Afrika-Cup-Wetten in Deutschland: Anbieter, Quoten und Rechtslage im Vergleich
Wer heute nach Afrika-Cup-Wetten sucht, sucht nach einem Turnier, das im laufenden Jahr gar nicht gespielt wird. Der Afrika-Cup 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko und damit genau in die Jahreswende, um die es hier geht; der nächste Afrika-Cup ist vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Zwischen den beiden Turnieren liegen achtzehn Monate ohne ein einziges Afrika-Cup-Spiel. Was bleibt, ist eine vollständige Auswahl an Wettarten — von den Vierergruppen über den Turniersieger bis zum Torschützenkönig — und ein gutes Dutzend deutscher Anbieter, bei denen sich darauf setzen lässt, ohne dass man sich über den Erlaubnisstatus Gedanken machen muss. Der Weg dahin führt über eine Liste, die kürzer ist, als die meisten erwarten: Sportwetten sind in Deutschland nur bei Anbietern erlaubt, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen.
Stand der Information: 30. Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Turniervergleich
Die Whitelist der GGL vom 02.10.2026 führt 30 Einträge — 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Zehn davon habe ich für diesen Vergleich herausgegriffen, weil sie das Turnier auf ihren deutschen Seiten führen. Jeder von ihnen hat die Erlaubnis für genau eine Domain; wo diese liegt, gehört in keinen Artikel, weil der Status einer Marke ohnehin an der Whitelist selbst zu prüfen ist. Die Erlaubnis ist die Eintrittskarte, nicht die Qualität. Die Turnierleistung kommt danach.
| Anbieter | Whitelist-Eintrag und Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| VBet | SCGO Limited (St. Julian’s, Malta) | 05.12.2023 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC (Ta’Xbiex, Malta) | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited (Malta) | 30.06.2021 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited (Zebbug, Malta) | 22.08.2023 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited (Sliema, Malta) | 02.11.2020 |
Die Spalte „seit“ ist eine Zulassungsreihenfolge und nichts darüber hinaus. Sie sagt, wer 2020 oder 2021 mit dem deutschen Markt begonnen hat und wer erst 2023 nachgezogen ist. Bei Betway, ODDSET, bet365, Sportingbet und Interwetten laufen Folgeerlaubnisse aus den Jahren 2022 bis 2024 mit, bei AdmiralBet sogar bis zum 29.07.2024. Die Whitelist führt dazu kein Enddatum, weil sie nur den Ausstellungstag zeigt und eine erste Erlaubnis fünf Jahre läuft. Wer dort ein Ablaufdatum zu sehen glaubt, sieht es woanders her. Acht der zehn sitzen in Malta, und das ist ein Portrait der deutschen Glücksspielaufsicht, nicht der Angebote: Die Erlaubnis hängt an der Marke und ihrer Domain, nicht am Firmensitz. Entscheidend ist der Eintrag, nicht der Briefkopf.

Für den Turnierkalender heißt das: Die zehn decken ein breites Spektrum ab, aber nicht alle führen jede Partie gleich breit. Ergebnis- und Ausgangswetten stehen vor dem Anpfiff jedem offen; Halbfinale und Endspiel laufen bei den meisten in derselben Wettart, während die Auswahl an Nebenmärkten traditionell mit jeder Runde wächst. Der Siegermarkt eines Turniers öffnet dagegen Wochen vor dem ersten Spiel, und die Preise darin drehen sich bis zum Anpfiff in beide Richtungen. Wer die Gruppenphase im Blick behält, hat mehr Zeit, als die Turnierwochen selbst hergeben.
VBet: der jüngste Eintrag im Feld, der direkteste Weg
VBet steht mit der SCGO Limited aus St. Julian’s auf Malta in der Whitelist, die Erlaubnis für die Sportwetten läuft seit dem 5. Dezember 2023 — der jüngste Eintrag unter den zehn. Wer die K.-o.-Runde verfolgen und dafür einen geraden Weg auf den Wettschein will, findet ihn hier. Wenige Monate Zulassungsgeschichte bedeuten nicht wenig Angebot; sie bedeuten, dass hinter dem Markennamen ein anderer Firmenname steht und dass die Plattform den ganzen Weg vom Anmeldeformular bis zum Endspiel noch vor sich hat. Ein Haus, das vor kurzem zugelassen wurde, wirbt weniger mit Vergangenheit als mit dem aktuellen Programm, und im Turnierfall ist das kein Nachteil. Wer die kurze Historie als Fragezeichen liest, wird dort nicht warm. Wer den aktuellen Eintrag als das nimmt, was er ist, kommt damit in die Gruppenphase. Die kurze Zulassungsdauer ist hier das Merkmal, nicht der Makel — und der einzige Anbieter im Feld, dessen Eintrag so frisch ist.

Betway: Cash-Out und Konfigurator+ für den ganzen Turniertag
Drei Dinge stehen in Betways eigenen Angaben: ein Cash-Out, ein Wettkonfigurator für Fußball und das Werkzeug namens Konfigurator+ dazu. Das grüne Symbol erscheint unter „Meine Wetten“, der aktuelle Gegenwert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien — ein Werkzeug, das im Turnierverlauf mehrfach relevant wird, wenn an einem Gruppenspieltag sechs Partien anstehen. Die Kehrseite: Ein Cash-Out ist eine Zusatzfunktion des Anbieters, kein Rechtsanspruch. Wer eine Wette schließt, bindet sein Geld für die volle Laufzeit, falls das Symbol nicht auftaucht. Genau hier trennt sich Bequemlichkeit von Verlass. Mit Cash-Out und Konfigurator ist Betway im Feld die Adresse für alle, die über neunzig Minuten hinaus aktiv bleiben wollen. Wer ohnehin nur den Sieger und ein Ergebnis setzt und nie zwischendurch verkauft, bezahlt Optionen, die er nie anfasst.
