Wimbledon-Wetten in Deutschland: zehn erlaubte Anbieter, ein Rasenplatz und viele Wege zum Wettschein
Stand: 30. Oktober 2026 — die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Zwei Wochen Rasen, jeden Sommer, und danach eine Rechnung: Wer in Deutschland auf Wimbledon setzen will, setzt nicht dort, wo die Quote am lautesten schreit, sondern dort, wo ein Veranstalter mit deutscher Erlaubnis dahintersteht. Das klingt nach Bürokratie und ist in Wahrheit die einzige Frage, die vor dem Wettschein wirklich zu beantworten ist — denn sie entscheidet, welche Märkte überhaupt offenstehen, wie hoch das Einzahlungslimit ausfällt und ob im Streitfall jemand zuständig ist.
Wimbledon ist ein jährliches Turnier, kein Einzelereignis. Die 139. Austragung lief vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London und ist abgerechnet; die nächste folgt 2027. Wer heute eine Wette aufschlägt, wettet also auf ein Turnier, dessen Feld erst noch entsteht, oder auf die Partien der kommenden Ausgabe live. Beides hat eigene Regeln, und beide Wege führen über dieselbe Whitelist.
Der Turnieralltag ist dabei dichter, als viele annehmen. Das Herreneinzel wird über drei Gewinnsätze gespielt, das Dameneinzel über zwei. Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Gespielt wird in Wimbledon, veranstaltet vom All England Lawn Tennis and Croquet Club — es ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen, und das dritte des Jahres.
Was ein Wimbledon-Besuch für die Quoten bedeutet, ist unspektakulär und wichtig: In zwei Wochen mit vielen parallelen Partien liegt mehr Auswahl auf dem Markt als an einem Bundesliga-Spieltag, aber keines dieser Angebote wird dadurch besser. Rasen belohnt Aufschlag und verkürzt Ballwechsel; das sind Eigenschaften des Belags, keine Vorhersage. Wer aus einer Statistik einen sicheren Gewinner ableitet, hat den Unterschied zwischen Wahrscheinlichkeit und Gewissheit noch nicht gezogen.
Rechtslage: welche Anbieter aus Deutschland Wimbledon-Wetten annehmen dürfen
Wetten auf ein Tennisturnier sind in Deutschland erlaubnispflichtig, und die Erlaubnis wird nicht behauptet, sondern nachgewiesen. Illegale Angebote sind ein Dauerthema: Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an Anbietern außerhalb des erlaubten Marktes und nannte in diesem Zusammenhang Platincasino. Eine Warnung, die niemand befolgt, weil sie in einem Nebensatz eines Rechtsartikels steht — deshalb steht sie hier am Anfang.

Zuständig ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale), die den GlüStV 2021 vollzieht, seit dem 1. Juli 2021 in Kraft. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, überwacht den Markt und kann Bußgelder verhängen. Der einzige belastbare Test, ob ein Anbieter dazugehört, ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Stand dieser Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen.
Zwei Dinge, die regelmäßig durcheinandergeraten. Erstens: Alle gelisteten Domains enden auf .de — aber eine .de-Adresse beweist für sich genommen nichts, sondern nur der Eintrag selbst. Zweitens: Eine Erlaubnis gilt für die Domain, die unter der Sporterlaubnis steht. Wer Sportwetten veranstalten darf, darf deshalb nicht automatisch virtuelle Automatenspiele anbieten, und umgekehrt sagt eine Automatenspiel-Erlaubnis über das Sportwettprogramm nichts. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist nennt nur Erteilungsdaten, kein Enddatum. Wer ein Ablaufdatum liest, liest es nicht aus dieser Quelle.
Was der GlüStV 2021 beim Wetten zulässt — und was er ausschließt
Die Wetten, um die es hier geht, sind Festquoten-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf einen Abschnitt daraus oder auf Vorfälle darin — als Einzel- oder Kombiwette. Der Katalog ist nicht frei: Erlaubt ist nur, was die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat. Ein Anbieter, der zusätzliche Märkte bewirbt, verkauft Ihnen damit nicht mehr Rechte, sondern mehr Produkt.
Ausgeschlossen sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind, sowie manipulative und auf Regelverstöße bezogene Wetten. Die GGL zieht die Grenze zum Amateurbereich nach ihrer Verwaltungspraxis beim Fußball unterhalb der 3. Liga. Auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse lässt sich ebenfalls nicht setzen.
