bei längerer Untätigkeit droht der Einbehalt des Guthabens. Wer in Euro einzahlt, spürt von den fünf Prozent nichts.

Was bedeuten Angebote, die „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ werben?

Genau das, was dasteht: keine deutsche Erlaubnis. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, LUGAS die Limit- und Aktivitätsdatei, über die das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat nach § 6c Abs. 1 durchgesetzt wird. Ein erlaubter Anbieter muss beides prüfen. Wer damit wirbt, es nicht zu tun, unterliegt nicht dem GlüStV — und damit auch keinem seiner Schutzmechanismen.

Wie wirkt sich die Zahlart auf Bonus, Umsatzbedingungen und Mindestquote aus?

Die Zahlart kann über die Bonusberechtigung entscheiden, denn manche Anbieter nehmen einzelne Methoden vom Willkommensangebot aus; das steht in den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Umsatzbedingungen und Mindestquote sind reine Vertragsbedingungen: Bei Tipwin müssen Einzahlung und Bonus siebenmal auf Quoten ab 1,80 umgesetzt werden, während Winamax für seine Freebets keine Umsatzbedingung stellt. Der GlüStV reguliert keinen Bonus.

Wie berechnet sich die Auszahlung, und was macht die Sportwettensteuer von 5,3 %?

Der Rückfluss einer gewonnenen Einzelwette folgt Einsatz × Quote; der Gewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Legs zu einem Preis. Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 17, 18 RennwLottG 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und ist nach § 19 vom Veranstalter geschuldet. Ob er sie weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen.

Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»