ODDSET: die Erlaubnis mit Wurzeln im Ladenvertrieb
ODDSET trägt eine Erlaubnis, die das Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 erteilt hat — für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Damit steht ODDSET für mehr als einen Vertriebskanal, und wer schon einmal in einer Annahmestelle gespielt hat, findet dort dieselbe Marke wieder. Wer ausschließlich online unterwegs ist, verliert nichts, gewinnt aber auch nichts. Der Markenname ist älter als alles andere im Feld, und das ist keine Kritik am Angebot, sondern eine Beschreibung der Zielgruppe: Wer aus Gewohnheit bei einem Haus mit Vor-Internet-Geschichte bleibt, ist hier richtig. Wer den Wettschein nie in Papierform sieht, findet bei den Nachbarn zeitgemäßere Oberflächen. Für den Afrika-Cup ist ODDSET damit eine solide, unaufgeregte Wahl — der Anbieter, der am wenigsten verspricht.
bet365: der Preisanker, an dem sich die anderen messen lassen
bet365 steht mit der Hillside (Europe) ENC aus Ta’Xbiex auf Malta in der Whitelist. Was die Behörde prüft, ist die Erlaubnis, nicht die Quote — und die Whitelist führt Bet365.de in einer Reihe mit den anderen neun, ohne Rangfolge. Wer die Marke aus dem europäischen Fußball kennt, kann dieselbe Erwartung auf den Afrika-Cup übertragen: frühe Turniermärkte, viele Varianten, eine Quotenhöhe, die als Referenz gilt. Genau deshalb ist bet365 in diesem Vergleich der Maßstab, an dem die anderen sich messen müssen. Die Kehrseite ist die Vermarktung, die zu dieser Größe gehört: Kein Anbieter stellt seinen Preis großzügig, um ihn zu verschenken. Zwischen VBet, das gerade erst angefangen hat, und Betway, das die Live-Optionen verkauft, ist bet365 der Anker. Wer eine einzige Wette auf den Turniersieger plant und nur auf den Preis sieht, landet naheliegend hier.
AdmiralBet: zwei Erlaubnislinien im selben Haus
AdmiralBet hat die längste Akte im Feld: Die Greentube Betting Malta Limited ist für die Sportwetten geführt, ein erster Eintrag datiert vom 09.10.2020, Folgeerlaubnisse vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Daneben besteht für virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Domain eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Das ist eine Casino-Erlaubnis, und sie sagt nichts über die Sportwetten aus. Wer bei AdmiralBet unter dem einen Eintrag abschließt, verlässt den Sportwetten-Rahmen nicht — zwei Genehmigungen bedeuten hier zwei Regelwerke, nicht zwei Qualitäten. Praktisch heißt das für den Turnierblick: Wer beide Produkte ohnehin kennt, kann alles unter einer Marke abwickeln. Wer nur auf Fußball setzen will, braucht die zweite Linie nicht. AdmiralBet ist der Anbieter für den, der Sport und Casino in einem Konto schätzt, und der einzige im Feld, bei dem sich die Frage überhaupt stellt. Wer die Trennung von Erlaubnis und Sachverhalt sauber halten will, hat hier den einzigen Grenzfall zu prüfen.
Tiptorro: App-first, mit schmaler Produktlinie
Tiptorro wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten; die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis mit einem ersten Eintrag vom 30.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Die Marke beschreibt sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde. Wer den Afrika-Cup fast ausschließlich am Handy verfolgt und dort abschließen will, findet ein Produkt, das erkennbar um die App gebaut ist. Das ist im Turnierkontext kein kleines Plus, denn die Partien liegen in den Abendstunden — der Fall, für den eine Handy-Oberfläche gemacht ist. Der Haken liegt in der Schmalheit: Die Sportwetten stehen im Vordergrund, eine zweite Produktlinie trägt die Marke nicht. Wer ein separates Casino oder Pferdewetten braucht, sucht woanders. Wer ein Konto für das Telefon und sonst nichts will, bekommt hier genau das — und keine Reklame für alles andere.
Sportingbet: der breite Sportarten-Parkplatz
Sportingbet steht mit der Sportingbet (Deutschland) Limited in der Whitelist, Erlaubnis seit dem 09.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Das eigene Wettangebot führt einen Konfigurator+ und Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Ein Regal, das über Fußball weit hinausgeht, hat im Afrika-Cup-Zusammenhang einen konkreten Nutzen: In den achtzehn Monaten ohne Turnier lässt sich der Wettschein mit dem übrigen Programm füllen. Der Konfigurator+ macht Sportingbet zu einer Alternative zu Betway für alle, die Kombinationen selbst bauen. Der Nachteil steckt in der Breite selbst — ein Haus mit sieben Sportarten behandelt keine davon mit derselben Ausschließlichkeit wie ein Spezialist. Wer den Afrika-Cup als Teil eines größeren Sportjahres sieht, ist hier richtig. Wer während des Turniers nur eine Sache verfolgt und sie in maximaler Tiefe will, findet das schmalere Programm anderswo.
