Tour de France Wetten 2026 im Vergleich: zehn Anbieter mit GGL-Erlaubnis
*Stand: 30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand der Liste: 2. Oktober 2026) und die veröffentlichten Geschäftsbedingungen der Anbieter.*
Die Tour de France 2026 ist gefahren, entschieden und ausgezahlt. Vom 4. bis 26. Juli 2026 rollte das Feld über 21 Etappen und 3.245 Kilometer von Barcelona nach Paris, Tadej Pogačar gewann die Gesamtwertung vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Wer jetzt nach Quoten sucht, sucht also nicht nach dem Rennen, das gerade zu Ende ist, sondern nach dem Rahmen für das nächste: welcher Anbieter überhaupt Radsport im Programm hat, was eine Quote wirklich enthält und welche Regel den Einsatz begrenzt, bevor der erste Kilometer gefahren ist.

Genau darin liegt die eigentliche Entscheidung. Nicht „welcher Anbieter ist der beste“, sondern welcher der drei Wege zu einer Wette auf die Rundfahrt zu einem passt: der deutsche Weg über die Whitelist mit Erlaubnis, Schutz und Limits; der Weg ins Ausland mit höheren Grenzen und ohne jeden Rückgriff; oder das Zuschauen, was bei einem Rennen, dessen Ausgang 21 Tage lang offen ist, keine Schande ist. Die zehn Anbieter unten sind alle auf der Whitelist verzeichnet — das ist der kleinste gemeinsame Nenner, nicht das Urteil.
Wer auf ein Etappenergebnis oder eine Trikotwertung setzen will, findet bei allen zehn ein Sportwettprogramm. Wer während einer laufenden Etappe auf den nächsten Angriff setzen will, findet fast überall eine Wand. Und wer glaubt, die Steuer zahle jemand anderes, sollte weiterlesen, denn die 5,3 % sind im Preis schon drin, wenn sie drin sind.
Die Vergleichstabelle: Erlaubnis, Veranstalter und Erstdatum im Überblick
| Anbieter | Whitelist-Status | Veranstalter der Sportwetten | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Betway | Sportwetten-Erlaubnis für Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| bwin | Sportwetten-Erlaubnis für bwin | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Sportwetten-Erlaubnis für Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| bet365 | Sportwetten-Erlaubnis für bet365 | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Winamax | Sportwetten-Erlaubnis für Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Tiptorro | Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Bet3000 | Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Wettarena | Sportwetten-Erlaubnis für Wettarena | I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
Die Spalte mit dem Erlaubnisdatum erzählt mehr, als sie sollte. Sie ist kein Qualitätssiegel, sondern eine Momentaufnahme der Whitelist vom 2. Oktober 2026, und die Liste selbst nennt nur Erstdaten, nie ein Ende. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, danach wird sie fortgeschrieben — deshalb steht bei Betway, bwin, Betano, bet365, Winamax, Tiptorro, Wettarena und Interwetten ein Folgedatum, während Bet3000 mit dem 22. April 2026 noch im ersten Jahr sitzt und DAZN Bet seit dem 22. August 2023 ohne sichtbaren Folgeeintrag dasteht.

Interessanter als die Datumsreihe ist die Zeile, in der zwei Marken unter einem Dach stehen: Bet3000 und Wettarena werden beide von der I.B.C. Sportsbetting Limited veranstaltet, in Sliema auf Malta. Zwei Marken, ein Erlaubnisinhaber, zwei unterschiedlich alte Erlaubnisse — für den Spielenden heißt das, dass ein Wechsel zwischen den beiden Plattformen an den LUGAS-Limits nichts ändert. Dieselbe Konstruktion wiederholt sich bei den großen Namen: Betway Limited, bwin (Deutschland) Limited, Betkick Sportsbetting Limited, Hillside (Europe) ENC, DZBT Operations Limited, WINAMAX, Torro Tec Limited und Interwetten Gaming Limited sind die Gesellschaften hinter den zehn bekanntesten deutschen Sportwetten-Adressen. Ein Blick auf den Namen im Impressum ist die schnellste Prüfung, die ein Spieler selbst machen kann, und die einzige, die ohne Vorwissen funktioniert.