E-Sport fällt komplett heraus. Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein Anbieter, der mit E-Sport-Wetten wirbt, wirbt außerhalb des erlaubten Programms. Zu virtuellen Sportarten ist an dieser Stelle nichts festgehalten; über deren Zulässigkeit lässt sich hier keine Aussage treffen.
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Und: Eine gesetzliche Obergrenze für den einzelnen Wetteinsatz beim Sportwetten gibt es nicht.
Der Rechtsstreit um verlorene Einsätze
Bei einem Wimbledon-Turnier 2026 mit 64,2 Millionen £ Gesamtpreisgeld — ein Anstieg um 20 % gegenüber dem Vorjahr, jeder Einzelsieger bekam 3.600.000 £ — wirkt die Frage nach 3.700 € verlorenen Einsätzen klein. Rechtlich ist sie es nicht. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren (Az. I ZR 90/23) verlangt ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück.
Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit einer Ausnahme: Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen bereits Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verurteilt.
Daraus folgt kein Anspruch für irgendwen. Ein Schlussantrag ist kein Urteil, ein Urteil in einem Einzelfall ist keine Regel, und wer heute auf einem nicht gelisteten Portal verliert, hat damit eine offene Rechtsfrage, nicht einen Rückzahlungsanspruch. Bei einem erlaubten Anbieter stellt sich die Frage erst gar nicht: Wo die Erlaubnis steht, ist der Vertrag kein unerlaubtes Geschäft.
Werbung und Boni — was ein Anbieter versprechen darf
Nur Erlaubnisinhaber dürfen für Sportwetten werben. Für Sportwetten gilt dabei nicht die Sperrzeit von 6 bis 21 Uhr; sie betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino-Spiele. Was für Sportwetten gilt, ist enger und konkreter: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Liveübertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.
Und das Bonusversprechen? Der GlüStV setzt keine Obergrenze für Sportwetten-Boni fest. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten ergeben sich ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Genau dort liegen die Zahlen, die zählen — nicht in der Headline, sondern im Kleingedruckten des Angebots. Wer ein Willkommensangebot prüft, prüft drei Zeilen: Wie hoch ist der Betrag, wie oft muss er umgesetzt werden, und ab welcher Quote zählt eine Wette überhaupt mit. Fehlt eine der drei, ist das Angebot nicht schlecht, sondern unklar — und unklare Bedingungen kosten am Ende mehr als jede Marge.
Was das für den Weg zum Wettschein heißt
Der Vergleich zweier Wege fällt nüchtern aus. Ein Anbieter auf der Whitelist liefert Rechtssicherheit, die Prüfung im Sperrsystem und die Einzahlungsgrenze, die für alle gelten. Dafür nimmt er Ihnen die 1.000 €-Standardgrenze pro Kalendermonat nicht ab, beschränkt Livewetten auf seltene Komponenten und verlangt eine vollständige Verifizierung sowie Zahlungen vom eigenen Konto. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bietet größere Limits und ein freieres Wettprogramm — und dafür keinen Zugang zu OASIS oder LUGAS, keine deutsche Aufsicht und keinen deutschen Rechtsweg. Beides ist eine Wahl. Nur eine davon ist legal.
Spielerschutz: Limits, Sperrsystem und Pausen während der Turnierwochen
Wien, eine Woche Rasen, acht Partien am Tag: Turnierwochen sind die Zeit, in der Einsätze sich summieren, ohne dass jemand es bemerkt. Genau dafür existieren die Regeln, und sie greifen unabhängig davon, ob gerade Wimbledon läuft oder nicht. Wer sie kennt, trifft seine Entscheidungen vorher statt im Rückblick.
Teilnehmen darf nur, wer 18 Jahre alt ist. Pro Anbieter gibt es genau ein Konto, und es muss vollständig verifiziert werden. Vor Abschluss der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen — mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist keine Übergangsregel für Ungeduldige, sondern eine Obergrenze, die der Anbieter einhalten muss.
Das Einzahlungslimit beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg. Durchgesetzt wird es über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter kann für eine einzelne Person einen höheren Betrag zulassen — bis zu 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler — aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Parallelspiel ist über die Aktivitätsdatei untersagt.