888sport: das börsennotierte Dach, zurückhaltend im Turnier
888sport gehört mit der 888 Germany Limited zur 888-Gruppe, deren Dach die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist; die Aktie notiert seit September 2005 an der London Stock Exchange. Diese Struktur signalisiert Stabilität, sie sagt aber nichts über die Tiefe des Turnierprogramms. Ein großer Name mit börsennotierter Mutter ist oft langsamer als ein kleines Haus, wenn ein neuer Markt geöffnet wird. Wer 888sport bereits für andere Sportarten nutzt, muss für den Afrika-Cup nicht wechseln, und das ist mehr wert, als es klingt: Ein zweites Konto bedeutet ein zweites Einzahlungslimit, das bei den meisten Spielern unnötig ist. Wer maximale Nebenmärkte pro Partie sucht, findet bei den Nachbarn mehr. Der Konzern steht für Zuverlässigkeit, nicht für Pionierarbeit bei Turniermärkten.
DAZN Bet: Streaming-Nähe, junger Eintrag
DAZN Bet ist nach VBet die jüngste Zulassung im Feld; Inhaberin ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, geführt seit dem 22. August 2023. Für einen Leser, der den Afrika-Cup in erster Linie sehen will, ist der Name naheliegend, weil er auf dem Fernsehbildschirm zu Hause ist und nicht in einem Wettbüro. Nur: Wer die Spiele sehen will, muss sich den Zugang über die Streaming-Seite der Marke sichern, und der Wettschein ist ein separates Produkt. Die kürzeste deutsche Sportwetten-Historie im Zehnerfeld ist kein Argument gegen das Haus, aber sie relativiert das Vertrauen, das der bekannte Name auf den ersten Blick erzeugt. DAZN Bet ist der Anbieter für den, der ein Konto wegen der Markenwelt aufmacht und Sportwetten mitnimmt. Der für breite Turnierabdeckung ist es nicht.
Interwetten: Preisversprechen, das nicht am Afrika-Cup hängt
Interwetten ist mit der Interwetten Gaming Limited aus Tigne‘ Point, Sliema, geführt, Erlaubnis seit dem 02.11.2020 mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Was die Marke in diesem Feld besonders macht, hängt nicht am Turnier: Sie wirbt im eigenen Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dafür auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der sie bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Dazu kommen Live-Streams von La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL — der Afrika-Cup ist nicht dabei. Das ist kein Versäumnis, das ist der ehrliche Hinweis, den man vorher braucht: Der beworbene Wert liegt außerhalb des Turniers. Die Quotenstudie ist Werbung mit Zahl, und die Zahl bezieht sich auf einen anderen Zeitraum als den, in dem der Afrika-Cup liegt. Unter den zehn ist Interwetten die Adresse für den, der nach den Turnierwochen weiterspielt.
Was Afrika-Cup-Wetten überhaupt sind und wann sie anstehen
Ein ganzes Turnier ist für die meisten Leser nicht der Grund, sich ein Konto zu holen, sondern der Anlass, ein bestehendes endlich zu nutzen. Als der Afrika-Cup im Januar 2026 endete, begannen achtzehn Monate Pause, in denen die heimischen Ligen und die europäischen Wettbewerbe den Markt füllen. Der Afrika-Cup ist damit genau der Fall, an dem sich Buchmacher unterscheiden, weil 24 Nationen in einem kompakten Fenster zusammenkommen. Wer in dieser Zeit nur eine Wette abschließen will, findet bei jedem der zehn ein vollständiges Ergebnis- und Siegermarktprogramm. Wer Nebenmärkte sucht, wird am ehesten zwischen Betway, bet365 und Sportingbet fündig.
Der wichtigste Satz, der die ganze Turnierplanung einrahmt: Prognosen sind Wahrscheinlichkeiten. Kein Artikel und keine Statistik kennt den Sieger eines Turniers, das nicht gespielt ist. Wie hart diese Regel ist, zeigt der Afrika-Cup 2025. Senegal gewann das Finale am 18. Januar 2026 gegen Gastgeber Marokko mit 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF dieses Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Wer auf Senegal gesetzt hatte, hielt die Wette nach neunzig Minuten für gewonnen. Das Detail ist die beste Erinnerung, die ein Text über Turnierwetten geben kann: Die Auszahlung richtet sich nach dem offiziellen Ende des Ereignisses, nicht nach dem Schlusspfiff — und was dieses Ende ist, entscheidet der Veranstalter.
Der Siegermarkt ist der wichtigste Einzelmarkt eines solchen Turniers. Daneben stehen die Gruppenmärkte: ob ein Außenseiter eine der sechs Vierergruppen übersteht und ob eine der vier besten Drittplatzierten noch ins Achtelfinale rutscht. Wer Gruppenwetten mag, stellt eine andere Frage als die nach dem Sieger — nicht die beste Mannschaft, sondern die überraschende Platzierung. Das Achtelfinale mit den vier besten Gruppendritten erzeugte 2025 genau an diesen Positionen einen echten Wettbewerb. Das K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand führt dann zu den speziellen Regeln für die Endrunde.
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen; Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 treten 24 Mannschaften an. Torschützenkönig der Ausgabe 2025 war Brahim Díaz aus Marokko mit fünf Toren; im Spiel um Platz drei setzte sich Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2 durch. Wer auf den Torjägertitel setzt, wettet auf eine Person über eine ganze Turnierlaufzeit — und damit darauf, dass ihre Elf weit navigiert. Diese Wette ist keine Fußballwette im engeren Sinn. Nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden; die Ausgabe 2025 war die letzte vor dieser Verdichtung.