Wer die Tabelle liest und daraus eine Rangfolge ableitet, liest sie falsch. Sie ist die Eintrittskarte, nicht das Spiel. Was ein Anbieter aus der Erlaubnis macht — welche Märkte er aufstellt, wie er Quoten setzt, wie er Limits handhabt — steht in keinem Erlaubnisregister.
Was Radsportwetten in Deutschland erlaubt — und was die Erlaubnis kostet
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) ist die Aufsicht, das GlüStV 2021 mit Inkrafttreten am 1. Juli 2021 der Rahmen. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), sie überwacht und sie ahndet Verstöße (§ 28a). Die Steuer ist nicht ihre Sache, die liegt beim Finanzamt. Und der einzige belastbare Test, ob ein Anbieter wirklich darf, ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 — nicht das Impressum, nicht das Werbeversprechen, nicht die Endung einer Adresse. In der Fassung vom 2. Oktober 2026 stehen dort 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber, die nur Pferdewetten anbieten dürfen.

Jede gelistete Domain ist eine .de-Adresse. Das ist der Punkt, an dem die meisten Fehlschlüsse beginnen: Eine .de-Endung beweist gar nichts, denn sie steht jedem offen, der sie registriert. Umgekehrt gilt dasselbe im strengen Sinn — nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis eingetragen ist, darf Sportwetten annehmen. Ein Inhaber mit Slots-, Poker- oder Casino-Erlaubnis hat damit keine einzige Sportwette genehmigt, und ein Automatenspiel unter demselben Firmendach sagt über das Wettprogramm nichts.
Das Sportwettprogramm: was auf dem Schein stehen darf
Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse während des Wettkampfs, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1). Klingt weit, ist es nicht. Es gilt nur, was die GGL im Sportwettprogramm freigegeben hat (§ 21 Abs. 5), und das ist eine deutlich kürzere Liste als die eines internationalen Buchmachers.
Verboten sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, außerdem manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Und E-Sport: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Es gibt in Deutschland kein erlaubtes E-Sport-Wetten. Für den Radsport heißt das im Umkehrschluss, dass das Rennen selbst, seine Etappen und seine Wertungen grundsätzlich wettbar sind, solange die Veranstalterin kein Amateur- oder Nachwuchsformat aufstellt.
Ein Punkt, den die meisten übersehen, weil er im Kleingedruckten verschwindet: Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich erst, wenn das offizielle Endergebnis des jeweiligen Ereignisses feststeht.
Livewetten: die Regel, die bei der Tour am härtesten greift
§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Livewetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Der nächste Angriff, die nächste Attacke, der nächste Fahrer, der sich im Wind zeigt — im Radsport gibt es dafür keine Position in der Aufzählung. Bei einer dreiwöchigen Rundfahrt mit vierstündigen Etappen ist das die praktisch relevante Beschränkung: Die endlose In-Play-Palette, die ausländische Portale bewerben, ist im deutschen Programm nicht verfügbar, und kein Anbieter auf der Whitelist kann sie anbieten, ohne seine Erlaubnis zu riskieren.
Ein Nutzen liegt ausgerechnet darin. Wer während einer Bergankunft nicht auf jede Attacke nachlegen kann, gibt weniger aus. Das ist derselbe Effekt, den die Einzahlungslimits haben, nur ohne Behörde im Hintergrund.
Cash Out ist ausdrücklich ein Kapitel für sich: Eine gesetzliche oder behördliche Regel dazu ließ sich nicht ermitteln, und deshalb wird es hier nur so beschrieben, wie jeder Anbieter es in seiner eigenen App darstellt. Betway zeigt das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ und erlaubt die Auszahlung des gesamten Wertes oder nur eines Teils. Bei Betano nennt die App-Beschreibung Cash Out als eine von mehreren Funktionen. Ein Rechtsanspruch auf Cash Out existiert nicht, und kein Anbieter hat sich verpflichtet, ihn anzubieten.
Der Umweg ins Ausland: was er spart und was er kostet
Wer ein Sportwettenangebot ohne deutsche Erlaubnis an Personen in Deutschland richtet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung — keine. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei ein namentlich genanntes Portal erwähnt. Dass ein Anbieter Steuer zahlt, ist im Übrigen kein Beweis für irgendetwas, denn die Sportwettensteuer trifft Veranstalter ohne Erlaubnis genauso.
