Online auf Cricket wetten – die zehn geprüften Anbieter im Vergleich
Stand: 30. Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und die dort geführten Erlaubnisinhaber.

Cricket ist in Deutschland eine kleine Sportart mit einem großen Problem für Wettende: Es gibt nur eine Handvoll Anbieter, die überhaupt Partien dieses Sports im Programm führen, und wer auf gut Glück bei einem beliebigen Buchmacher einsteigt, landet häufig auf einer Seite ohne deutsche Erlaubnis. Die Versuchung ist nachvollziehbar — auf einer indischen Twenty20-Liga sind die Märkte international tiefer, die Quoten enger, die Live-Angebote reichhaltiger. Nur hilft davon nichts, wenn sich am Ende niemand für die Auszahlung zuständig fühlt. Die zehn Plattformen, die auf den folgenden Abschnitten im Einzelnen besprochen werden, halten alle eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis; ob eine davon Cricket anbietet, steht auf einem anderen Blatt, und dieser Unterschied ist der teuerste Irrtum dieser Sportart.
Der zweite Irrtum sitzt tiefer. Cricket wird oft als eine einzige Sportart mit festem Spielplan gedacht. Es sind drei Formate mit drei verschiedenen Spielzeiten, drei verschiedenen Quotenprofilen und drei verschiedenen Gründen, warum ein Markt überhaupt existiert. Ein Fünftages-Test-Match und ein Twenty20-Innings von 75 Minuten haben nichts gemeinsam außer dem Schläger — und wer die Formate verwechselt, verwechselt auch die Quote, die er für fair hält. Wer das einmal begriffen hat, liest jede Cricket-Quotentafel anders: nicht als Zahl, die gut aussieht, sondern als Zahl, die zu einem Spielverlauf passen muss.
Die geprüften Anbieter auf einen Blick
Zuerst das Gerüst. Zehn Marken, alle auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder — der Übersicht, die unter der Adresse der Behörde öffentlich einsehbar ist und die § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags vorschreibt. Entscheidend für den Leser ist, dass in dieser Tabelle nicht die Marke das Erlaubnis-subjekt ist, sondern eine Gesellschaft mit Sitz in Malta oder Gibraltar. Der Whitelist-Stand 02.10.2026 fasst die Liste auf 30 Einträge zusammen: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, darunter zwei mit zusätzlicher Pferdewetterlaubnis, und drei Anbieter nur für Pferdewetten. Diese zehn sind die Marken, die im vorliegenden Vergleich geprüft werden.

| Marke | Inhaber laut Whitelist | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipico | Tipico Co. Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022 |
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited | 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
Was in dieser Tabelle fehlt, ist so aufschlussreich wie das, was in ihr steht. Sie verzeichnet das Erlaubnisdatum und sonst nichts, denn die Whitelist führt keine Enddaten. Wer in der Spalte rechts einen Ablauf sucht, findet keinen — eine Erlaubnis gilt nach § 4c Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags fünf Jahre ab Erteilung, aber die Liste rechnet das nicht aus. Ein zweites Datum neben dem ersten, wie es bei acht der zehn Marken steht, ist eine Folgeerlaubnis und kein neuer Anlauf: das ursprüngliche Erlaubnisdatum bleibt das maßgebliche. Für den Wettenden ist die praktische Konsequenz kleiner, als sie klingt. Wer prüfen will, ob sein Anbieter heute noch darf, sieht in derselben Übersicht nach und hat die Antwort in einer Minute. Wer stattdessen eine .de-Adresse als Beleg nimmt, hat nichts geprüft: Alle Domains der Liste enden auf .de, eine .de-Adresse allein beweist keine Erlaubnis.
Und dann ist da noch ein Detail, das im Kleingedruckten verschwindet und trotzdem über den ganzen Vergleich entscheidet. Eine Erlaubnis gilt immer nur für die Domain, die unter ihr geführt wird — und nur für Sportwetten. Ein und dasselbe Unternehmen kann zugleich eine Automatenerlaubnis, ein Pokerangebot und eine Casinoerlaubnis halten; für das Sportwettenangebot zählt allein die Domain unter dem Sportwetten-Titel. Wer in einem Menü auf ein Casinoangebot klickt, verlässt die Welt der Sportwetten-Erlaubnis und betritt eine andere mit anderen Regeln. Das ist keine Spitzfindigkeit: an dieser Stelle sitzt der Unterschied zwischen einem Streit, der vor einer deutschen Schiedsstelle landet, und einem, den niemand aufnimmt.
