EM-Wetten in Deutschland: Diese zehn Anbieter dürfen sie überhaupt annehmen
Stand: 30. Oktober 2026 — Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Wer im Sommer nach einer EM-Wette sucht, stößt zuerst auf ein Missverständnis. Das Turnier, das der Suchbegriff meint, findet in diesem Jahr nicht statt. Die letzte Endrunde lief 2024 in Deutschland, die nächste kommt 2028 in England, Schottland, Wales und Irland. Dazwischen liegt eine Qualifikation, die gerade erst anläuft. Wer trotzdem heute ein Konto eröffnet, tut das also nicht für ein Turnier in dieser Saison, sondern für zwei Jahre Fußball mit einem Höhepunkt am Ende — und die Bedingungen, unter denen er das tut, ändern sich in dieser Zeit nicht mehr.
Genau deshalb ist die Anbieterfrage hier keine Turnierfrage. Sie ist eine Frage nach der Erlaubnis. In Deutschland darf Sportwetten im Internet nur veranstalten und vermitteln, wer eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags hält, und wer sie hält, steht auf der Whitelist nach § 9 Abs. 8. Der Stand dieser Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Halter mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, und drei Halter ausschließlich für Pferdewetten. Zehn dieser Sportwetten-Halter stehen auf den folgenden Seiten einzeln zur Prüfung.
Bevor das passiert, eine Warnung an die Adresse derer, die glauben, ein Schnäppchen zu machen: Wer auf einer Seite wettet, die nicht auf dieser Liste steht, hat im Streitfall nichts in der Hand — keinen Zugang zum Sperrsystem OASIS, keinen Eintrag in der Limitdatei LUGAS, keine deutsche Aufsicht, die für ihn anrufbar wäre. Die Behörde mahnt das nicht theoretisch an. Am 17. September 2026 hat sie Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.
Was eine Wette unter diesen Bedingungen wirklich kostet, lässt sich ausrechnen, und zwar an jedem Markt. Der erste Abschnitt hier zeigt, wo dieses Geld hingeht.
Was die Vergleichstabelle zeigt: Erlaubnis, Halter und Datum
Die folgende Übersicht ist der Kern der Anbieterwahl. Sie nennt für jeden der zehn das, was sich nachprüfen lässt, und nichts, was sich nicht nachprüfen lässt.

| Anbieter | Erlaubnis auf der GGL-Whitelist | Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Betway | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | Betway Limited | 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| VBet | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| ODDSET | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| Sportingbet | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| AdmiralBet | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 |
| bpremium | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| bet-at-home | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
| NEO.bet | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
| MERKUR BETS | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| bwin | Sportwetten, geführt für das Sportwetten-Angebot | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
Die Spalte mit dem Datum ist die aufschlussreichste, und zwar nicht wegen des Alters der Erlaubnis. Eine Erstehlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1. Die Whitelist nennt nur Erteilungsdaten, nie ein Ablaufdatum — wer dort ein Enddatum sucht, sucht etwas, das nicht existiert. Auffällig ist etwas anderes: Sechs der zehn Datensätze tragen ein Folgeerlaubnisdatum aus dem Dezember 2022, drei Anbieter sind erst 2023 dazugekommen. Zwischen 2020 und 2023 hat sich das Feld also fast vollständig neu sortiert, und wer damals ein Konto bei einem dieser Namen eröffnet hat, betreibt es heute bei einem anderen Erlaubnisinhaber als zum Zeitpunkt der Anmeldung. Das ist kein Problem — die Erlaubnis hängt an der Domain, nicht an der Marke —, aber es erklärt, warum die Nutzungsbedingungen mancher Häuser auf Fassungen von 2023 verweisen und nicht auf ältere.
Die Herkunft der Halter ist der zweite auffällige Punkt. Neun der zehn sitzen in Malta, ob in Ta’Xbiex, Gzira oder St. Julian’s, dazu eine in Deutschland ansässige Gesellschaft für ODDSET. Das ist kein Zufall und kein Makel: Eine deutsche Erlaubnis erlaubt den Betrieb, sie verlangt nur nicht, dass die Betreibergesellschaft hier ihren Sitz hat. Aufsicht, Sperrsysteme und Limitdatei greifen trotzdem, weil sie an der Erlaubnis hängen und nicht am Firmensitz. Für einen Spieler in Deutschland macht das den Unterschied zwischen einem Anbieter, bei dem er sich beschweren kann, und einem, bei dem er es nicht kann.
Eine dritte Sache steht nicht in der Tabelle, weil sie nicht in Spalten passt: Eine .de-Domain beweist von sich aus nichts. Jede auf der Whitelist geführte Domain endet auf .de, aber der Umkehrschluss gilt nicht. Es gibt deutsche Domains ohne Erlaubnis, und es gibt sie reichlich. Der einzige Test bleibt die Liste selbst, Eintrag für Eintrag.
Und noch ein Hinweis, der in die Spalte mit dem Halter gehört: Nur die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführte Domain nimmt Sportwetten an. Ein Halter kann zusätzlich virtuelle Automatenspiele anbieten — AdmiralBet tut das für eine separate Domain seit dem 28. September 2022, bet-at-home seit dem 28. Dezember 2022 —, aber das ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und sagt über das Sportwettenangebot nichts. Wer Sportwetten mit den Limits des Casinos verwechselt, verwechselt zwei Rechtsgebiete.
Die Endrunden und ihre Daten: was in 2026 auf dem Programm steht
Der Auslosungstermin ist der einzige feste Punkt im Kalender, der in diesem Jahr noch ansteht. Die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2028 wird in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams gespielt. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt, die Auslosung ist am 6. Dezember 2026 in Belfast. Ab diesem Tag kennt die Öffentlichkeit die Gruppenzusammensetzung — und ab diesem Tag entstehen Märkte, die es vorher nicht gibt: Gruppensieger, Weiterkommen, Gruppentabellen. Wer bis dahin wartet, hat nichts versäumt. Wer früher ein Konto eröffnet und verifiziert, hat den Papierkram hinter sich, bevor die erste Welle an Sonderwetten auf einen einzigen Nachmittag fällt.
Das nächste Turnier selbst hat bereits einen festen Rahmen. Die Fußball-Europameisterschaft 2028 findet mit 24 Nationen im Juni und Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland statt. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Ausgetragen werden sechs Vierergruppen, danach folgt die K.-o.-Phase mit Achtelfinale vom 24. bis 27. Juni, Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli, Halbfinale am 4. und 5. Juli und schließlich das Finale. Ein Spiel um Platz drei findet nicht statt. Diese eine Lücke im Programm ist wettrelevant: Ein Halbfinal-Verlierer bekommt in diesem Turnier kein zweites Spiel, also gibt es auch keine Wette darauf.