Strafrechtlich steht das Ganze auf zwei nicht vergleichbaren Füßen: Das Veranstalten ist nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bewehrt, das Werben dafür mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verurteilungen einzelner Spielender sind nicht feststellbar — das ist weder ein Freibrief noch ein Anlass zur Dramatisierung. Die Behörde arbeitet auf der anderen Seite: Untersagungsverfügungen, Zahlungsblockaden, Netzsperren (§ 9).
Zivilrechtlich läuft eine Bewegung, die für Spielende teuer werden kann für die Anbieter: Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der dortige Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 hat Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) in seinen Schlussanträgen die Auffassung vertreten, es sei grundsätzlich möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit einer Ausnahme: Behörden hätten zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Aus diesen Schlussanträgen folgt für den einzelnen Spielenden kein Anspruch. Wer heute bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag verliert, hat keine zugesagte Rückerstattung, keine OASIS-Sperre, keine LUGAS-Limits und keinen deutschen Rechtsweg — dafür Grenzen, die höher liegen dürfen als 1.000 € im Monat.
Was die Steuer mit der Quote macht
Die Sportwettensteuer steht in §§ 16 bis 25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Umgerechnet sind das rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags, weil 5,3 geteilt durch 105,3 genau das ergibt. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung, und deshalb wird sie hier für keinen Anbieter behauptet, solange dessen eigene Bedingungen nichts sagen. „5,3 % vom Einsatz“ wäre in jedem Fall falsch — der Bemessungsgrundlage fehlt die Steuer selbst, sonst würde sie ein zweites Mal auf sich selbst erhoben.
Für die Quote bedeutet das eine Wahl, die der Anbieter trifft und der Spielende nicht sieht: Er kann die Steuer in seine Preisgestaltung einrechnen und niedrigere Quoten ausweisen, oder er kann sie aus seiner Marge tragen und versprechen, die Steuer nicht weiterzugeben. Winamax bewirbt sich im Fußbereich seiner Seite mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“. Der zweite Teil dieser Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Eine Studie über Fußball, Tennis und Handball — über Radsport sagt sie nichts, und über die Tour de France schon gar nichts.
Quoten, Wahrscheinlichkeiten und die Marge dahinter
Eine Quote ist kein Versprechen. Sie ist der Preis, zu dem ein Anbieter bereit ist, ein Risiko zu übernehmen, und sie enthält immer seinen Anteil. Wie groß dieser Anteil ist, lässt sich ausrechnen, sobald man alle Ausgänge desselben Marktes kennt — und nur aus einem Markt, nicht aus zwei.
Nehmen wir einen Markt, den es in dieser Form bei kaum einer Sportart gibt, weil ein Rennen selten genau zwei Ausgänge hat: eine Zweiwetten-Konstellation zu je 1,90 auf beiden Seiten. Diese Zahlen sind ein Rechenbeispiel, kein irgendwo abgelesener Preis, und schon gar keine Empfehlung. Der Quotenschlüssel — die Auszahlungsquote des Marktes — ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten, hier 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90). Das Ergebnis liegt je nach Rundung bei etwa 95 %, und die Marge, also der Anteil, den der Anbieter von jedem gesetzten Euro behält, liegt entsprechend bei rund 5 %. Das ist eine Bandbreite, keine feste Zahl: Sie verschiebt sich mit jeder Quotenstellung, sie fällt bei einem Markt mit vielen Ausgängen anders aus als bei einem mit zwei, und sie fällt je nach Sportart unterschiedlich aus. Wer eine Marge liest, liest sie für den Markt, für den sie gerechnet wurde, und für keinen anderen.
Der Effekt dieser fünf Prozent ist unspektakulär und brutal zugleich. Über viele Wetten hinweg kostet die Marge den Spielenden etwa diesen Anteil seines Umsatzes, unabhängig davon, ob er gut oder schlecht tippt. Genau deshalb ist die Marge das einzige Merkmal einer Quote, das der Anbieter nicht wegbewerben kann: Die Werbezeile nennt immer die Quote, nie den Schlüssel.