Was die Tabelle nicht zeigt, sind die Preise. Für kein einziges der zehn Cricket-Spielangebote liegt eine belastbare Quotenaufnahme vor, und deshalb steht hier keine. Wer die Quoten einer Cricket-Partie vergleichen will, muss sie sich am Wettprogramm selbst ansehen — ein Cricket-Markt ist kein Fußball-Markt, und ein Anbieter mit engem Fußball-Quotenschlüssel muss im Cricket nicht derselbe sein.
Der eine Markt, den Sie vorher kennen müssen
Bevor es an die einzelnen Marken geht, gehört eine Zahl auf den Tisch, die in keiner Produktbeschreibung steht. Bei einer Zwei-Weg-Wette liegt in jeder Quote ein Betrag, den der Buchmacher einbehält, ganz gleich wer gewinnt. Nehmen wir eine Partie mit nur zwei möglichen Ausgängen und beide Seiten mit 1,90 an — nicht als zitierte Quote, sondern als Beispiel, das zeigt, was in jeder Quote steckt. Rechnet man die Kehrwerte zusammen, 1/1,90 + 1/1,90, ergibt sich 1,0526; der Auszahlungsschlüssel dieses Marktes liegt also bei rund 95 Prozent, und der einbehaltene Anteil bei etwa 5 Prozent.
Nur ist das keine feste Größe. Die Zwei-Weg-Annahme trifft vor allem auf das Twenty20 zu, während ein Test-Match mit seinen drei Ausgängen Zurücklegen meist schlechter bezahlt wird; dazu kommt der Unterschied zwischen Meisterschaft, Länderspiel und Liga, und dazu der zwischen einer Vorabwette und einer Livewette auf dieselbe Partie. Der angemessene Weg, den Satz zu schreiben, ist deshalb keine Zahl, sondern eine Spanne: je nach Ausgängen des Marktes und je nach Spielform liegt der Auszahlungsschlüssel etwa im Bereich der mittleren bis hohen Neunziger, in engen Favoritenmärkten über 95 Prozent, in breiten Außenseitermärkten darunter, und der Buchmacher behält entsprechend zwischen ungefähr 3 und ungefähr 8 Prozent jedes gesetzten Betrags ein. Bei 1,90 gegen 1,90 sind es 5 Prozent.
Was das für den Leser bedeutet, ist nüchtern. Setzt jemand 10 € auf eine Seite dieses Marktes, wird er im Schnitt 9,50 € zurückerhalten, unabhängig davon, ob die Wette aufgeht — Gewinn und Verlust liegen in dieser Erwartung nicht auseinander, nur der durchschnittliche Abfluss. Verdoppelt sich der Einsatz, verdoppelt sich der Abfluss. Und wenn zwei Anbieter dieselbe Partie auf 10 Cent mehr je Markt auszahlen, ist das der einzige Ort, an dem ein Quotenvergleich für den Betrag sorgt, den der Buchmacher je Wette einbehält.
Zwei Wege gibt es, weniger zu zahlen. Der erste: nur die Märkte bespielen, in denen der Anbieter selbst eng kalkuliert — bei Cricket sind das nicht alle. Der zweite: die Summe der Kehrwerte im Kopf überschlagen, bevor die Wette gesetzt wird. Die Rechnung dauert länger als der Klick auf den Wettschein.
Cricket verstehen: Warum das Format die Quote bestimmt
Cricket in einem Absatz zu erklären, wäre eine Zumutung — die Regeln füllen Handbücher. Für den Wettmarkt genügen drei Formate, denn die Spielzeit entscheidet darüber, welche Märkte ein Buchmacher überhaupt anbieten kann. Zwei Mannschaften stehen sich mit je elf Spielern gegenüber. Ein Spiel hat zwei oder vier Innings, und ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Wer das einmal verinnerlicht hat, hat die Bausteine, aus denen jede Cricket-Quote gebaut ist: die Anzahl der Overs im Innings ist der Rahmen, in dem ein Markt stattfindet.
Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage, mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Das ist der Grund, warum grundlegende Märkte hier anders gehandelt werden als im Ligabetrieb: In fünf Tagen passiert zu viel für einen einzigen Siegmarkt. Ein One-Day International umfasst in der Regel 50 Overs je Innings, ein Twenty20 20 Overs je Innings und höchstens 75 Minuten je Innings. Der Erkenntniswert dieser drei Sätze für den Wettenden ist größer, als er zunächst aussieht. Ein 20-Over-Innings hat rund 120 Bälle; wer 120 Bälle in unter einer Stunde und einer Viertelstunde unterbringt, produziert eine Punktzahl, die sich fast von Ball zu Ball erklärt. In genau dieser Zeit entstehen die Live-Märkte, um die es später noch geht, und in genau dieser Zeit ändert sich die Quote am schnellsten.
Ein Unentschieden ist bei vollständigen Innings mit gleichem Punktestand ein Tie — im Cricket sehr selten. Ein Draw ist etwas anderes: In der Regel läuft die Zeit ab, bevor alle Innings beendet sind. Wer diese beiden Begriffe gleichsetzt, liest eine Quotentafel falsch. Beim Tie sind beide Seiten des Marktes ausgezahlt oder keine, je nachdem, ob der Anbieter ein Sonderband führt; beim Draw wird in der Regel eine der drei Ausgangsmöglichkeiten erfüllt — und im Test-Match, in dem der Draw keine Kuriosität, sondern eine normale Möglichkeit ist, ist das für das Verständnis der Drei-Weg-Quote entscheidend.
Cricket wird selten durchgehend gespielt. Regen unterbricht Limited-Overs-Partien, und der Zielwert der zweiten Mannschaft wird dann mit der Duckworth-Lewis-Stern-Methode neu berechnet. Die Methode gibt es seit 1997, übernommen wurde sie 1999 vom International Cricket Council; seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den heutigen Namen. In 50-Over-Spielen müssen beide Teams mindestens 20 Overs schlagen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird die Partie als „No Result“ gewertet — es sei denn, eine Mannschaft ist all out oder hat das Ziel eher erreicht. Für den Wettenden heißt das: Ein Regen unterbricht nicht nur das Spiel, sondern verändert die Rückzahlungslogik des Wettscheins. Wer das nicht weiß, wundert sich, warum ein 45-Over-Ergebnis plötzlich für einen Markt zählt, der auf 50 Overs gesetzt war.
Der Spielplan: Weltmeisterschaft, Länderspiele und Twenty20-Ligen
Die Frage, wann überhaupt auf Cricket gewettet werden kann, beantwortet kein Anbieter, sondern der Spielplan. Er besteht aus drei Strängen, und jeder hat ein anderes Verhältnis zur deutschen Buchmacherlandschaft.
Der stärkste Strang ist die Weltmeisterschaft. Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs je Innings gespielt — seit 1987, davor 60. Die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Den World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Das Finale 2019 steht als bestes Beispiel dafür, warum Cricket-Märkte Regeln brauchen, die den Fußball nicht kennen: Nach 50 Overs stand es 241:241, nach dem Super Over 15:15, und England gewann über die Zahl der Boundaries. Wer eine Wette auf „den Sieger“ platziert, sollte wissen, dass dieser Begriff in dieser Sportart nicht mit „der Mannschaft mit mehr Runs“ gleichzusetzen ist.
Der zweite Strang sind die Länderspiele. Sie füllen die Zwischenjahre der Weltmeisterschaft, und für den Wettenden sind sie der Grund, warum Cricket im Programm eines Buchmachers überhaupt durchgehend stattfindet: ein 50-Over-Duell liefert einen sauberen Zwei-Wege-Markt mit einem klaren Ende. Der dritte Strang sind die nationalen Twenty20-Ligen. Die Indian Premier League ist das prominenteste Beispiel für eine Liga mit internationalen Spielern. Ihr Reiz liegt auf der Hand — ein Abend, ein Spiel, ein Markt.
Die Rechtslage in Deutschland: Erlaubnis oder nichts
Wer wissen will, ob eine Cricket-Wette in Deutschland legal ist, braucht eine Antwort auf eine einzige Frage: Steht diese Domain auf der Whitelist? Das ist die Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Halle (Saale), die nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags als offizielle Übersicht der erlaubten Anbieter geführt wird. Sie ist der einzige belastbare Test für eine Erlaubnis. Die Behörde ist nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, tätig: Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1, sie beaufsichtigt und sie verhängt Bußgelder nach § 28a. Ein Punkt, den viele falsch verorten: Die Sportwettensteuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Was in Deutschland überhaupt gewettet werden darf, ist eng umrissen. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts daraus sowie auf Vorkommnisse während des Ereignisses, als Einzel- oder Kombiwette nach § 21 Abs. 1 — und nur in den Wettarten, die die Behörde im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Ereignisses ausschließlich auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt, und zwar in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Für Cricket ist dieser Satz die eigentliche Nachricht: Solche Komponenten sind im Fußball das nächste Tor und im Tennis der nächste Satz — der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es ausdrücklich nicht. Ausgeschlossen sind außerdem Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, manipulationsträchtige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a; Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht erlaubt.