Für die Anbieterwahl bedeutet der Kalender nichts Gutes für Ungeduldige und alles Gute für Vorbereitete. Ein Turnier, das 2028 beginnt, wird in fast jedem Haus mit denselben wenigen Märkteinheiten eröffnet — Gruppensieger, Turniersieger, Torschützenkönig —, und genau dort liegen die Quoten am weitesten auseinander, weil sie am längsten stehen und am wenigsten Volumen haben. Wer erst kurz vor dem Eröffnungsspiel vergleicht, vergleicht in einem Zeitfenster, in dem die Häuser längst nachjustiert haben.
Was zuletzt war, hilft beim Verstehen des Maßstabs. Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland mit 24 Mannschaften statt. Die Vorrunde wurde in sechs Gruppen zu je vier Teams gespielt, insgesamt waren es 51 Spiele. Im Finale am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel. Sechs Spieler erzielten je drei Tore — Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Die Gesamtzuschauerzahl betrug 2.681.288.
51 Spiele, 24 Mannschaften, sechs Gruppenspiele pro Team im weiteren Sinne: Das ist der Rahmen, in dem sich ein Turnierwetter bewegt. Es ist ein kurzes Fenster. Vier Wochen, in denen die Werbeetats der Anbieter konzentriert auf denselben Zeitraum fallen, und ein Spieler, der in diesen vier Wochen zwanzig Wetten platziert, hat seine Strategie längst nicht mehr unter Kontrolle — die Zahl der Wetten steigt schneller als die Zahl der durchdachten Entscheidungen. Wer das weiß, plant seine Turnierwette vorher und nicht währenddessen.
Ein Blick noch auf die Kontinuität des Formats. Die erste Fußball-Europameisterschaft fand 1960 statt, seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann drei: 1972, 1980 und 1996. Rekordtorschütze ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren, Veranstalter ist die UEFA, das Turnier findet alle vier Jahre statt. Die 16er-Felder der Jahre 1996 bis 2012 sind der Grund, warum ältere Statistikreihen nicht ohne Weiteres mit heutigen vergleichbar sind: Mehr Teams heißt mehr Spiele, mehr Spiele heißt mehr Tordaten, und jede historische Quote zu einem Turnierformat ist nur für dieses Format eine Referenz.
Wer wissen will, wie häufig ein Turniersieg historisch in Serie ging, findet in diesen Zahlen übrigens eine nützliche Bremse gegen zu viel Fantasie. Vier Titel aus dreizehn Turnieren für den Rekordsieger — das ist eine Erfolgsquote, die jede Dauerwette auf einen Topfavoriten in ein anderes Licht rückt.
Warum die Marge in jeder Quote steckt: eine Beispielrechnung
Kein Buchmacher verkauft eine Quote zum Selbstkostenpreis, und wer das einmal nachgerechnet hat, liest jede Werbung anders. Ein 1X2-Markt zu Quoten von 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg — ausdrücklich ein Beispiel, keine zitierte Preisstellung eines Anbieters — zeigt die Mechanik sauber.
Dazu addiert man die Kehrwerte aller drei Quoten einer einzigen Partie. Für dieses Beispiel kehren wir um: 1 dividiert durch 2,10 ergibt ungefähr 0,4762, 1 durch 3,40 ungefähr 0,2941 und 1 durch 3,60 ungefähr 0,2778. Die Summe liegt bei rund 1,0481. Der Kehrwert davon — die Auszahlungsquote des Marktes — beträgt damit rund 95,4 Prozent, und die Marge ist die Differenz zu 100: etwa 4,6 Prozent. Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, bleiben also ungefähr 4,6 Cent im Haus, und rund 95,4 Cent fließen als Gewinne zurück. Dass Auszahlungsquote und Marge zusammen genau 100 Prozent ergeben, ist kein Zufall — es sind dieselbe Sache von zwei Seiten.
Die Botschaft in dieser Zahl ist nicht, dass 4,6 Prozent viel wären. Sie ist, dass die Marge nur ein Teil des Preises ist, den ein Wetter zahlt. Quoten dieser Art sind typisch für einen Hauptmarkt einer großen Partie; dünne Märkte mit wenig Umsatz liegen weiter auseinander, und genau dort gewinnen Anbieter ihren Vorsprung, ohne an der beworbenen Topquote etwas zu ändern. Die Rangfolge der Anbieter auf dem Plakat sagt deshalb nichts über die Rangfolge auf dem Markt, auf dem der Leser tatsächlich spielt.
Wer die Marge kennt, kann auch die Steuer einordnen, die dazukommt. Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 Prozent von der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17 und 18. Das sind, sauber gerechnet, ungefähr 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags — 5,3 geteilt durch 105,3. Geschuldet wird sie dem Organisator der Wette, nicht dem Wettenden (§ 19). Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung; wer das genauer wissen will, liest es in den Bedingungen des jeweiligen Hauses nach. „5,3 Prozent des Einsatzes“ wäre in jedem Fall die falsche Zahl.
Und weil sich Marge und Steuer unabhängig voneinander bewegen, bringt eine Quote allein keine Aussage über den Wert eines Angebots. Ein Haus mit einer sehr günstigen Marge und einem teuren Bonus kann insgesamt teurer sein als ein Haus mit mittelmäßiger Quote und einem Bonus, der wirklich durchläuft.
Die Einzelheit, die hier am häufigsten übersehen wird: Die Steuer trifft jede Wette, unabhängig davon, ob das Haus eine Erlaubnis hat. Gezahlte Steuer ist kein Nachweis für eine Erlaubnis, und ein Anbieter ohne Whitelist-Eintrag kann sie trotzdem abführen. Wer eine Bestätigung sucht, sucht sie auf der Whitelist und nicht auf einem Kontoauszug.
Die Rechtslage: Erlaubnis, Behörde und der Weg auf die Whitelist
Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), die unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 arbeitet, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1, sie überwacht und sie ahndet Verstöße nach § 28a. Die Steuer dagegen ist Sache der Finanzämter und nicht der Behörde — wer bei einer Steuerfrage die Aufsicht anruft, ruft die falsche Stelle an.

Der einzige belastbare Test für eine Erlaubnis ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8. Ein Eintrag dort ist die Erlaubnis, ein Eintrag anderswo nicht. Die Liste führt für jede Domain den Halter und das Erteilungsdatum, und aus den Erteilungsdaten liest man, ob ein Haus seit Beginn des regulierten Marktes dabei ist oder erst später dazukam. Zwei der Sportwetten-Halter tragen zusätzlich eine Erlaubnis für Pferdewetten, drei weitere Halter stehen ausschließlich für Pferdewetten in der Liste — Pferdewetten sind ein eigener Bereich mit eigenen Regeln und sagen über ein Fußballangebot nichts.