Whitelist prüfen: der einzige Test für eine deutsche Erlaubnis
Die Erlaubnis für Sportwetten erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) nach dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie vergibt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht die Einhaltung. Wer wissen will, ob ein Anbieter zugelassen ist, hat genau einen verlässlichen Weg: die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie ist der einzige Test. Was sie nicht ist: eine Liste der guten Anbieter. Sie sagt, dass eine Erlaubnis vorliegt, und sonst nichts.
Der Eintrag selbst ist die Antwort. Steht ein Anbieter nicht auf der Whitelist, fehlt ihm die Erlaubnis, und das Angebot ist in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Ein Anbieter auf der Liste darf Sportwetten anbieten; ein Anbieter ohne Eintrag darf es nicht, unabhängig davon, wie professionell seine Seite aussieht.
Vorsicht bei der Domain. Jede auf der Whitelist geführte Domain ist eine .de-Adresse, aber eine .de-Adresse allein beweist gar nichts. Umgekehrt hängt die Erlaubnis an einer bestimmten Domain und nicht an einer Marke allgemein: Eine Marke kann für virtuelle Automatenspiele zugelassen sein und im Sportbereich trotzdem eine eigene Erlaubnis brauchen. AdmiralBet ist der Fall im eigenen Haus — Casino-Linie und Sportwetten-Linie stehen getrennt, und beide sagen nichts übereinander aus.
Der zweite Kandidat für Verwechslung sind Lizenzen aus anderen Ländern. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL warnt ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten, und in einer Warnung vom 17. September 2026 nannte sie dafür namentlich „Platincasino“. Dasselbe gilt für Esports: Die Behörde hat klargestellt, dass Wetten auf Esports nicht möglich sind, weil Esports nicht als Sport anerkannt ist. Ein Anbieter, der Esports-Wetten führt, hat damit unabhängig von der Whitelist ein Problem.
Die Prüfung selbst dauert Sekunden. Wer den Namen des Anbieters in die Whitelist eingibt, sieht den Erlaubnisinhaber und die Domain. Zehn Sekunden, um eine Position zu sichern oder zu verwerfen, sind eine gute Investition — und die einzige, die vor einem Anbieter schützt, der gar nicht anbieten darf.
Und noch ein Punkt, der praktisch wichtiger ist, als er klingt: Die Erlaubnis ist nicht alles. Ein gelisteter Anbieter unterliegt einer ganzen Reihe von Regeln, die ein nicht gelisteter nicht einhält — vom Einzahlungslimit über die Sperrdatei bis zum Umgang mit Beschwerden. Wer auf einer Seite ohne Eintrag abschließt, hat weder OASIS noch LUGAS im Rücken und in einem Streit um eine Auszahlung keinen deutschen Rechtsweg. Die Whitelist ist der billigste Schutz des Marktes, weil sie nichts kostet.
Spielerschutz im Turniermonat: was das Gesetz vorgibt und was davon greift
Ein Turnier verleitet zu spontanen Einsätzen, und das liegt nicht am Charakter des Einzelnen, sondern an der Geometrie des Angebots: dicht gedrängte Spieltage, an manchen Abenden sechs Partien, ein Endspiel an einem Montagabend ohne Ausgleich im Alltag. Wer in dieser Verdichtung spielt, trifft mehr Entscheidungen als an einem Bundesliga-Wochenende mit zwei Spielen und anschließendem Feierabend.
Was in Deutschland dagegensteht, ist konkret. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt. Es gilt ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifikation; vor der Verifikation darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang spielen lassen, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Danach greift das reguläre Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS Limitdatei. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler nur dann ein höheres Limit setzen — bis zu 10.000 € und in besonderen Fällen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler —, wenn die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisbar ist; eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Ein niedrigeres Limit gilt sofort, ein höheres erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen über mehrere Konten ist nach § 6h GlüStV ebenfalls nicht erlaubt.
Das Einzahlungslimit ist die harte Zahl, die den Turniermonat strukturiert. In einem Monat mit 28 Partien gibt es eine natürliche Grenze von 1.000 € über alle Anbieter hinweg vor. Wer das Limit in den Gruppenspieltagen ausschöpft, hat für die K.-o.-Runde keinen Spielraum mehr. Das ist kein Ratschlag, sondern der Mechanismus selbst.
Drei Werkzeuge gehören dazu, und man sollte sie kennen, bevor man sie braucht. Die Sperrdatei OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und beim Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn man eine Dauer nennt, und sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Beide sind keine Angebote der Anbieter, sondern Regeln des GlüStV 2021, die für alle auf der Whitelist gelten. Wer offshore spielt, hängt an keinem der beiden Systeme — dazu später mehr.
Noch ein Punkt, der oft übersehen wird: Das Limit hängt an der Person, nicht am Konto. Wer bei drei Anbietern gleichzeitig spielt, hat trotzdem 1.000 € im Kalendermonat zur Verfügung, und diese geteilte Grenze muss beim Spielen über mehrere Konten mitgedacht werden. Genau deshalb ist ein zweites Konto selten eine gute Idee.
Das Guthaben ist dabei kein verlorenes Geld. Die Spieler-Gelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und beim Schließen des Kontos wird der Stand innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Wer eine Pause macht, verliert seinen Kontostand also nicht — eine Information, die man vor der Panik braucht, nicht danach.
Bei welchen Anbietern du auf den Afrika-Cup setzen kannst
Zehn Anbieter tragen den Sportwetten-Teil dieses Vergleichs, und die Auswahl fällt auf ein vollständiges Feld: Jede der zehn Marken hält eine gültige Erlaubnis und hat im Zweifel das Programm, das ein Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-Runde verlangt. Was sie trennt, ist weniger die Legalität als das Gewicht ihrer Schwerpunkte.