Auszahlen lässt sich eine Wette erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Bei einer Etappe heißt das nach der Zielankunft, bei der Gesamtwertung nach dem Schlussbild in Paris. Wer bei einer Wette auf den Gesamtsieger eines rechnet: Der Rückfluss bei einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal (Quote minus 1). Bei 10 € Einsatz und einer Quote von 2,10 sind das 21 € zurück und 11 € Gewinn. An dieser Rechnung ändert die Steuer nichts, weil sie beim Veranstalter liegt; an der Quote kann sie alles ändern, wenn er sie einpreist.
Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Auswahlen zu einem einzigen Preis. Vier Auswahlen zu je 2,00 ergeben eine Kombiquote von 16,00, aus 10 € werden im Gewinnfall 160 € — und die Marge jeder einzelnen Auswahl wird mit multipliziert. Das ist der Grund, warum Kombiwetten aus Sicht des Anbieters das rentabelste Produkt sind und aus Sicht des Spielenden das teuerste.
Welche Märkte es bei der Tour überhaupt gibt
Die Auswahl folgt dem Rennen, nicht dem Katalog. An erster Stelle steht die Gesamtwertung, das gelbe Trikot, jene Wertung, die auf den addierten Zeiten der Fahrer beruht. Sie ist der Markt, auf dem über drei Wochen die meiste Information eingepreist wird und auf dem ein einzelner Sturz das ganze Bild verschieben kann. Daneben stehen die Einzeletappen: Flachetappen für Sprinter, Bergetappen für Kletterer, Zeitfahren für Spezialisten. Dann die Trikots, die über eigene Wertungssysteme entschieden werden — das grüne für die Punktewertung, das gepunktete für die Bergwertung, das weiße für die Nachwuchswertung.
Trikotwertungen sind für viele Spielende attraktiver als die Gesamtwertung, weil ein Außenseiter dort eine Chance hat, die er im Klassement nie bekommt. 2026 gewann Mads Pedersen das grüne Trikot, Richard Carapaz das gepunktete — beide Namen, die in den Gesamtwettenspielen nicht oben standen. Das ist der strukturelle Reiz dieser Märkte und zugleich ihr Problem: Sie hängen an Zwischensprints, Ausreißergruppen und Aufgaben einzelner Fahrer, also an Ereignissen, die in keiner Statistik sauber vorhergesagt sind.
Was ein Anbieter an Einzelmärkten führt, steht in seinem Wettprogramm und nicht in diesem Text.
Was lange Rennwochen mit dem Konto machen
Die Tour dauert üblicherweise drei Wochen, und das ist der ganze Punkt. Viele Etappen, ein Ergebnis pro Tag, ein Markt, der sich laufend verändert — daraus entsteht ein Rhythmus, der beim Zuschauen harmlos aussieht und beim Spielen ein Anlageproblem ist. Wer jeden Tag eine Wette platziert, hat nach drei Wochen 21 Wetten gesetzt, nicht drei, und bei fünf Prozent Marge summiert sich das deutlicher als jede einzelne Entscheidung.
Die Zahlen, die dieser Neigung entgegenstehen, gelten bundesweit und für alle Anbieter gleich. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein höheres Limit ist möglich — bis 10.000 €, in einer weiteren Stufe bis 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spielenden —, aber nur auf nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt nicht. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Das ist kein Hindernis, sondern eine eingebaute Verzögerung, und wer sie einmal miterlebt hat, versteht, wem sie nützt.
Dazu kommen Regeln, die genau auf das Problem der parallelen Nutzung zielen: Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung (§ 6a); vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Paralleles Spielen ist untersagt (§ 6h, Aktivitätsdatei). Wer sich also bei mehreren der zehn Anbieter zugleich anmeldet, um das Monatslimit je Haus auszureizen, bewegt sich gegen die Regel, nicht in einer Lücke.