Praktisch läuft die Prüfung in drei Schritten und dauert keine zwei Minuten. Erstens: den Namen des Anbieters in der Übersicht der erlaubten Anbieter suchen. Zweitens: dort prüfen, ob die Domain, auf der man spielen will, unter der Sportwetten-Erlaubnis steht und nicht unter einer anderen. Drittens: den genannten Halter mit dem Unternehmen abgleichen, das in den Nutzungsbedingungen der Seite steht. Schritt zwei ist der, an dem die meisten Prüfungen scheitern — nicht weil ein Haus fehlt, sondern weil die falsche Domain geprüft wurde.
Was im erlaubten Rahmen überhaupt gesetzt werden darf, ist enger, als viele erwarten. Erlaubt sind feste Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse während eines Wettbewerbs, als Einzel- oder als Kombinationswette nach § 21 Abs. 1 — und nur Wettenarten, die die Behörde zugelassen hat, das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5. Nicht erlaubt sind Wettbewerbe, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen. Die Behördenpraxis rechnet Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Ebenfalls ausgeschlossen sind manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Bestrafung nach § 21 Abs. 1a. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig.
Eine Konsequenz daraus trifft Leser härter als erwartet: eine Turnierwette auf ein Länderspiel der Herren ist unproblematisch, eine Wette auf ein Jugendturnier im Rahmenprogramm einer EM nicht. Wer sich über fehlende Märkte zu einem unterklassigen Wettbewerb wundert, findet den Grund in dieser Regel und nicht in einem unvollständigen Wettprogramm.
Esports sind ein eigener Punkt: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf Esports nicht möglich sind, weil Esports nicht als Sport anerkannt ist. Ein legal betreibbares Esportswetten gibt es in Deutschland damit nicht. Virtuelle Sportarten sind in dieser Hinsicht nicht geregelt; dazu lässt sich nichts Belastbares sagen. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro einzelner Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht — wer eine solche Grenze annimmt, verwechselt sie mit dem Einzahlungslimit, das eine ganz andere Sache ist und im Abschnitt zu Sperrdatei und Limit steht.
Geworben werden darf nur von Erlaubnisinhabern nach § 5 Abs. 7. Das Verbot zwischen 6 und 21 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt etwas anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Sender, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz nach § 5 Abs. 3 und 6. Wer auf einer Seite eine Werbung mit einem aktiven Nationalspieler sieht, sieht einen Verstoß.
Und dann ist da noch das, was der Staatsvertrag gerade nicht regelt. Es gibt keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festlegt oder deckelt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquote stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Ein „gesetzlich geprüfter“ Bonus existiert nicht, weil es keine Stelle gibt, die ihn prüft.
Sperrdatei, Limit und Hilfe: was für den Spieler gilt
Die Schutzregeln sind der Teil, den man kennen sollte, bevor man das erste Mal einzahlt, weil sie später nicht verhandelbar sind.
Teilnehmen darf man ab 18 Jahren nach § 4 Abs. 3. Pro Anbieter ist ein Konto vorgesehen, verbunden mit einer vollständigen Verifizierung nach § 6a. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel zu lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist keine Formalie, sondern der Grund, warum ein Konto vor einem Turnier nicht in fünf Minuten spielbereit ist.
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es vorsieht, darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, in der Stufe von 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 Prozent seiner aktiven Spieler —, aber nur gegen einen nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.
Diese Wartezeit ist die wichtigste Einzelheit im ganzen Abschnitt. Sie bedeutet, dass ein erhöhtes Limit vor einem Turnier nicht am Turniertag eingerichtet werden kann. Wer im Sommer mehr setzen will, muss den Antrag Wochen vorher stellen — und wer ihn stellt, muss ihn begründen.
Parallelspielen ist nach § 6h verboten und wird über die Aktivitätsdatei überwacht. Das OASIS-Spielersperrsystem nach §§ 8 und 8a ist das bundesweite Sperrregister, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Auch das ist für Turnierwochen relevant: Ein Panikbutton nützt nur, wenn man weiß, wo er ist, bevor man ihn braucht.
Ein Detail, das in keinem Werbetext steht: Offshore-Angebote sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen. Das Sperrsystem, das einen Spieler in Deutschland schützt, endet an der Grenze der Erlaubnis.
Bei Zahlungen gilt nach § 6b Abs. 4, dass nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut eingezahlt werden darf. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig. Genau das hält Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraus. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt, §§ 6b Abs. 6 und 7.
Für Spieler mit einem knappen Monatsbudget ist damit vor der ersten Wette klar: Einzahlungen laufen 1.000 € monatlich über alle Häuser gemeinsam, jede Einzahlung muss vom eigenen Konto kommen, und das Guthaben ist im Insolvenzfall geschützt. Wer über mehrere Anbieter parallel spielt, um Limits zu umgehen, verstößt gegen die Aktivitätsregel — und die 1.000 € sind ohnehin ein gemeinsamer Topf, keine Grenze pro Haus.
Was ein Willkommensbonus wirklich verlangt
Hier wird am meisten versprochen und am wenigsten gesagt. Umsatzbedingungen, Mindestquote und die Regel, dass der Einsatz einer Freiwette nicht ausgezahlt wird — das sind die drei Stellen, an denen ein Angebot seinen Wert verliert, und keine davon steht in der Überschrift.
Nüchtern beschrieben: Ein Willkommens- oder Neukundenbonus ist ein Guthaben oder eine Freiwette, das ein Anbieter neuen Konten gutschreibt. Umsatzbedingungen legen fest, wie oft ein Betrag umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Eine Mindestquote schreibt vor, ab welcher Quote eine Wette für den Umsatz zählt. Und bei einer Freiwette, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, erhält der Spieler bei einem Gewinn nur den Nettogewinn, nicht den Einsatz der Freiwette.
Die Mechanik dahinter ist einfach und unangenehm. Wer einen Umsatz von mehreren Tausend Euro erfüllen muss und dabei nur Wetten ab einer Mindestquote setzen darf, spielt zwangsläufig eine große Zahl von Wetten — und jede davon trägt die Marge des Marktes. Die Freiwette, die nicht ausgezahlt wird, verringert den Wert zusätzlich: Aus einer beworbenen Summe wird ein Bruchteil davon. Und weil der Glücksspielstaatsvertrag Sportwettenboni weder festlegt noch deckelt, ist jede Zahl in diesem Bereich eine Vertragsbedingung eines Hauses und keine Vorgabe des Gesetzgebers.
Was konkret in den Bedingungen steht, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Die drei Werte, die man sucht, sind immer dieselben: die Höhe des Umsatzes, die Mindestquote und die Frist, innerhalb derer der Umsatz erfüllt sein muss. Wer sie nicht findet, hat sie in der Regel noch nicht gefunden, nicht nicht gefunden — die Angaben stehen im Kleingedruckten unter dem Angebot, selten darüber.