Drei Wege stehen offen. Der umfassendste Markt mit dem Preismaßstab liegt bei bet365. Der klarste Live-Zugang mit Cash-Out und Konfigurator+ liegt bei Betway. Der beste Weg für alle, die nur mobil spielen, führt zu Tiptorro. Daneben gibt es die Spezialfälle: Sportingbet für alle, die auch außerhalb des Turniers ein breites Sportartenregal brauchen; Interwetten für alle, die nach den Turnierwochen weiterspielen und dafür Wert auf Quoten und Streams legen; ODDSET für alle, die eine Kette mit Ladenvertrieb schätzen; AdmiralBet für alle, die Sport und Casino unter einer Marke bündeln wollen; 888sport und DAZN Bet für alle, die eine bekannte Marke stabilitätsorientiert suchen; und VBet für alle, die den aktuellsten Eintrag als Chance lesen.
Wer zum ersten Mal auf ein Turnier wettet, sollte den Anbieter zuerst nach der Breite des Wettprogramms auswählen und erst danach nach dem Preis. Wer schon ein Konto hat, prüft, ob es auf der Whitelist steht — und schließt sonst bei keinem anderen ab, sondern wechselt zu einem der zehn.
Der Afrika-Cup 2025 und der Termin 2027: was wirklich stattfindet
Der Turnierkalender ist der Teil dieser Seite, der am häufigsten falsch verstanden wird. Eigentlich hätte das Turnier im Sommer 2025 steigen sollen, doch Terminkonflikte mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 verschoben es auf die Jahreswende. Diese Verschiebung hatte einen spürbaren Effekt für alle, die in Europa vor dem Bildschirm sitzen: Marokko spielte im Winter, ohne Sommerhitze, in der Weihnachts- und Neujahrszeit.
Der Punkt, den jeder Suchende im Kopf haben sollte: Die Bezeichnung „Afrika-Cup 2026“ beschreibt kein Turnier. Der Afrika-Cup wird nicht jedes Jahr ausgetragen; die letzte Ausgabe war die von 2025, die nächste ist die von 2027. Die Jahreszahl 2026 in einer Suchanfrage ist die des laufenden Jahres, nicht die eines Turniers. Wer das weiß, wird von keiner Wettseite aufs Glatteis geführt.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet. Es wird die erste gemeinsame Ausrichtung von drei Nationen. Nebenbei ist die Qualifikation der zweite Weg, sich ein Turnier zu erschließen, ohne auf den Anpfiff zu warten: Wer die afrikanischen Nationalmannschaften kennt, kann Spiel für Spiel verfolgen, wer sich qualifiziert und wer früh als Gruppensieger feststeht. Die meisten Turnierwetter warten damit, bis das Endrundenfeld steht. Wer lange genug dabei ist, sieht die Vorbereitung als Teil des Produkts — und in der Qualifikation liegen die Quoten noch anders als im Endrundenmarkt.
Die richtigen Märkte: Sieger, Gruppe, Spielausgang, Torjäger
Vier Wettarten decken die meisten Afrika-Cup-Wetten ab, und jede passt zu einem anderen Beobachter.
Der Turniersieger ist der wichtigste Einzelmarkt. Hier wird der Ausgang vollständig bepreist: Alle Mannschaften bekommen eine eigene Quote, und der Markt wird bis zum Finalanpfiff mehrfach neu berechnet. Er ist der Markt, an dem man sich beteiligen kann, ohne jedes Spiel zu verfolgen — man muss nicht neunzig Minuten zusehen, um zu wissen, ob das Ticket noch lebt. Die Summe aller Siegerquoten trägt allerdings eine Marge, und diese wird im Abschnitt „Wie die Quote zur Marge wird und was Kombis zusätzlich kosten“ erklärt. Wer vor dem ersten Anpfiff setzt, hat den längsten Zeitraum, in dem sich die Kurve noch dreht — in beide Richtungen.
Die Gruppenwetten sind der zweite klassische Markt. Sechs Vierergruppen, dazu die vier besten Gruppendritten, die ins Achtelfinale einfahren: Diese Struktur erzeugte 2025 an den Drittplatzierten-Positionen einen echten Wettbewerb. Wer eine Gruppe tippt, beschäftigt sich mit einer Tabelle statt mit einem Spiel; die Wette spannt den Blick über drei Partien pro Mannschaft. Das Endrundenfeld bleibt bei 24 Teams, der Modus damit erhalten.
Ergebnis- und Ausgangswetten stehen auf jedem Wettschein. Ein Spiel, drei Ausgänge, mehrere Linien — anwendbar auf jede Partie der Endrunde, sofern der Anbieter sie führt. Hier liegt der wettintensivste Bereich des Turniers, und hier ist der Spielplan am dichtesten. In der Endrunde werden aus vielen Partien schnell sechzehn, dann acht, dann vier und dann ein Finale; wer nur auf den Ausgang setzt, hat am Ende einen überschaubaren Bestand an Anlässen.
Die Torjägerwetten schließlich sind der am wenigsten verstandene Markt. Man setzt nicht auf ein Spiel, sondern auf die Leistung einer Person über ein ganzes Turnier; der Erfolg hängt davon ab, ob die Mannschaft über mehrere Runden kommt. Der Torjägerkönig von 2025, Brahim Díaz, spielte für Marokko, den Gastgeber. Dieses Muster ist keine Regel, aber es zeigt den Mechanismus: Das Team, das weit kommt, produziert den Torjäger, weil es mehr Spiele hat. Wer auf einen Torjäger setzt, setzt also nicht auf einen Einzelspieler, sondern auf ein Team bis zum Endspiel.