Die eigenen Planungswerkzeuge sind das zweite Standbein. Das eigene Budget gehört vor die erste Wette, nicht danach. Ein Einzahlungslimit, das beim Anbieter gesetzt wird, arbeitet unabhängig von der eigenen Disziplin. Pausen, die man sich vornimmt, halten länger, wenn sie an ein Rennen gebunden sind: eine Woche ohne Einsatz nach einer Bergankunft ist leichter durchzuhalten als ein abstrakter Vorsatz.
Und dann ist da noch die Notbremse. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus — ein Werkzeug für den Moment, in dem eine Entscheidung nicht mehr der Vernunft folgt. OASIS nach §§ 8, 8a ist das bundesweite Sperrsystem und wird bei der Registrierung und beim Login abgefragt. Wer dort eine Sperre einträgt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; nennt er keinen, mindestens ein Jahr. Diese beiden Register sind auch der praktischste Unterschied zwischen dem deutschen Weg mit Erlaubnis und den ausländischen Angeboten: Offshore-Plattformen sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen, und deshalb findet dort weder der Schutz statt noch seine Kontrolle.
Bei den Zahlungen ist die Regel unspektakulär, aber folgenreich: Ein- und Auszahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur über ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich; anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht jeweils in seinen eigenen Bedingungen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Der Teilnahmeanschluss liegt bei 18 Jahren (§ 4 Abs. 3). Ein wettbezogenes Einsatzlimit pro Wette kennt das Sportwettenrecht nicht — wer eine Obergrenze für den einzelnen Schein sucht, findet sie nur in den Grenzen des Anbieters.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Alle zehn im Folgenden führen eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL für ihre jeweilige .de-Adresse. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge, sondern eine Abfolge; was jeweils daneben steht, ist der Punkt, an dem sich das Haus von den anderen unterscheidet.
Betway: der Cash-Out mit Teilauszahlung
Die Betway Limited betreibt das Sportwettenangebot unter Betway seit dem 9. März 2021, mit Fortschreibung vom 23. Dezember 2022. Bemerkenswert am Produkt ist weniger der Cash-Out selbst — den gibt es auch anderswo — als seine Ausgestaltung: Das grüne Symbol erscheint unter „Meine Wetten“, der aktuelle Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder nur ein Teil. Die Teilauszahlung ist für lange Etappen die eigentlich nützliche Variante: Wer auf der Hälfte der Strecke einen Teil des Werts realisiert und den Rest laufen lässt, muss nicht zwischen allem und nichts wählen. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert — ein Fußballwerkzeug, das auf die Rundfahrt nicht anzuwenden ist.
Für Radsportwetten entscheidet der Cash-Out damit mehr über den Alltag als jedes Willkommensangebot. Wer während der Tour nicht nur am Etappenende auf den Schein schauen will, hat hier das Werkzeug, das am direktesten in den Rennverlauf eingreift — mit der Einschränkung, dass die Auszahlung erst mit dem offiziellen Rennende erfolgt und die Teilauszahlung sich auf den aktuell angezeigten Wert bezieht.
bwin: eine der ältesten Erlaubnisse im Feld
Die bwin (Deutschland) Limited in Gzira auf Malta führt Betway nicht, sondern bwin — und zwar seit dem 9. Oktober 2020, mit Fortschreibung vom 23. Dezember 2022. Das Erstdatum liegt damit fast neun Monate vor dem Inkrafttreten des heutigen Rahmens und macht bwin zu einem der Häuser, die den Übergang in das lizenzierte System von Beginn an mitgemacht haben.
Was daraus für den Spielenden folgt, ist keine Quotenfrage, sondern eine Frage der Verlässlichkeit bei den Abläufen: Verifizierung, Limitsteuerung, Auszahlungswege sind bei einem Haus, das seit 2020 im regulierten Betrieb ist, eingespielt. Eine Zusage über das Radsportprogramm ist das nicht — wie jeder Anbieter hier führt bwin Märkte nach dem eigenen Sportwettprogramm, und was davon die Rundfahrt betrifft, steht im eigenen Angebot.
Betano: Sportwetten unter anderem Namen
Bei Betano wird es interessant, sobald man die Spalten kreuzt: bwin gehört der bwin (Deutschland) Limited, Betano dagegen der Betkick Sportsbetting Limited. Die Erlaubnis läuft seit dem 19. Februar 2021, fortgeschrieben am 16. Dezember 2022. Eine Marke im deutschen Sportwettenmarkt ist nicht dasselbe wie die Gesellschaft, die die Erlaubnis hält, und Betano ist der klarste Fall dafür im Feld.
Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt in der Entwicklerbeschreibung Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das ist eine Aufzählung, die Radsport nicht enthält — Live-Streaming und Bet Builder sind hier für Fußball, Tennis und die großen US-Ligen beschrieben. Wer die Tour auf einem Bildschirm verfolgen will, sollte deshalb nicht von dieser Beschreibung darauf schließen, sondern im eigenen Angebot nachsehen, ob und wo die Rundfahrt übertragen wird.
bet365: die Hillside (Europe) ENC
Hinter bet365 steht die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta. Die Erlaubnis datiert vom 9. Oktober 2020, fortgeschrieben am 27. Dezember 2022 — dasselbe Erstdatum wie bwin, was die geringe Zahl der Häuser zeigt, die von Anfang an dabei waren.
Für einen Vergleich der zehn ist damit vor allem eines gesagt: Auch der bekannteste Name im Feld ist nur eine Domain unter dreißig Einträgen der Liste, und die Prüfung funktioniert hier wie überall — über den Eintrag, nicht über die Bekanntheit. Was bet365 an Radsportmärkten führt und zu welchen Quoten, steht in seinem Wettprogramm, nicht in der Erlaubnis.
DAZN Bet: der jüngste Erlaubnisinhaber der Liste
DAZN Bet ist der Fall, in dem die Whitelist am meisten über das Haus verrät und am wenigsten über sein Produkt. Die DZBT Operations Limited mit Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug auf Malta, hält die Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023 — das zweitjüngste Erstdatum im Feld und das einzige, bei dem kein Folgeeintrag sichtbar ist. Wer die Liste liest, sieht hier einen Anbieter, der noch in seiner ersten Erlaubnisperiode sitzt.
Frisch heißt nicht schlecht, aber es heißt neu: weniger Jahre eingespielter Abläufe und weniger Historie in der Behandlung deutscher Konten. Das ist kein Argument gegen die Plattform, sondern eine Information für den, der Wert auf lange Betriebszugehörigkeit legt — bei Sportwetten, die während einer Rundfahrt ohnehin erst nach dem offiziellen Ergebnis abgerechnet werden, ist das ein Geduldsthema und kein Sicherheitsthema, solange die Erlaubnis steht.
Winamax: die Quote als Werbeargument
Winamax ist das Haus, das die Quote selbst zum Produkt gemacht hat, und der Fall, an dem sich am saubersten zeigt, wie weit eine Werbeaussage trägt. Im Footer der Seite steht „0% Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Erlaubnis für Winamax hält die WINAMAX (Société anonyme) seit dem 29. Juni 2021, fortgeschrieben am 8. Dezember 2022.
Der Beleg für den zweiten Teil der Aussage ist eine Odoxa-Studie über 2.967 Spiele aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine belastbare Aussage über die Hälfte der Fälle — und eine Aussage über null Radsportwetten. Bei einem Rennen über drei Wochen mit einem Feld von mehr als 150 Fahrern ist die Quotensetzung eine andere Disziplin als bei einem Fußballspiel, und die Studie deckt sie nicht ab. Wer wegen dieser Zeile zur Tour wechselt, wechselt wegen etwas, das für die Tour nicht belegt ist.
Tiptorro: die Behörde im Selbstzeugnis
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz auf Malta angeboten; die Erlaubnis für Tiptorro läuft seit dem 30. Juni 2021, fortgeschrieben am 27. Dezember 2022. Die Gesellschaft beschreibt sich in der App als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und verweist auf die Whitelist.
Dieser Verweis ist der richtige Instinkt und die richtige Reihenfolge. Ein Selbstzeugnis dokumentiert nichts — die Prüfung ist die Liste, und die Liste bestätigt den Eintrag. Ein Anbieter, der selbst auf das Register zeigt, erspart dem Spielenden wenigstens die Suche nach dem Namen der Gesellschaft; er ersetzt sie nicht.