Ein Punkt, an dem dieser Überblick manche Erwartung enttäuschen muss: E-Sport ist kein zugelassener Wettgegenstand. Die Behörde führt aus, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist — ein erlaubtes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Virtuelle Sportarten sind in dieser Hinsicht nicht geregelt, und wer dort unterwegs ist, tut es außerhalb dessen, was hier beschrieben wird.
Kein erlaubter Gegenstand ist auch jede Wette bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Wer Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Erlaubnis hat in Deutschland keine Bedeutung. Die zuständige Behörde warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten; am 17. September 2026 tat sie das mit Bezug auf einen Anbieter, den sie namentlich als Beispiel nannte. Auf der einen Seite des Zauns stehen also eine geprüfte Erlaubnis, die Sperrdatei OASIS, die Limitdatei LUGAS und ein deutscher Rechtsweg. Auf der anderen stehen keine Erlaubnis, keine OASIS- und LUGAS-Anbindung, kein deutscher Anspruch — und im Gegenzug die Aussicht auf höhere Limits. Das ist der Handel, und er lässt sich nicht einseitig abschließen.
Zwei Jahre alt ist der Punkt, an dem die zivilrechtliche Seite in Bewegung geraten ist. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von einem großen Anbieter mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer daraus einen Anspruch ableitet, überinterpretiert. Die Akte ist offen, und niemandem ist eine Rückzahlung zugesagt.
Selbst bei erlaubten Anbietern ist ein Teil des Angebots nicht im Gesetz geregelt. Für ein Cash-Out-Feature findet sich weder eine Regelung im Glücksspielstaatsvertrag noch eine Vorgabe der Behörde. Wer heute einen Wettschein vorzeitig glattstellen kann, kann das, weil sein Anbieter es einbaut — nicht, weil ein Gesetz es verlangt. Dasselbe gilt für die Bonuslandschaft: Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwettenbonus setzt oder deckelt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquote stammen ausschließlich aus den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Und weil das so ist, bleibt die entscheidende Ziffer im Bonusangebot immer dieselbe: nicht der Betrag, sondern die Bedingung, unter der er ausgezahlt wird.
Ein Wort zur Werbung, weil es die Wahrnehmung des Angebots prägt: Für Sportwetten existiert nicht das Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr — das trifft Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casino. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Sender, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und kein Affiliate-Entgelt nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz, nach § 5 Abs. 3 und Abs. 6. Werbebefugt sind ohnehin nur Erlaubnisinhaber, § 5 Abs. 7. Der laute Teil des Marktes ist also gesetzlich beschnitten, und was bleibt, ist oft das Produkt selbst.
Spielerschutz: Grenzen, die vor der ersten Wette greifen
Die Regeln, die den einzelnen Spielenden schützen, greifen in Deutschland nicht erst im Problemfall. Sie greifen bei der Anmeldung, bei jeder Anmeldung erneut und bei jedem Login. Das ist der Grund, warum die folgenden Sätze für die Wahl des Anbieters relevanter sind als die meisten Quoten.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt, § 4 Abs. 3. Ein Anbieter führt pro Person ein Konto und verlangt eine vollständige Verifizierung, § 6a. In der Zeit davor darf er höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer es eilig hat, spielt in dieser Übergangsfrist mit angezogener Handbremse — und die Bremse löst sich nicht durch Ungeduld, sondern durch Papiere.
Die wichtigste Zahl ist das gemeinsame Einzahlungslimit über alle Anbieter hinweg: 1.000 € pro Kalendermonat als Standard, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei, § 6c Abs. 1. Es gilt also nicht pro Marke, sondern für den Spielenden insgesamt. Wer sein Limit senken will, kann das sofort; eine Erhöhung wirkt erst nach sieben Tagen. Ein höheres Limit — bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 Prozent der aktiven Spieler eines Anbieters — setzt ein nachweisbares wirtschaftliches Leistungsvermögen voraus; eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Das Verbot des Parallelspiels ist in § 6h geregelt und wird über die Aktivitätsdatei kontrolliert.