Wie die Quote zur Marge wird und was Kombis zusätzlich kosten
Jede Quote enthält einen Anteil, der beim Buchmacher bleibt, gleich wie das Spiel ausgeht. Dieser Anteil ist die Marge, und sie ist das ehrlichste Kriterium dafür, ob ein Anbieter seine Preise eng stellt.
Die Rechnung nimmt einen illustrativen 1X2-Markt mit drei Ausgängen: 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden, 3,60 für den Auswärtssieg — ausdrücklich ein Beispiel, keine zitierte Quote. Die Kehrwerte sind 0,47619, 0,29412 und 0,27778 und summieren sich zu 1,04809. Daraus folgt eine Ausschüttungsquote von gerundet 95,4 % und eine Marge von etwa 4,6 %. Unter diesen Annahmen bleiben also rund 4,6 % jedes auf diesen Markt gesetzten Euro beim Buchmacher, und rund 95,4 % fließen als Ausschüttung zurück.
Der Wert ist eine Näherung, keine Bekanntgabe eines Anbieters, und er beschreibt nicht, wie die drei Quoten tatsächlich zustande gekommen sind. Die Aussagekraft kommt aus dem Vergleich: Je kleiner die Marge, desto näher liegt die durchschnittliche Ausschüttung am Einsatz, und desto weniger kostet jede einzelne Wette. Zwischen 4 % und 6 % Marge liegt bei 20 € Einsatz bereits ein Unterschied von rund 40 Cent pro Wettschein — über ein Turnier mit 28 Partien ist das der Abstand zwischen einer guten und einer spürbar schlechteren Bilanz. Das ist kein theoretisches Interesse. Es ist die einzige Rechnung, mit der sich prüfen lässt, ob ein Anbieter, der mit „besten Quoten“ wirbt, das Versprechen über alle Ausgänge eines Marktes einlöst.
Die Kombiwette — in Deutschland auch Kombinationswette genannt — ist die Wettart, mit der die meisten Gelegenheitsspieler anfangen und die wenigsten durchdenken. Zwei oder mehr Einzelwetten auf verschiedene Ereignisse werden zu einer Wette verbunden, und alle müssen eintreten. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Quoten multiplizieren sich. Wer zwei Auswahlen mit 2,10 und 1,80 verbindet, kommt auf eine Gesamtquote von 3,78, und aus 10 € Einsatz würden bei Gewinn 37,80 €. Der Preis dafür steht nicht auf dem Wettschein. Jede einzelne Auswahl trägt ihre eigene Marge, und in einer Kombination zahlt man sie mehrfach — die Belastung wirkt nicht addiert, sondern multipliziert. Bei drei Auswahlen mit 2,10, 1,80 und 1,60 ergibt sich eine Gesamtquote von 6,05, und dieselbe Vervielfachung trifft die Kosten mit. Die Kombiwette bleibt ein legitimer Weg für alle, die Spannung über mehrere Partien strecken wollen und dafür in Kauf nehmen, dass eine einzige unglückliche Auswahl alles kippt. Wer sie nur wegen der hohen Quote spielt, bezahlt mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit, die nicht auf dem Schein steht.
Die Umkehrung derselben Struktur: Eine einzelne Wette auf ein einzelnes Spiel ist die billigste Form, in der man eine Marge zahlt. Nichts daran ist eine Empfehlung, Kombis zu meiden — sie stehen am Ende der Skala, an der sich jede andere Entscheidung messen muss.
Was eine Gratiswette wert ist und was die Steuer kostet
Das GlüStV 2021 setzt keinen Sportwettenbonus fest und deckelt keinen. Ob ein Anbieter 100 % auf die erste Einzahlung verspricht, wie hoch der Umsatz ist, den der Bonus verlangt, und welche Mindestquote dabei gilt, steht ausschließlich in seinen eigenen Bedingungen. Zwei Häuser können dieselbe beworbene Summe mit völlig unterschiedlichen Auflagen verbinden, und die Behörde mischt sich dabei nicht ein. Wer zwei Angebote vergleicht, kommt um das Lesen der Bedingungen nicht herum, und die Werbeaussage hilft dabei nicht weiter.
Die Sportwettensteuer ist dagegen eine feste Größe. Sie beträgt 5,3 % des Betrags, der als Einsatz gezahlt und um die Steuer selbst gekürzt wird — bezogen auf den tatsächlich eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 %. Steuerschuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler. Ob und wie er sie weitergibt, ist Teil seiner eigenen Bedingungen; in der Praxis geschieht das über die Quote. Wer für 10 € Einsatz spielt, sieht davon also rund 0,50 € nicht auf dem Wettschein. „5,3 % des Einsatzes“ wäre die falsche Angabe — die Bemessungsgrundlage ist kleiner als der gezahlte Betrag.
Was mit einem Bonus passiert, wenn die Wette scheitert, steht ebenfalls in den Bedingungen und nicht im Gesetz. Eine Gratiswette, deren Einsatz nicht mit ausgezahlt wird, ist weniger wert als eine Gutschrift in Geld; eine Aktion, die den Einsatz auch im Gewinnfall zurückgibt, ist mehr wert. Die Unterscheidung kostet zwei Minuten Lektüre und entscheidet über den tatsächlichen Wert einer Aktion.