Bet3000: Erlaubnis im Jahr eins
Bet3000 verlangt einen zweiten Blick auf das Datum. Die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema auf Malta, hat die Erlaubnis für Bet3000 mit Erstdatum 22. April 2026 — das jüngste Datum in diesem Kreis und keine sechs Monate vor dem Stand der Liste. Wer heute dort spielt, spielt im ersten Jahr einer Erlaubnis, die nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre läuft.
Was das mit einer Wette auf die Tour de France macht, ist begrenzt: Die Erlaubnis ist entweder da oder nicht, und sie ist da. Was es mit der Erwartung an das Haus macht, ist deutlicher — ein Anbieter am Anfang seiner Periode hat wenig Vergangenheit in der Abwicklung deutscher Konten, und die Tatsache, dass Gewinne erst nach dem offiziellen Rennabschluss zur Auszahlung gelangen, ist eine Praxis, die sich erst etablieren muss.
Wettarena: derselbe Inhaber, andere Erlaubnis
Wettarena hat mit Bet3000 den Erlaubnisinhaber gemeinsam: Die Marke wird laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von der I.B.C. Sportsbetting Limited angeboten, derselben Gesellschaft mit Sitz in Sliema auf Malta. Die Erlaubnis für Wettarena.de datiert dagegen vom 9. Oktober 2020 und wurde am 15. Dezember 2022 fortgeschrieben — rund fünfeinhalb Jahre älter als die von Bet3000.
Zwei Marken unter einem Inhaber mit unterschiedlich alten Erlaubnissen sind für den Spielenden kein Zufall ohne Bedeutung: Die Limits, die über LUGAS und die Aktivitätsdatei laufen, greifen personenbezogen über alle Anbieter, und zwei Plattformen desselben Inhabers ändern daran nichts. Wenn dieselbe Mannschaft hinter beiden steht, ist ein Wechsel zwischen ihnen eine Frage der Oberfläche und der Marktpflege — nicht eine Frage von Grenzen.
Interwetten: Erlaubnis seit 2020, Name seit 1996
Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema auf Malta, hält die Erlaubnis für Interwetten seit dem 2. November 2020, fortgeschrieben am 27. Dezember 2022. Das Haus gehört zu den vier Anbietern dieses Kreises, deren deutsche Erlaubnis im Oktober 2020 begann — die anderen drei sind bwin, bet365 und Wettarena.
Für den Vergleich zählt damit weniger das Erstdatum als die Gruppe, in der es steht: Vier der zehn sind seit Herbst 2020 lizenziert, drei sind 2021 dazugekommen, einer 2023 und einer 2026. Ein Markt, der sich über sechs Jahre in Stufen konsolidiert hat, produziert Häuser mit sehr unterschiedlich langer Praxis — und die Wahl zwischen ihnen hängt davon ab, ob man Erfahrung oder Bewegung sucht.
Welche Wahl zu welchem Spielenden passt
Drei Wege stehen offen, und jeder hat einen Preis, den die Werbung nicht nennt.
Der deutsche Weg kostet die 1.000 € Einzahlungsgrenze im Monat über alle Anbieter, die vollständige Verifizierung samt einem Konto pro Haus, ein Livewetten-Programm, das bei einer Rundfahrt fast nichts zu bieten hat, und Zahlungen ausschließlich vom eigenen Konto. Dafür bekommt der Spielende eine Erlaubnis, die prüfbar ist, ein Sperrsystem, das bei der Registrierung tatsächlich anschlägt, OASIS im Hintergrund, Spielergeld auf einem Treuhandkonto und eine Auszahlung binnen fünf Werktagen nach Kontoschließung. Für jemanden, der zum Spaß während der Tour ein paar Etappenwetten setzt, ist das kein Hindernis, sondern eine Bremse, die man nicht selbst bauen muss.
Der Weg ins Ausland kostet die Prüfbarkeit. Keine Whitelist, kein OASIS, kein LUGAS, keine Zusage auf Rückerstattung — und die zivilrechtliche Entwicklung, die hier ihren Ausgang vom BGH genommen hat, ist noch keine Antwort. Dafür liegen die Grenzen höher, und die Livepalette ist größer. Für einen Spielenden mit großem Budget ist das ein reales Argument; für einen mit kleinem ist es die schlechteste Kombination, weil die Grenze, die das Ausland bietet, genau die ist, die man nicht braucht.