Bei einer Freiwette lohnt der zweite Blick auf dieselben drei Punkte, weil sie noch stärker an Bedingungen hängen: Manche Häuser rechnen den Einsatz der Freiwette mit, andere nicht, manche zahlen bei Gewinn nur den Gewinn aus. Zwischen zwei Freiwetten derselben Höhe kann damit ein Unterschied liegen, der größer ist als zwischen einer Freiwette und einem kleinen Barguthaben. Wer nur die Höhe vergleicht, vergleicht die falsche Zahl.
Die kurze Version für die Anbietersuche: Ein Bonus, dessen Bedingungen man nicht innerhalb von zwei Minuten gefunden hat, ist in der Praxis kein Vorteil. Die zehn Häuser im Abschnitt „Die zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis“ unterscheiden sich weniger in der beworbenen Summe als in der Frage, wie klar sie das Kleingedruckte präsentieren.
Umsatz, Mindestquote, Frist: die drei Stellschrauben einer Freiwette
Die erste Stellschraube ist der Umsatz: Er entscheidet über die Zahl der Wetten, die aus dem Bonus entstehen. Die zweite ist die Mindestquote, weil sie aus qualifizierenden Wetten teure Märkte macht und günstige ausschließt. Die dritte ist die Frist — ein Umsatzziel ohne Frist ist ein Bonusziel, ein Umsatzziel mit kurzer Frist ist eine Verpflichtung.
Wer die drei zusammen liest und nicht einzeln, kommt zu einer Rangfolge, die von der Werbung abweichen kann. Ein hoher Bonus mit weiter Mindestquote und langer Frist kann besser sein als ein halb so hoher Bonus mit enger Quote und kurzer Frist. Und ein Bonus mit einer Bedingung, die man nicht versteht, ist schlechter als kein Bonus.
Das ist die Stelle, an der die Freiwette ihre Tücke zeigt: Sie fühlt sich wie Gratisgeld an, weil sie nichts gekostet hat. Ausgezahlt wird trotzdem nur das, was nach den Bedingungen übrig bleibt.
Wett-Apps: was unterwegs funktioniert und was nicht
Ein typisches Turnier wird nicht am Schreibtisch verfolgt. Es läuft nebenbei, im Zug, im Garten, in der Halbzeitpause einer anderen Sendung. Die App ist deshalb kein Zusatzprodukt, sondern der Ort, an dem die meisten Wetten entstehen — und die Regeln, die auf dem Desktop bequem sind, werden dort unangenehm.
Der Kern der Sache zuerst: Die Verifizierungspflicht nach § 6a und die 72-Stunden-Grenze vor dem Nachweis gelten in der App genauso wie im Browser. Eine App kann den Verifizierungsprozess beschleunigen, indem sie Ausweisdokumente direkt scannt, aber sie kann ihn nicht umgehen. Wer eine App installiert und hofft, sofort und ohne Papiere spielen zu können, wird in jedem der zehn Häuser auf dieselbe Schranke treffen. Die App verschiebt den Ort, nicht die Regel.
Der zweite Punkt betrifft die Limits. Das Einzahlungslimit von 1.000 € monatlich gilt über alle Anbieter hinweg und damit auch über alle Apps auf demselben Telefon. Es gibt keine Zweitgerät-Ausnahme. Wer auf dem Smartphone und auf dem Tablet zwei Häuser parallel bespielt, arbeitet aus zwei Apps gegen dieselbe Grenze.
Der dritte Punkt ist die Auszahlung. Da Spielerguthaben auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto liegen und bei Kontoschließung binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt werden müssen, ist die Abwicklung innerhalb der App in der Regel eingebaut. Ob sie bequem ist, hängt an einem Detail: Die Auszahlung muss auf ein Konto im eigenen Namen gehen. Eine Auszahlung an eine dritte Person ist nicht vorgesehen.
Was in der App praktisch den Unterschied macht, ist die Bedienung in der Halbzeit: Wie schnell sind zwei Auswahlen zu einer Kombiwette verbunden, wie klar steht die Mindestquote bei einer Bonuswette im Wettschein, und wie gut ist der Kontoauszug lesbar. Diese drei Dinge entscheiden mehr über den Nutzen einer App als die Zahl der Symbole auf dem Startbildschirm.
Zwei konkrete Funktionsumfänge, die über die App laufen: Bei Betway erscheint das grüne Symbol für den Cash-Out unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und es kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon ausgezahlt werden. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, den Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Bei Sportingbet gehören ein „Konfigurator+“ und Live-Wetten zum Angebot; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Was daraus für die App-Auswahl folgt: Die Funktionsunterschiede liegen nicht im Konto, sondern im Wettschein. Ein Haus, dessen App beim Kombinieren stockt, verliert den Vorteil doppelter Quoten gleich wieder — wer eine Kombination aus zwei Partien erst auf dem zweiten Bildschirm zusammenklicken muss, platziert sie seltener.
Live-Wetten und Cash-Out: erlaubte Märkte und ihre Begrenzung
Die aufschlussreichste Regel des ganzen Themas wird selten klar ausgesprochen. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis und auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt, und das auch nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Konkret: das nächste Tor im Fußball ist möglich, der nächste Satz im Tennis auch, der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht.
Was folgt daraus für die Turnierpraxis? Eine ganze Klasse von Live-Märkten, die man von internationalen Anbietern kennt, fehlt im legalen deutschen Angebot — nächster Eckball, nächste Karte, Zwischenstand nach 15 Minuten. Ein Markt, den es nicht gibt, ist kein Merkmal eines schwachen Hauses, sondern Merkmal des Erlaubnisrahmens. Wer Live-Wetten mit einem ausländischen Angebot vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Rechtsordnungen, nicht zwei Wettprogramme.
Cash-Out hat eine Besonderheit eigener Art: Dazu findet sich keine gesetzliche und keine behördliche Regel. Cash-Out ist deshalb ausschließlich als Funktion des jeweiligen Anbieters zu beschreiben und nie als gesetzlich abgesicherte Möglichkeit. Wer einen Cash-Out nutzt, verlässt sich auf eine Vertragsbedingung, die das Haus in seinen Bedingungen ändern kann. Ein Anbieter kann Cash-Out für einen Markt anbieten, für einen anderen nicht, und er kann die Funktion während eines Spiels aussetzen. Ein solcher Moment ist selten, aber er kommt vor.
Und dann ist da die Steuer, die bei jedem Live-Erlebnis im Hintergrund weiterläuft: Die 5,3 Prozent auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ fallen bei jeder Wette an, unabhängig davon, ob sie vor dem Anpfiff oder in der 80. Minute platziert wurde. Wer sechs Live-Wetten in einem Spiel macht, zahlt diese Steuer sechs Mal, in welcher Form auch immer sie im Preis steckt.