Dazu kommt OASIS, das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort sperren lässt, und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; nennt er keinen, mindestens ein Jahr.Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Die beiden Wege sind verschieden gedacht: OASIS ist der Eintrag für den Fall, dass die Kontrolle in die eigene Hand gelegt werden soll, der Panikbutton für den Moment, in dem sie es nicht mehr ist.
Ein Registrierungsdetail, das im Cricket-Kontext wichtiger ist als in anderen Sportarten, betrifft die Zahlungswege. Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich; anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Genau das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwettenangebot heraushält. Welche Zahlungsmarken eine Plattform akzeptiert, ist deren eigene Sache und steht nur in ihren Bedingungen. Guthaben liegt auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt, § 6b Abs. 6 und 7.
Auf der Kostenseite schließlich steht die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Sie beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der gezahlt wird, abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17, 18 — das sind rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende, § 19. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst; wer wissen will, wie seine Marke damit umgeht, liest das in deren eigenen Bedingungen. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Ein Detail, das in beide Richtungen wirkt: Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter, eine gezahlte Steuer ist also kein Nachweis für eine Erlaubnis.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Die folgenden Abschnitte gehen jede der zehn Marken einzeln durch. Zuerst steht jeweils, wer laut Whitelist hinter der Domain steht und seit wann, dann das, was den Anbieter für Cricket-Wettende unterscheidbar macht — und am Ende eine Einschätzung. Was hier nicht steht, ist die eine Angabe, die für diese Sportart niemand seriös liefern kann: eine Quotenaufnahme aus einem Cricket-Markt. Ein Cricket-Spielplan ist dünn besetzt, ein Markt entsteht oft erst wenige Tage vor der Partie, und was gestern in einem Vorabmarkt stand, steht heute nicht mehr. Wer Quoten vergleichen will, muss das am Wettprogramm selbst tun, in der Woche der betreffenden Partie.
Eine faire Vorwarnung zur Lesart dieser Abschnitte: Die Whitelist sagt, dass eine Marke Sportwetten anbieten darf. Sie sagt nicht, dass Cricket zu diesem Angebot gehört. Ob ein Anbieter Cricket führt, steht in seinem Wettprogramm und in keiner Aufsichtsliste — und es kann sich mit jeder Spiel-Saison ändern. Wer sich für eine Plattform entscheidet, sollte seinen Blick daher zuerst auf das Programm richten und nicht auf die Erlaubnis, die ohnehin bei allen im Vergleich steht.
Tipico: die längste Whitelist-Zugehörigkeit im Feld
Hinter der Domain steht laut Whitelist die Tipico Co. Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 09.12.2022. Wer wissen will, ob sich daran etwas geändert hat, prüft die Whitelist; ein Enddatum führt sie nicht.
Zum Marktangebot gehört mindestens eines der Live-Features, die den Umgang mit einem laufenden Spiel verändern: In der Beschreibung der Tipico-App im Apple App Store durch den Entwickler Tipico B2B Ltd werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. Ob das genannte Feature auch in Cricket-Märkten zur Verfügung steht, ist eine andere Frage, und die beantwortet der Wettschein beim Spiel, nicht die Produktbeschreibung. Für einen Anbieter dieses Alters ist das ein bemerkenswert schmales öffentliches Profil über die eigenen Wettfunktionen.
Was bei Tipico hängen bleibt, ist der Zeitvorsprung. Eine Erlaubnis aus dem Herbst 2020 gehört zur ersten Gruppe der wählbaren Marken, und das ist in einem Markt, in dem sich Regeln und Aufsicht mehrfach geändert haben, ein Argument für sich: Wer so lange dabei ist, hat die Umstellungen auf Verifizierung, Limitdatei und Sperrsystem nicht in einem Rutsch bewältigen müssen. Ob einem das die Wahl wert ist, entscheidet der Spielplan — denn ob Tipico Cricket führt, ist offen und lässt sich vor der Registrierung im Wettprogramm nachsehen.