Der dritte Weg ist der, den niemand bewirbt: nicht während jeder Etappe dabei sein, sondern sich den Ausgang ansehen. Wer nur das Ergebnis verfolgt, setzt keine Wette, zahlt keine Marge und hat kein Limit, das er überwachen muss.
Die Wahl zwischen den zehn lizenzierten Häusern entscheidet sich dann an drei Dingen. Erstens, ob die eigenen Zahlungswege akzeptiert werden — bei allen zehn sind es Konten im eigenen Namen, aber welche Marken konkret durchgehen, steht in den jeweiligen Bedingungen. Zweitens, ob Radsport mit dem Umfang geführt wird, den man braucht: Gesamtwertung, Etappen, Trikots. Drittens, ob der Anbieter eine Funktion hat, die den eigenen Umgang mit dem Rennen verändert — Betways Cash-Out mit Teilauszahlung ist das deutlichste Beispiel dafür, dass ein Detail den Verlauf eines Rennmonats prägt.
Was bei dieser Wahl nicht hilft, ist die Werbezeile. „0 % Wettsteuer“, „beste Quoten“, „risikofrei“ — jede dieser Formulierungen beschreibt einen Teil der Rechnung und verschweigt den Rest. Die Steuer, wenn sie weitergegeben wird, sitzt schon in der Quote. Die Marge sitzt in jeder Quote dieses Marktes. Und die Verifikation wartet auf jeden, bevor er abheben kann.
Häufige Fragen zu Wetten auf die Tour de France
Wo kann man aus Deutschland auf die Tour de France wetten, und welche Anbieter sind erlaubt?
Erlaubt sind ausschließlich Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis, die die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in der Whitelist führt. In der Fassung vom 2. Oktober 2026 hat die Liste 30 Einträge, darunter 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis. Von den hier betrachteten zehn Häusern arbeiten alle auf dieser Grundlage, mit Veranstaltern wie Betway Limited, bwin (Deutschland) Limited oder Interwetten Gaming Limited.
Welche Wettarten gibt es, vom Gesamtsieger bis zu den Trikotwertungen?
Möglich sind Festquotenwetten auf den Ausgang des Rennens, einzelner Etappen und auf Zwischenstände, als Einzel- oder Kombiwette. Dazu kommen die Wertungen: gelb für die Gesamtwertung, grün für die Punkte, gepunktet für die Berge, weiß für den Nachwuchs. Die Gesamtwertung beruht auf den addierten Zeiten; welche Märkte ein Anbieter tatsächlich aufstellt, steht in seinem Wettprogramm.
Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote gerechnet, etwa beim Gesamtsieger?
Der Rückfluss einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal (Quote minus 1). Bei 10 € Einsatz und Quote 2,10 sind das 21 € zurück und 11 € Gewinn. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der Auswahlen zu einem Preis. Ausgezahlt wird erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses, bei der Gesamtwertung also nach Paris.
Was ist bei Livewetten während einer Etappe erlaubt, und was nicht?
Während eines laufenden Ereignisses sind Livewetten nur auf das Endergebnis oder auf die nächste vergleichbare Komponente erlaubt — das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis, aber nicht der nächste Punkt. Im Radsport gibt es keine passende Kategorie, deshalb bleiben Livewetten auf den nächsten Angriff oder die nächste Attacke im deutschen Programm unzulässig.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf Quote und Auszahlung aus?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob er sie in die Quote einpreist oder aus seiner Marge trägt, entscheidet er selbst; Winamax bewirbt ausdrücklich, die Steuer nicht weiterzugeben.
Wie wirkt das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter?
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV gilt mit 1.000 € pro Kalendermonat über alle erlaubten Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Deshalb bringt es nichts, bei mehreren Häusern gleichzeitig anzumelden — paralleles Spielen ist nach § 6h untersagt. Eine höhere Grenze ist nur auf nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglich, eine Senkung wirkt sofort.
Sportarten – MotoGP Sportwetten
Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»