Was in der Live-Praxis außerdem dazukommt, ist die Auszahlungsmodalität: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine Live-Wette, die nach dem Schlusspfiff des Turnierspiels noch anhängig ist, wird also nicht mitten im Turnier zu Geld, sondern nach dem jeweiligen Spielende. Das ist die Grenze zwischen Live-Wette und Live-Konto.
Und für einen Cash-Out gilt: Wer ihn nutzt, tauscht eine offene Position gegen einen bekannten Betrag. Ob dieser Tausch günstig war, weiß nur, wer die Gegenseite noch einmal nachrechnet.
Prognose und Strategie: wie eine Turnierprognose entsteht
Eine Prognose ist ein Argument, keine Vorhersage, und die Quoten sind der Teil davon, den das Publikum mitbestimmt. Wie man zu einem Argument kommt, folgt einer Reihenfolge.
Am Anfang steht die Form. Bei einem Turnier, das über vier Wochen läuft, ist die Form unmittelbar vor dem Eröffnungsspiel die einzige belastbare Grundlage, und sie ist nach zwei Spielen bereits überholt. Statistik kommt danach: Der Rekordtorschütze der Fußball-Europameisterschaft ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren; wer aus dieser Zahl einen Schluss für das nächste Turnier ziehen will, muss den Abstand zu den Verfolgern kennen, nicht nur den Abstand zu den anderen in der Liste. Die historischen Zahlen aus der letzten Endrunde — sechs Spieler mit je drei Toren — sagen genau das: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Favorit Torschützenkönig wird, ist kleiner als die Zahl seiner Tore vermuten lässt.
Am Ende steht die Quote, und sie steht am Ende, weil sie sich selbst nach den Wetten der anderen richtet. Keine Quote ist eine Wahrheit, sondern ein Preis, in dem die Marge des Hauses und die Erwartungen der Menge stecken. Eine Wette auf einen Außenseiter mit Quote 8,00 ist kein guter Tipp, sondern ein teurer Kauf einer unwahrscheinlichen Chance — der Anbieter verkauft sie, weil die Marge sie ebenso trägt wie die des Favoriten.
Und weil das so ist, gibt es keinen Tipp, der eine Quote übertrifft. Wer auf einer Seite eine sichere Vorhersage findet, findet ein Verkaufsargument, keine Information: Niemand kann den Ausgang eines Spiels wissen, und wer es behauptet, verkauft die Wette, nicht den Ausgang.
Was daraus praktisch folgt, ist der Umgang mit dem Budget. Ein Turnier läuft über vier Wochen und 51 Spiele. Wer sich zu Beginn anhört, dass er nun mehr setzen soll, weil es so viele Spiele gibt, folgt einem Anreiz und keinem Plan. Der Monatstopf von 1.000 € ist ein Limit, keine Empfehlung, und die drei Stellschrauben aus dem Bonusabschnitt — Umsatz, Mindestquote, Frist — werden von Spielern in Turnierwochen besonders leicht vergessen, weil drinnen der Wettschein und draußen das Spiel läuft. Wer das Budget in dieser Phase aus der Hand gibt, holt es nicht zurück, und die Sperrmechanismen dieser Seite sind Werkzeuge für genau diesen Moment.
Drei Fragen, die man vorher beantwortet haben sollte, sind daher keine Nebensorge: Wie viele Wetten erlaube ich mir pro Spieltag, wie hoch darf eine Einzelwette sein, und zu welchem Zeitpunkt höre ich auf. Diese drei Fragen lassen sich mit Zahlen aus dieser Seite beantworten, und sie lassen sich am Turniertag nicht mehr beantworten.
Was Prognosen außerdem mit Prognostikern macht: Wer viele Spiele vorhersagt, irrt oft und erinnert sich an die Treffer. Die 51 Spiele der letzten Endrunde sind keine Statistik, sondern eine Stichprobe, in der sich jede „Formkurve“ eines Experten auflöst.
Wettarten und Quoten: was es am EM-Markt gibt
Am Turniermarkt liegen die Wettarten weiter auseinander als an einem Ligaspieltag, weil ein Turnier von vornherein zwei Ebenen hat: die Gruppenphase und die K.-o.-Runde. Was in der einen sinnvoll ist, ist in der anderen teuer.
Die schlichteste Form ist die Siegwette auf ein einzelnes Spiel, als Einzelwette gesetzt. Daneben stehen Kombiwetten nach § 21 Abs. 1, bei denen mehrere Auswahlen zu einer Quote multipliziert werden: Die Einzelquoten werden nicht addiert, sondern multipliziert, und daraus entsteht selbst bei drei günstigen Favoriten schnell eine Quote, die nur im Erfolgsfall zählt. Die dritte Ebene sind Turnierwetten, die über Wochen laufen — Gruppensieger, Weiterkommen, Torschützenkönig. Sie sind attraktiv, weil sie früh eine These belohnen, und sie binden Kapital, weil sie bis zum Ende des Turniers offen bleiben.
Bei den Quotenarten ist das deutsche Format zu beachten: Die Quote wird mit Dezimalkomma geschrieben, 2,10 also, nicht 2.10. Wer von einem internationalen Anbieter englische Dezimalpunkte kennt, findet dieselbe Zahl in anderer Schreibweise. Verändert wird durch die Schreibweise nichts, aber für das Ablesen im Wettschein ist es ein Unterschied, ob ein Komma steht oder ein Punkt — und ein falsch abgelesener Betrag ist der teuerste Fehler, den ein Wettschein kennt.
Was eine Quote aussagt, lässt sich in einem Satz sagen und in einem zweiten einschränken: Sie sagt etwas über das Verhältnis der Einsätze auf die Ausgänge eines Marktes, und sie sagt nichts über das Ergebnis eines Spiels. Diese beiden Sätze zusammengenommen sind der ganze Unterschied zwischen einem informierten und einem überzeugten Wetter.
Was bleibt, ist die Liste der Gründe, warum die beworbene Topquote selten die Quote ist, die ein konkreter Wettschein trägt: Sie gilt für den Hauptmarkt und nicht für die Kombination, die man zusammenklickt, sie gilt zu einem Zeitpunkt und nicht zu dem, an dem man setzt, sie gilt bei einer Mindestquote und nicht bei jeder Auswahl — und wenn am Ende abgerechnet wird, wird jede Wette mit der Quote abgerechnet, die auf dem Wettschein stand.
Sportarten und Turniere: was auf dem Spielplan steht
Der Spielplan bestimmt, welche Wetten überhaupt zur Verfügung stehen, und er ist bei diesem Thema zugleich der Punkt, an dem die meisten Suchenden ins Leere greifen. Ein Turnier, das 2026 nicht stattfindet, hat 2026 keinen Spielplan. Was es gibt, ist der Spielplan der letzten Endrunde, der Kalender der nächsten — und dazwischen die Qualifikation.