ODDSET: die Erlaubnis mit Behördenweg
Die ODDSET Sportwetten GmbH ist die Betreiberin. Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte ihr mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb; Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz am Hansering 15 in 06108 Halle (Saale). Die Whitelist nennt für die Domain eine Erlaubnis seit dem 18.11.2020 mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
Das ist im vorliegenden Vergleich der einzige Fall, in dem eine Landesbehörde als erteilende Stelle benannt ist. In der Sache ändert das nichts an der Sportwetten-Erlaubnis und nichts an den Limit- und Sperrregeln, die für Tipico und ODDSET identisch gelten. Es erklärt aber einen Unterschied im Erscheinungsbild: Die Marke mit einem stationären Vertrieb neben dem Internet-Angebot gehört zu den traditionsreichen Namen des deutschen Sportwettenmarkts, und das ist bei einem Publikum, das Cricket vor allem über Länderspielübertragungen kennt, kein geringer Vorteil. Ob das Wettprogramm die Partien führt, um die es geht, bleibt auch hier eine Frage an das Programm selbst.
NEO.bet: das zweite Datum als Erzählung
Für diese Domain führt die Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Das ist einer der Fälle, in denen ein Leser das zweite Datum leicht als Neuanfang deutet. Es ist keiner: Die Folgeerlaubnis tritt zum ersten hinzu, das ursprüngliche Datum bleibt das maßgebliche.
Eine Marke mit diesem Zuschnitt sollte man nach dem beurteilen, was sie im Alltag tut, nicht nach ihrer Selbstdarstellung. Die Erlaubnis ist vorhanden und damit der gesamte Spielerschutzrahmen anwendbar — das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, die OASIS-Sperre, die eigene Zahlungskonto-Regel, die Auszahlung binnen fünf Werktagen bei Kontoschließung. Neue Anbieter haben es schwerer, das zu umgehen, als es auf den ersten Blick scheint, denn LUGAS und OASIS hängen nicht am Marketing, sondern an der Schnittstelle. Was bleibt, ist die Frage nach dem Cricket-Angebot: Hier zählt die Plattform zu den Marken, bei denen ein Blick ins Wettprogramm vor jeder Registrierung sinnvoll ist.
Tiptorro: die App als Erlaubnisnachweis
Die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta bietet die Tiptorro-App im Apple App Store an und beschreibt sich in der Entwicklerbeschreibung als behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Auf der Whitelist steht dazu eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30.06.2021 mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.
Eine Selbstbeschreibung in einem App-Store-Eintrag ist kein Erlaubnisnachweis — die Whitelist ist einer, und in diesem Fall deckt sie sich mit der Aussage. Genau deshalb lohnt der Hinweis: Die Formulierung „unter Aufsicht der GGL“ stammt vom Anbieter, und ein Wettender, der nur einen Store-Eintrag liest, hat nichts überprüft. Die Prüfung dauert einen Blick in die Übersicht der Behörde, und sie ist die einzige, die zählt. Für einen Leser, der überwiegend mobil wettet, sind die App-Funktionen dagegen der relevante Teil: Wie gut ein Wettschein in der Anwendung zu bedienen ist, entscheidet bei einem Live-Markt mehr als das Design der Startseite. Cricket-Märkte in der App wären der Testfall — nur lässt sich das vorher nicht sagen.
DAZN Bet: der jüngste Zugang im Vergleich
Für die Domain ist laut Whitelist die DZBT Operations Limited mit Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta, als Veranstalterin geführt; die Sportwetten-Erlaubnis verzeichnet die Behörde seit dem 22. August 2023. Das ist der jüngste Zugang in dieser Zehnerliste, und wer die Tabelle liest, sieht es sofort: Bei den übrigen acht Marken steht ein zweites Datum, hier steht nur eines.
Ein jüngerer Zugang bedeutet im deutschen System nicht weniger Schutz — die Regeln gelten ab Tag eins, und gerade ein neuer Anbieter hat die Verifizierung, die Limitdatei und das Sperrsystem von Anfang an eingebaut. Er bedeutet aber weniger Zeit, in der sich ein Wettprogramm entwickeln konnte. Für den Cricket-Wettenden ist das der Kern des Punkts: Ein umfangreiches Fußball- und Live-Angebot zu haben und eine breite Randsparte zu pflegen sind zwei verschiedene Dinge, und die zweite wächst erfahrungsgemäß langsamer. Der Namensbezug zu einem Streamingdienst erklärt die Zielgruppe des Angebots, nicht seinen Umfang.