Wo der Weg über die Grenze endet und was er tatsächlich kostet
Sportwetten außerhalb der Whitelist sind in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat keine Bedeutung für den deutschen Markt, und die Aufsichtsbehörde warnt ausdrücklich. Am 17. September 2026 hat sie vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei namentlich „Platincasino“ genannt. Das ist der sichtbare Teil eines Durchsetzungsapparats, der auch Sperrverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzsperren umfasst.
Die wichtigste Folge für den Spieler ist nicht der Strafrahmen, sondern der Verlust des Schutzes. Ein nicht gelisteter Anbieter hängt weder an OASIS noch an LUGAS, und im Streit um eine Auszahlung steht kein deutscher Rechtsweg offen. Das Angebot kann im Ausland legal sein; in Deutschland fehlt die Erlaubnis, und mit ihr alles, was an ihr hängt.
Die zivilrechtliche Seite ist in Bewegung, aber nicht entschieden. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Haben Behörden zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, entfällt der Anspruch. Eine Entscheidung steht aus, und niemandem ist eine Rückzahlung zugesagt. Wer heute bei einem Anbieter ohne Erlaubnis spielt, sollte nicht damit planen, das Geld später zurückzuholen.
Spielunterbrechung, Endstand und alles, was nicht direkt das Spiel ist
Einige Wetten betreffen nicht das Endergebnis, sondern den Ablauf. Die Live-Wette während eines laufenden Spiels ist in Deutschland nur eingeschränkt erlaubt: Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente zulässig, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ist erlaubt, nächster Satz im Tennis ebenfalls; nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball nicht. Ein gelisteter Anbieter setzt diese Grenze um, indem er die entsprechenden Märkte erst gar nicht anbietet. Wer vor dem Anpfiff auf ein Spiel setzt, ist freier in seiner Wahl.
Bei K.-o.-Spielen kommt die Frage der Verlängerung hinzu. Ob sie zum Ergebnis einer Wette zählt, steht in den Wettregeln des jeweiligen Anbieters, und die unterscheiden sich: Manche beziehen sich auf das Ergebnis nach der regulären Spielzeit, andere auf das Endergebnis einschließlich Verlängerung. Für ein Elfmeterschießen ist es üblich, dass es nicht in das Ergebnis einfließt, aber das ist keine Vorgabe der Aufsicht, sondern eine Buchmacherregel. Vor dem Finale ist der Blick in die Regeln daher sinnvoller als danach.
Und wer sich für den Ausgang eines Spiels interessiert, das nie angetreten wird: Über die Auszahlung entscheidet das offizielle Ende des Ereignisses. Eine Absage, eine nachträgliche Wertung oder ein Abbruch haben eigene Regeln. Da das Finale 2025 am grünen Tisch nachträglich geändert wurde, ist das keine hypothetische Frage. Wer eine Wette abschließt, sollte wissen, wie sein Anbieter mit einer solchen Wertung umgeht — die Antwort steht in den Teilnahmebedingungen und nicht in der Quotenübersicht.
Einzelwette oder Kombi: welcher Weg zu welchem Spieler passt
Wer zum ersten Mal auf ein Turnier wettet, hat ein anderes Bedürfnis als jemand, der seit zehn Jahren dabei ist. Zwei Wege erfüllen zwei verschiedene Zwecke.
Der erste ist die Einzelwette. Sie kostet die geringste Marge, lässt sich leicht verbuchen und ist überprüfbar: ein Spiel, ein Ergebnis, gewonnen oder verloren. Wer ein Budget von 100 € über das Turnier plant, fährt damit regelmäßig besser, weil jede Wette nur eine Marge trägt. Sie ist auch der einzige Weg, das eigene Urteil zuverlässig zu prüfen — hinterher hat nur eine Variable das Ergebnis bestimmt.
Der zweite ist die Kombiwette. Sie liefert höhere Quoten, und der Preis dafür hat einen Namen. Zwei Auswahlen mit 2,10 und 1,60 ergeben eine Kombiquote von 3,36; als Einzelwetten hätten beide zusammen 3,70 zurückgegeben. Der Unterschied ist der Betrag, den die zweite Marge kostet.
Dazwischen liegt die Systemwette, eine Mischform aus mehreren Kombinationen einer Auswahl von Einzelwetten. Auf dem Papier streut sie das Risiko, tatsächlich erhöht sie die Anzahl der Wetten und damit die Kosten. Wer die Marge versteht, sieht das sofort: Eine Systemwette ist teuer, weil sie das Vielfache an Margenbelastung mit sich bringt.
Für den Afrika-Cup heißt das: Wer die Gruppenphase nachvollziehbar verfolgen und die Kontrolle behalten will, spielt Einzelwetten. Wer an einem Abend mit sechs Partien Spannung sucht, greift zur Kombi, im Bewusstsein, dass jede zusätzliche Auswahl Marge hinterlässt. Der Turnierplan mit seinen dichten Spieltagen ist praktisch ein Katalog von Kombinationsmöglichkeiten. Die Struktur ist aber nicht der Wert.
Der Afrika-Cup im Vergleich zu anderen Turnieren: was ihn anders macht
Was den Afrika-Cup von einer Weltmeisterschaft oder einer Europameisterschaft unterscheidet, ist die Zahl der Teilnehmer und die Häufigkeit. Seit 2019 sind es 24 Mannschaften, und der Modus ist seitdem stabil. Für 2027 haben sich 54 Mannschaften zur Qualifikation angemeldet, die Endrunde bleibt bei 24 Teams. Der Afrika-Cup ist damit sportlich kein zweiter WM-Teilnehmerpool.