Der Blick zurück zuerst, weil er den Maßstab setzt. Die zurückliegende Endrunde wurde in sechs Gruppen zu je vier Teams gespielt, mit 51 Spielen in vier Wochen, und sie endete mit einem Finale im Olympiastadion Berlin. Für die Bewertung von Turniermärkten ist das wichtig: Sechs Gruppenspiele pro Team bis zum Weiterkommen und danach drei K.-o.-Spiele bis zum Titel — das ist ein kurzes Fenster für Fehler.
Der Blick nach vorn danach, weil er die einzigen Termine liefert, die man planen kann. Eröffnungsspiel am 9. Juni 2028 in Cardiff, Finale am 9. Juli 2028 in London, Halbfinale am 4. und 5. Juli, Achtelfinale vom 24. bis 27. Juni, Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli. Kein Spiel um Platz drei, und ein Austragungsort, der über vier Länder verteilt ist: England, Schottland, Wales und Irland. Wer im Sommer 2028 reisen will, findet hier die einzigen Termine, die vorher feststehen.
Was zwischen den beiden Turnieren passiert, ist derzeit der einzige Planungspunkt. Die Qualifikation läuft in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams, zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten kommen direkt weiter, und die Auslosung ist am 6. Dezember 2026 in Belfast. Ein Dezembertag, an dem sich Fragen entscheiden, die für ein Wettangebot wichtig sind.
Und der Rahmen, in dem sich alles abspielt, ist stabil: Die UEFA ist Veranstalter, das Turnier findet alle vier Jahre statt. Für einen Anbietervergleich heißt das, dass zwischen zwei Turnieren vier Jahre liegen, in denen die Bedingungen — Limits, Erlaubnisse, Steuer, Schutzsysteme — bestehen bleiben, während die Turnierteilnehmer wechseln. Wer die Regeln einmal kennt, kennt sie auch beim nächsten Turnier.
Zwei zusätzliche Beobachtungen aus den historischen Zahlen: Der Rekordsieger hat vier von dreizehn Turnieren gewonnen, Deutschland drei, und seit 2016 spielen 24 statt 16 Mannschaften. Wer ältere Turnierstatistiken heranzieht, vergleicht deshalb Zahlen aus zwei verschiedenen Wettbewerbsformaten, und der Übergang zwischen 2012 und 2016 ist der Punkt, an dem das geschieht.
Die zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis
Die Reihenfolge folgt dem Datum, seit dem die Sportwetten-Erlaubnis für die jeweilige Domain geführt wird, und beginnt mit dem jüngsten Erteilungsdatum. Keine Rangfolge im Sinne eines Urteils, sondern eine Reihung nach der Spalte, die sich überprüfen lässt.
VBet: die jüngste Erlaubnis im Kreis und ein Anbieter aus St. Julian’s
Die Erlaubnis für das Sportwetten-Angebot von VBet wird seit dem 5. Dezember 2023 geführt. Inhaber ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta. Ein Erteilungsdatum aus dem Dezember 2023 macht VBet zum spätesten Eintritt unter diesen zehn — wer sich für das Haus entscheidet, entscheidet sich für eine Betreibergesellschaft, die im regulierten deutschen Markt kürzer aktiv ist als fast alle anderen hier.
Das ist der Punkt, an dem die Auswahl ihre Konsequenz zeigt. Ein kurzer Marktauftritt heißt nicht, dass etwas fehlt — die Erlaubnis ist dieselbe, die Schutzmechanismen greifen ebenso, das Einzahlungslimit gilt genauso. Die Erfahrung im regulierten deutschen Markt unterscheidet sich bei Anbietern mit Erlaubnis seit 2020 von solchen mit Start im Jahr 2023, doch die rechtlichen Anforderungen an Sicherheit und Spielerschutz sind für alle dieselben.
Für Spieler, die ein Konto dauerhaft nutzen wollen, ist die praktische Folge unspektakulär: Die drei Dinge, die vor der ersten Einzahlung zu prüfen sind, gelten hier wie überall — der Eintrag der Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis, das Zahlungskonto im eigenen Namen, und die eigenen Bedingungen des Hauses zu Bonus und Auszahlung. Der Unterschied liegt nur darin, dass man bei einem jüngeren Anbieter den Bedingungen mehr Gewicht geben muss als dem Ruf.
MERKUR BETS: Erlaubnis seit 2023 und eine klare Betreibergesellschaft
Merkur Bets erhielt die Sportwetten-Erlaubnis am 6. November 2023. Betreiberin ist die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta.
Was diesen Eintrag von VBet unterscheidet, ist nicht das Alter, sondern die Gruppe dahinter: Die Merkur Bets Malta Limited ist Teil eines im deutschen Markt gut verankerten Unternehmensverbunds, und die Domain ist seit dem genannten Datum unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt. Für einen Spieler bedeutet das vor allem eines: Die Betreibergesellschaft ist im deutschen Kontext bekannt, und ihre Bedingungen sind wahrscheinlich die eines Hauses, das mit deutschem Recht vertraut ist.
Wie bei jedem Anbieter dieser Liste gilt die Trennung der Erlaubnisse. Ein Halter kann Sportwetten und virtuelle Automatenspiele getrennt betreiben, und die Regeln der einen Erlaubnis sagen nichts über die der anderen. Wer bei einem Anbieter mit Casino-Erlaubnis spielt, spielt deshalb nicht automatisch in einem Casino, wenn er Fußball setzt.
Betway: Erlaubnis seit 2021 und ein Cash-Out mit klarer Anzeige
Betways Sportwetten-Erlaubnis wird seit dem 9. März 2021 geführt, mit einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Inhaber ist die Betway Limited.
Interessant ist an diesem Haus weniger das Datum als eine Funktion, weil sie zeigt, wie unterschiedlich Anbieter dasselbe Werkzeug auslegen. Bei Betway erscheint das grüne Symbol für den Cash-Out unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Der Teil-Cash-Out ist der praktisch relevante Teil: Er erlaubt, eine Wette zu verkleinern statt sie zu beenden.
Für den Turniermodus heißt das: Wer eine Wette auf ein Gruppenspiel abgeschlossen hat und vor dem letzten Spieltag nicht mehr an seine These glaubt, kann einen Teil des Werts sichern und den Rest laufen lassen. Das ist ein Werkzeug und kein Vorteil — es verkleinert und vergrößert die Position nicht.
Dazu kommt der Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Beide Funktionen sind Vertragsbestandteile des Hauses; ein Anspruch auf einen bestimmten Cash-Out-Wert zu einem bestimmten Zeitpunkt entsteht daraus nicht.
bwin: seit 2020 dabei und in der Erlaubnisliste ein Name aus Gzira
Die Whitelist führt bwin seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022; Inhaberin ist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Damit gehört bwin zu jener Gruppe von sechs Häusern, deren Erlaubnisakte bis an den Anfang des regulierten Marktes zurückreicht.