Sportwetten.de: die Marke, die ihre Domain ist
In der Übersicht der erlaubten Anbieter ist für diese Domain die NetX Betting Limited, 170 Pater House, Level 1 (Suite A168), Psaila Street, Birkirkara, Malta, geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Dieser Anbieter ist der Fall, in dem der Name selbst die Adresse ist — wer nach der Marke sucht, landet unweigerlich beim Angebot.
Ein Name mit dieser Suchwirkung verlangt vom Wettenden mehr Skepsis, nicht weniger. Wer über die Adresszeile hereinkommt, sollte den ersten Blick auf den Quotenschlüssel des angebotenen Cricket-Marktes richten und nicht auf die Willkommensseite: Bei einer Marke namens „Sportwetten“ liegt die Erwartung nahe, dass hier alles zu finden ist — und ein Ergebnis von drei oder vier Cricket-Partien in der Woche enttäuscht diese Erwartung bei jedem Anbieter des Feldes. Was bleibt, ist die solide Zugehörigkeit seit November 2020, also wieder eine Marke der ersten Welle.
888sport: der Konzern im Hintergrund
Laut Whitelist steht hinter der Domain die 888 Germany Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Der wirtschaftliche Hintergrund ist ein börsennotierter: Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört, und die Aktie notiert seit September 2005 an der London Stock Exchange.
Ein Konzern dieser Größe bringt zwei Dinge mit, die für Cricket unmittelbar relevant sind: Erfahrung mit internationalen Wettmärkten und ein Interesse daran, Rand-Sportarten überhaupt zu bepreisen. Wer auf eine indische Liga setzen will, ist bei einem Anbieter mit globaler Marktkenntnis tendenziell besser aufgehoben als bei einem, der sein Programm um deutsche Fußballligen herum baut. Die Kehrseite ist bekannt: Was in der Holding-Struktur gut aussieht, muss im Wettprogramm noch nicht ankommen. Die Whitelist-Führung der Domain ist hier der belastbare Teil, der Holding-Sitz in Gibraltar nicht — Sportwetten und eine Holding in anderen Rechtsordnungen sind zwei verschiedene Dinge, und für die Erlaubnis in Deutschland zählt nur, was in der Liste unter der Domain steht.
Betway: Wettkonfigurator und Cash-Out als Programm
Für diese Marke führt die Whitelist die Betway Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.03.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Der Cash-Out erscheint dort als grünes Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Daneben bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der unter dem Namen Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Das ist das inhaltsreichste Funktionsprofil dieser Zehnerliste, und es sagt etwas über die Ausrichtung: Ein Konfigurator, der Auswahlen aus mehreren Partien zusammenstellt, ist ein Werkzeug für Kombinationswetten — also für genau den Wette-Typ, den ein Cricket-Fan braucht, wenn er zwei Twenty20-Partien an einem Abend in einem Wettschein verbinden will. Ob das Werkzeug auch außerhalb des Fußballs offensteht, steht in der Beschreibung nicht, und das lässt sich nur an der Plattform selbst klären. Der Teilauszahlungs-Cash-Out ist für Live-Wetten die interessantere Funktion: In einem Cricket-Innings, in dem sich der Marktwert eines Wettscheins über 120 Bälle verschiebt, ist die Möglichkeit, nur einen Teil herauszunehmen, die praktischere Antwort als die große Geste des Komplettverkaufs. Ob Betway Cricket breit führt, bleibt ausdrücklich offen — sieben weitere Anbieter stehen in dieser Liste aus demselben Grund.
bwin: Vertrautheit und Bindung
Die Whitelist nennt für diese Domain die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, und eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.
Zwei Erlaubnisdaten dieser Art sieht man in dieser Liste häufiger — vier der zehn Marken teilen sich sogar das erste Datum, und das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer gebündelten Erteilungsrunde im Jahr 2020. Der Unterschied zwischen diesen Marken liegt also im Angebot, nicht in der Erlaubnis. bwin steht für eines der bekanntesten Wett- und Casino-Portfolios im deutschsprachigen Raum, und daraus folgt für den Cricket-Wettenden eine konkrete Prüfpflicht: Bei einem Anbieter mit Sportwetten, Casino und weiteren Produkten ist genau eine Erlaubnis für den Sportwetten-Teil maßgeblich, und das ist die Domain, die unter dem Sportwetten-Titel in der Whitelist steht. Die Sportwetten-Erlaubnis deckt ausdrücklich nicht das Casino-Angebot mit ab — für dieses gelten andere Regeln, andere Limitlogik und eine andere Aufsicht. Wer das verwechselt, ist in dem Moment ohne den Schutz, den er angenommen hat.