Die zweite Besonderheit ist der Termin. 2027 fällt das Turnier mit dem 19. Juni bis 17. Juli in die Sommermonate — anders als 2025, als es in den Winter verschoben wurde. Ein Turnier im Juni konkurriert weniger mit dem europäischen Ligabetrieb als eines im Januar, und das verändert den Wettalltag: Wer sonst nur am Wochenende spielt, findet im Sommer auch an Wochentagen Anlässe.
Die dritte Besonderheit sind die Titelverhältnisse. Ägypten ist mit sieben Meisterschaften Rekordsieger, doch die jüngste Ausgabe ging an Senegal — mit der Einschränkung, dass die CAF das Finale zwei Monate später mit 3:0 für Marokko wertete. Wer aus dem Muster von 2025 auf 2027 schließen will, sollte das nicht tun. Samuel Eto’os 18 Tore sind der einzige Bestand, der über Jahrzehnte trägt; die Zahl der Titel ist eine andere Art von Bestand, aber beide sagen nichts über das nächste Endspiel.
Viertens die Pause nach 2027. Ab 2028 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre stattfinden. Wer heute ein Konto für den Afrika-Cup eröffnet, sollte wissen, dass die Ausgabe 2027 die letzte in diesem Rhythmus ist. Danach folgt kein Turnier 2029, sondern erst das der 2030er Jahre. Das ist kein Grund, sich gegen ein Konto zu entscheiden — aber es ist ein Grund, die Qualifikation 2027 nicht als Nebensache zu behandeln.
Warum die Bonusregeln nirgends gleich sind und was du tun kannst
Es gibt keine Aufsichtsregel, die einen Sportwettenbonus deckelt, begrenzt oder eine Mindestquote vorschreibt. Eine 100-%-Aktion mit 100 € Einstiegsbetrag, einem Umsatz von 500 € und einer Mindestquote von 1,60 ist in den Bedingungen eines Anbieters völlig normal. Bei einem anderen kann dieselbe Summe mit einem Umsatz von 250 € und ohne Quotenvorgabe stehen. Diese Unterschiede sind der eigentliche Vergleichsmaßstab für Boni — nur gibt es keinen objektiven, weil die Aufsicht keinen vorgibt.
Für den Spieler heißt das: Kein Bonus lässt sich nach dem Schlagwort beurteilen. Zwei Angebote, beide mit „100 % Bonus“ beworben, können völlig verschiedene Werte haben, je nachdem wie hoch der Umsatz und wie hoch die Mindestquote ist. Wer sie vergleicht, kommt um genaues Lesen nicht herum.
Sinnvoll ist eine Reihenfolge: Der Anbieter steht zuerst, dann die Wette, dann der Bonus. Wer sich einen Bonus zulegt und dann erst die Sportwetten entdeckt, hat den Weg rückwärts genommen. Und eine Frist ist oft der eigentliche Preis — eine Aktion, deren Umsatz innerhalb weniger Wochen erfüllt sein muss, ist praktisch eine Verpflichtung zu spielen, nicht eine Erleichterung.
Fragen und Antworten zum Afrika-Cup
Wird beim Afrika-Cup 2026 gespielt, oder meint das Jahr den Zeitraum zwischen den Ausgaben 2025 und 2027?
Ein Afrika-Cup mit der Bezeichnung 2026 findet nicht statt. Die Jahreszahl in der Suchanfrage benennt das laufende Jahr, kein Turnier. Die letzte Ausgabe lief im genannten Zeitraum in Marokko, die nächste ist für Juni und Juli 2027 geplant. Dazwischen liegt ein turnierfreies Jahr.
In welchen Ländern findet der Afrika-Cup 2027 statt, und wann ist es so weit?
Die Ausgabe 2027 ist vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 geplant und soll in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden. Für die Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet. Die Endrunde bleibt bei 24 Teams, gespielt wird also in drei Ländern statt wie zuletzt in einem einzigen Gastgeberland.
Welche Wettarten sind bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System üblich?
Im Vordergrund steht der Turniersieger. Dazu kommen die Gruppenspiele, bei denen die Weiterkommensfrage zählt, sowie Ergebnis- und Ausgangswetten auf einzelne Partien. Torschützenwetten beziehen sich auf eine Person über das ganze Turnier. Für die Endrunde gelten Sonderregeln zur Verlängerung und zum Elfmeterschießen.
Zählen Verlängerung und Elfmeterschießen zum Ergebnis eines K.-o.-Spiels?
Das hängt von den Wettregeln des jeweiligen Anbieters ab. Eine Wette kann sich auf das Ergebnis nach der regulären Spielzeit beziehen, eine andere schließt die Verlängerung ein. Für das Elfmeterschießen ist üblich, dass es nicht in das Ergebnis einfließt, doch eine einheitliche Vorgabe gibt es nicht.
Woran erkennt man, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis für Afrika-Cup-Wetten besitzt?
Die einzige verlässliche Quelle ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Dort stehen der Name des Erlaubnisinhabers und die konkrete Domain. Eine .de-Adresse allein sagt nichts. Anbieter ohne Eintrag dürfen in Deutschland keine Sportwetten anbieten; Stand der Liste ist der 2. Oktober 2026.
Wie viel bleibt von einem Gewinn nach der Sportwettensteuer von 5,3 %?
Die Steuer beträgt 5,3 % des Einsatzes, der um die Steuer selbst gekürzt wird; bezogen auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 %. Den Steuerbetrag schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie er sie über die Quote oder die Auszahlung weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen.
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Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»