Was aus dem Datum folgt, ist weniger eine Qualitätsaussage als eine über Beständigkeit: Ein Haus, das seit 2020 unter derselben Erlaubnisstruktur arbeitet, hat die Umstellung der Limits, die Verifizierungspraxis und die Werberegeln des Staatsvertrags von Beginn an mitgemacht. Wer sein Konto dort führt, ist in dieser Zeit nicht durch eine neue Zulassung geschickt worden — bei einem Haus mit Erstzulassung 2023 kann das anders aussehen.
Die Struktur der GmbH mit Sitz in Gzira ist wie bei den meisten hier eine maltesische Gesellschaft, die unter deutscher Erlaubnis operiert. Wer eine Beschwerde hat, wendet sich an die Aufsicht in Halle — die Erlaubnis ist der Anknüpfungspunkt, nicht der Firmensitz.
NEO.bet: seit 2020 mit Erlaubnis und einer schlanken Erlaubnisakte
NEO.bet steht seit dem 9. Oktober 2020 in der Liste, mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022; Inhaberin ist die Greenvest Betting Limited.
Hier ist die Auffälligkeit eine fehlende: Die Erlaubnisakte trägt genau eine Folgeerlaubnis und keinen weiteren Eintrag. Das macht den Prüfweg kürzer, weil weniger Datenpunkte zu verfolgen sind, und es sagt sonst nichts. Wer die Whitelist prüft, hat bei NEO.bet eine Zeile mit Datum und Halter und muss nicht zusätzlich zwischen Zuständigkeiten jonglieren — anders als bei einem Haus, dessen Erlaubnisse über mehrere Bereiche und Zeitpunkte verteilt sind.
Für die Wahl zwischen NEO.bet und einem Haus mit längerer Erlaubnishistorie gibt es keinen Erlaubnisgrund. Der Unterschied liegt in den anderen Abschnitten dieser Seite: ob die App den Wettschein bequem hält, wie das Live-Programm im erlaubten Rahmen aussieht, wie verständlich die Bonusbedingungen formuliert sind.
AdmiralBet: Erlaubnis seit 2020, Casino-Erlaubnis strikt getrennt
AdmiralBet erscheint am 9. Oktober 2020 in der Liste, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024; Betreiberin ist die Greentube Betting Malta Limited. Für virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Domain besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.
Der Juli 2024 ist in dieser Tabelle der jüngste Folgeerlaubnis-Eintrag, und das ist der interessanteste Teil des Datensatzes. Eine Folgeerlaubnis 2024 heißt, dass die Erlaubnis nicht nur 2020 erteilt, sondern danach erneut bestätigt oder fortgeschrieben wurde — bei den meisten anderen Häusern endet die sichtbare Akte im Dezember 2022. Wer wissen will, bei wem die Aufsicht zuletzt administrativ tätig war, findet hier den einzigen Anhaltspunkt dieser Liste, und er ist banal: eine Verwaltungshandlung, keine Beanstandung.
Die Casino-Erlaubnis auf einer zweiten Domain ist bewusst getrennt. Das ist für Sportwettenleser eine gute Nachricht, denn es bedeutet, dass beide Bereiche mit eigenen Regeln und eigenen Limits laufen — und wer nur Fußball spielt, sich um den anderen Teil nicht kümmern muss.
ODDSET: staatlich geprägte Wurzeln und eine Erlaubnis aus Deutschland
ODDSET war bereits am 18. November 2020 in der Liste, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022, und ist der einzige Fall dieser zehn, bei dem der Halter als deutsche Gesellschaft geführt wird: die ODDSET Sportwetten GmbH. Zuständig für die Erteilung war das Regierungspräsidium Darmstadt, das die Erlaubnis mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilte; Aufsicht ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, Hansering 15, 06108 Halle (Saale).
Bemerkenswert ist hier die Kombination aus Internet und stationärem Vertrieb. Ein stationäres Angebot bedeutet für einen Sportwettenleser konkret: Es gibt eine Annahmestelle, an der sich etwas klären lässt, wenn das Telefon nicht weiterhilft. Ob das im Einzelfall ein Vorteil ist, hängt davon ab, ob man Wert auf einen Ort legt.
Für den Vergleich mit den anderen neun ist ODDSET der Gegenentwurf zum reinen Onlineanbieter: weniger Zusatzfunktionen typischer Onlinehäuser, dafür ein Vertriebsweg, den kein anderes Haus hier hat.
Sportingbet: seit 2020, Sportartenliste und ein Konfigurator
Sportingbet steht seit dem 9. Oktober 2020 in der Liste, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022; Inhaberin ist die Sportingbet (Deutschland) Limited.
Für die Turnierzeit ist die Sportartenbreite das eigentlich Lesenswerte. Zum Angebot gehören ein „Konfigurator+“ und Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Eine EM ist ein Fußballturnier, aber sie läuft in vier Wochen — und in denselben vier Wochen finden Tennis-, Handball- und Darts-Wettbewerbe statt, die viele Wetter sonst nicht verfolgen.
Der Konfigurator+ ist damit nicht nur ein Fußballwerkzeug. Wer ihn auf mehrere Sportarten anwendet, multipliziert Quoten aus verschiedenen Wettbewerben — und multipliziert entsprechend die Zahl der Bedingungen, die gleichzeitig eintreten müssen. Das ist bei einer Kombiwette immer so; bei einer sportartübergreifenden fällt es nur stärker auf.
bet-at-home: seit 2020 dabei, mit getrennter Casino-Erlaubnis
bet-at-home steht seit dem 2. November 2020 in der Liste, mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022; Inhaberin ist die Bet-at-home.com Internet Limited. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 28. Dezember 2022.
Die beiden Daten liegen deutlich auseinander, und das ist der Punkt: Sportwetten-Erlaubnis und Casino-Erlaubnis sind zwei getrennte Vorgänge mit zwei getrennten Prüfungen. Wer aus dem einen Bereich auf den anderen schließt, schließt falsch. Für Sportwetten gilt ausschließlich, was unter der Sportwetten-Erlaubnis steht — hier also ein Bestand seit dem Herbst 2020.
Für einen Wetter, der Fußball spielt, macht das keinen Unterschied im Angebot. Es macht einen Unterschied in der Erwartung: Ein Haus mit einer Casino-Erlaubnis ist deshalb nicht mehr oder weniger auf Fußball spezialisiert.
bpremium: seit 2020 dabei und eine Akte mit klarer Firma
bpremium steht seit dem 9. Oktober 2020 in der Liste, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022; Inhaberin ist die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, geführt unter der Registernummer C92799 (Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023).
Die Registernummer ist der einzige Eintrag in dieser Übersicht, der direkt aus den Nutzungsbedingungen stammt, und das zeigt einen praktischen Unterschied: Bei den meisten Häusern kann man sich auf die Whitelist beschränken, hier lohnt zusätzlich der Blick in die Bedingungen, weil dort Betreibergesellschaft und Registernummer vollständig benannt sind. Für einen Leser, der vor einer Einzahlung wissen will, mit wem er es zu tun hat, ist das die bequemere Akte.