Interwetten: der Satzungsanbieter mit der passenden Bauweise
Laut Whitelist steht hinter der Domain die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.
Interwetten ist eine der Marken in diesem Feld, die von ihrer Herkunft her vor allem Wetten veranstalten und nicht ein ganzes Unterhaltungsportfolio um sie herum bauen. Für den Cricket-Wettenden ist das strukturell günstig: Wer sein Geschäft über den Wettschein definiert, hat ein wirtschaftliches Interesse an breiten Märkten, weil breite Märkte einen Wettenden länger halten als ein schönes Startbild. Ob dieses Interesse im Cricket tatsächlich in ein entsprechendes Programm umgesetzt wird, ist damit noch nicht entschieden — es ist eine plausible Erwartung, keine Angabe. Als Teil der ersten Erlaubniswelle ist auch diese Marke kein Neuling, und das spiegelt sich in einer nüchternen Produktoberfläche.
Was die zehn Anbieter zusammen sagen
Wer sich nach dieser Liste für einen Anbieter entscheidet, tut gut daran, zwei Fragen auseinanderzuhalten. Die erste beantwortet die Whitelist: Ist die Marke erlaubt? Diese Frage ist bei allen zehn mit Ja beantwortet, und damit ist der Zugang zu den Schutzinstrumenten — Verifizierung, Limitdatei, Sperrsystem, eigenes Zahlungskonto, Auszahlung binnen fünf Werktagen, insolvenzgeschütztes Guthaben — bei jeder von ihnen gegeben. Die zweite Frage kann keine Liste beantworten: Führt dieser Anbieter Cricket, und zu welchen Quoten? Sie entscheidet sich am Spielplan, in der Woche der Partie, im Wettprogramm — und sie ist der einzige Teil dieser Entscheidung, der sich bewegt.
Auf die erste Frage gibt es deshalb nur eine vernünftige Antwort: keine Rangfolge. Eine Erlaubnis ist keine Qualitätsnote, und in dieser Liste trägt keine Marke etwas, das eine andere nicht ebenfalls trägt. Was den Unterschied ausmacht, ist die zweite Frage — und die ist an dieser Stelle des Jahres 2026 so offen wie bei jeder Marke daneben.
Häufige Fragen zu Cricket-Wetten
Wo kann ich in Deutschland legal auf Cricket-Spiele wetten?
Rechtssicher ist eine Wette nur bei einem der zehn im Vergleich genannten Anbieter, denn alle stehen mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand 02.10.2026. Die Erlaubnis garantiert aber nicht, dass die Marke Cricket führt: Welche Partien im Programm stehen, zeigt erst der Blick ins Wettprogramm der einzelnen Plattform.
Was bedeuten Test-Match, ODI und Twenty20 für Märkte und Quoten?
Die drei Formate bestimmen die Spielzeit und damit den Markt. Ein Test-Match läuft bis zu fünf Tage in drei Sessions täglich, ein ODI über 50 Overs je Innings, ein Twenty20 über 20 Overs in höchstens 75 Minuten. Je kürzer die Partie, desto mehr Live-Märkte, desto breiter aber auch die Zwei-Wege-Quoten.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode aus?
Regenunterbrechungen in Limited-Overs-Spielen berechnet die Methode ein neues Ziel für die zweite schlagende Mannschaft. Damit eine Partie überhaupt zählt, müssen im 50-Over-Spiel 20 Overs gespielt werden, im Twenty20 fünf — sonst endet sie als „No Result“. Für einen laufenden Wettschein ändert die Neuberechnung den Spielstand, nicht den Markt.
Welche Live-Wetten auf Cricket sind in Deutschland zulässig?
Nach § 21 Abs. 4 des Glücksspielstaatsvertrags sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis und auf Komponenten wie das nächste Tor oder den nächsten Satz erlaubt, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Diese engere Regelung gilt für alle zehn Anbieter; ob ein Markt innerhalb dieses Rahmens angeboten wird, steht im Wettprogramm.
Wie berechnet sich die Auszahlung, und was ändert die Sportwettensteuer?
Die Auszahlung einer gewonnenen Wette ist Einsatz mal Quote. Die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ entspricht rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags, § 19 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Schuldner ist der Veranstalter; ob und wie er sie weitergibt, steht in den Bedingungen des Anbieters.
Sportarten – MotoGP Sportwetten
Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»