Der Name Ladbrokes taucht in der Whitelist auf, die Marke auf der Seite heißt bpremium. Solche Konstellationen sind in diesem Markt die Norm und kein Warnsignal — entscheidend ist, dass die Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis des genannten Halters steht.
Wo die Rangfolge sich entscheidet
Zehn Häuser, ein Rahmen — und eine Rangfolge, die sich aus dem ergibt, was der Leser tatsächlich tut.
Für Sportspieler mit einem Monatsbudget unterhalb des Standardlimits von 1.000 € ist die Wahl zwischen diesen zehn keine Wahl zwischen Erlaubnissen, sondern zwischen Bedienungen. Das Limit gilt überall gleich, die Schutzsysteme greifen überall gleich, die Steuerlast trifft jede Wette. Wer 200 € im Monat setzt, verliert durch die Wahl des „falschen“ Hauses weniger als durch eine einzige unnötig platzierte Kombiwette.
Für Spieler, die Live-Wetten während der Spiele nutzen wollen, entscheidet der erlaubte Rahmen mehr als die Anwendung: Nur Endergebnis und nächste seltene Komponente stehen zur Verfügung, und wer daran scheitert, scheitert an § 21 Abs. 4 und nicht an einem Wettprogramm. Wer mehr Live-Märkte braucht, findet sie nicht bei den zehn, sondern außerhalb der Erlaubnis — und kauft sich dort die fehlende Aufsicht mit.
Für Spieler, die an einem Turnier teilnehmen und dabei ein Haus mit einer Telefonnummer brauchen, ist ODDSET mit seinem stationären Vertrieb die naheliegende Adresse, und das ist keine Aussage über die Quoten.
Für Spieler, die den Cash-Out aktiv nutzen wollen, lohnt der Blick auf die konkrete Auslegung im Haus, nicht auf die Funktion selbst — kein Gesetz regelt sie, kein Anbieter garantiert sie, und ein Cash-Out, den ein Haus während des Spiels aussetzt, ist kein Defekt, sondern eine Vertragsfreiheit.
Und für die, die den Bonus als eigentlichen Grund der Anmeldung betrachten, bleibt die unbequemste Erkenntnis dieser Seite: Der Staatsvertrag deckelt keinen Bonus, also deckelt ihn auch niemand außer dem Haus, das ihn formuliert. Die drei Werte — Umsatz, Mindestquote, Frist — sind überall dieselben drei Werte und überall verschieden hoch.
Was keine dieser zehn Optionen leistet, ist eine Garantie auf einen Gewinn. Wer die Marge, die Steuer und den Umsatz eines Bonus zusammenzählt, kommt auf einen Betrag, den ein Anbieter bei jedem Spieler einnimmt, bevor der erste Gewinn ausgezahlt wird. Ein Buchmacher ist kein Gegner und kein Verbündeter, sondern ein Preisanbieter, und der Preis steht in der Quote.
Was Offshore kostet, ohne deutschen Sitz
Ein Abschnitt, den manchem Anbietervergleich fehlt, weil er unbequem ist. Sportwetten für Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis anzubieten, ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 Glücksspielstaatsvertrag. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Maltesische Erlaubnis hat für Deutschland keine Bedeutung, und die Behörde warnt Verbraucher vor illegalen Angeboten — zuletzt am 17. September 2026 mit ausdrücklichem Hinweis auf ein namentlich genanntes Angebot.
Was auf der anderen Seite steht, ist kein abstrakter Strafrahmen, sondern eine Bilanz. Offshore bedeutet: keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsschutz — und möglicherweise höhere Limits. Whitelist bedeutet: Rechtssicherheit und Spielerschutz, dafür 1.000 € Standardlimit, ein eingeschränkter Live-Markt, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto. Beides sind Pakete, und keines ist kostenlos.
Zur Strafbarkeit gehört Genauigkeit statt Dramatik. Das Veranstalten steht nach § 284 StGB unter Strafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, die Werbung bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt. Wer diese Passage als Warnung liest, liest mehr hinein, als darin steht; wer sie als Freibrief liest, übersieht die zivilrechtliche Seite.
Und die ist der eigentliche Hebel. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt beim Gerichtshof der Europäischen Union. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, Aktenzeichen I ZR 90/23; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit einer Ausnahme: wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Daraus folgt nicht, dass irgendjemandem eine Rückzahlung zusteht. Es folgt, dass die Wahl des Anbieters nicht nur eine Wahl über Quoten ist, sondern über die Frage, welche Rechtsordnung am Ende eines Streits zuständig ist.
Häufige Fragen zu EM-Wettanbietern
Welche Anbieter dürfen in Deutschland Wetten auf die Fußball-Europameisterschaft überhaupt annehmen?
Nur Halter einer deutschen Erlaubnis nach dem Glücksspielstaatsvertrag, geführt auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Ohne Eintrag ist das Angebot unerlaubt. Die Liste vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge, davon 27 Halter mit Sportwetten-Erlaubnis — zehn davon stehen hier einzeln beschrieben.
Wie prüfe ich einen Anbieter auf der Whitelist der Aufsichtsbehörde?
Zuerst den Namen in der Übersicht der erlaubten Anbieter suchen, dann prüfen, ob die Domain, auf der man spielen will, unter der Sportwetten-Erlaubnis steht, und schließlich den genannten Halter mit dem Unternehmen in den Nutzungsbedingungen vergleichen. Zwei Minuten, drei Schritte.
Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt?
Nein. Das Jahr im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr. Die letzte Endrunde war 2024 in Deutschland, vom 14. Juni bis 14. Juli, mit 24 Mannschaften und 51 Spielen. Die nächste findet 2028 in England, Schottland, Wales und Irland statt, mit Eröffnungsspiel am 9. Juni 2028 in Cardiff.
Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit und gilt es bei allen Anbietern gemeinsam?
Standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat nach § 6c Abs. 1, und ja, gemeinsam über alle Anbieter, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein höheres Limit gibt es nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit; eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung nach sieben Tagen.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turnierwette, und was macht die Sportwettensteuer?
Die Auszahlung ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei einer Kombiwette aus dem Produkt der Einzelquoten. Die Steuer beträgt 5,3 Prozent von „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags; geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden.
Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen?
Weil eine Quote ein Preis ist und keine Kenntnis: Sie entsteht aus Einsätzen auf einen Markt und enthält die Marge des Hauses. Kein Anbieter weiß, wer gewinnt. Die Marge eines Beispielmarktes lag bei rund 4,6 Prozent — dieser Betrag wird unabhängig vom Ausgang eingenommen.
Turniere – MotoGP Sportwetten
Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»