Für Wimbledon heißt das konkret: Wer sein Monatslimit im Juni schon ausgeschöpft hat, kommt mit noch so guten Quoten im Juli nicht weiter. Und wer nach zwei Turnierwochen bilanziert, sollte wissen, dass 1.000 € nicht die Grenze für einen einzelnen Abend sind, sondern für einen ganzen Monat — über jede Partie, jeden Anbieter und jede Sportart hinweg.
OASIS, Panikbutton und der Abstand vom Konto
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Es wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich dort mit einer benannten Frist sperren lässt, ist mindestens drei Monate gesperrt; wer keine Frist nennt, mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst dagegen sofort eine 24-stündige Sperre aus. Das eine ist eine Entscheidung, das andere ein Werkzeug für den Moment, in dem die Entscheidung gerade nicht gelingt.
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis hängen an keinem der beiden Systeme. Das ist kein Nebensatz, sondern der eigentliche Unterschied: Wer sich dort für eine Pause entscheidet, ist auf die Kulanz und die Technik des Anbieters angewiesen — und niemand prüft das nach.
Was das mit Wimbledon zu tun hat, ist die Zahl der Gelegenheiten. Ein Grand-Slam-Turnier erzeugt über zwei Wochen mehrere hundert Einzelmatches plus Doppel, Qualifikation und Juniorenturniere. Wetten sind hier in einem Umfang möglich, den kein anderes Tennisevent erreicht. Die Grenzen, die der Monat setzt, sind die einzige eingebaute Bremse, die man nicht selbst betätigen muss.
Der Weg zur Pause führt über das eigene Konto
Wer merkt, dass die Grenzen nicht mehr reichen, braucht keine App für gute Vorsätze, sondern einen Ablauf. Ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut ist für Zahlungen Pflicht; anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist die Regel, die Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Markt heraushält — und, weniger beachtet, die Regel, die einem Impulskauf über eine fremde Karte den Weg abschneidet. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen.
Das Guthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Wer eine Pause braucht, verliert sein Geld also nicht — ein Grund mehr, den Panikbutton zu nutzen, wenn der Turniersonntag kippt.
Prognosen und Strategie: was Statistiken über Rasen wirklich sagen
Tipps sind Einschätzungen, keine Ergebnisse. Das klingt wie eine Selbstverständlichkeit, die niemand bestreiten würde, und doch ist es die Zeile, an der die meisten Wimbledon-Wettvorschläge scheitern: Sie verkaufen eine Wahrscheinlichkeit als Gewissheit.
Prognosen stützen sich auf die Faktoren, die tatsächlich vorliegen. Belag: Rasen, die kürzeste Ballwechseloberfläche im Kalender, was Aufschlagstarke begünstigt und Rückschläger benachteiligt. Aufschlag: Wer bei eigenem Aufschlag selten verliert, verkürzt die Partie. Form: Ergebnisse der Vorwochen, Fitness des Körpers nach fünf Sätzen. Das sind belastbare Größen. Sie alle haben denselben Haken — sie beschreiben die Vergangenheit, und Tennis ist die Sportart, in der Außenseiter am häufigsten gewinnen.
Warum Favoritenquoten bei Tennis kein Sicherheitsnetz sind
Tennis kennt den Satzverlust des Favoriten. Ein Aufschlagbruch entscheidet einen Satz, ein kurzes Leistungstief entscheidet ein Match, und in fünf Sätzen passiert das über drei Stunden mehrfach. Die Folge für den Wettschein: Auch ein klarer Favorit steht nicht bei 1,20, sondern deutlich höher — die Quote ist ein Preis für ein Risiko, keine Wette darauf, dass nichts passiert.
Wer aus einer Quote auf die Sicherheit eines Ergebnisses schließt, verwechselt außerdem Wahrscheinlichkeit und Ereignis. Eine Quote von 1,90 auf einen Zweier-Ausgang sagt, dass der Buchmacher die beiden Ergebnisse in der Nähe der Ausgeglichenheit sieht, nicht dass eines davon eintritt. Aus zehn gewonnenen Wetten bei 1,90 folgt keine Serie; aus zehn gewonnenen Wetten bei 1,05 folgt kein System.
Der zweite Denkfehler ist die Formfortschreibung. Wer die Vormonate eines Spielers auf Rasen füreinander aufrechnet, verwechselt einen Mittelwert mit einer Vorhersage. Ein Spieler, der in Halle gut aufschlug, schlägt in Wimbledon nicht automatisch genauso auf — und der Gegner ist ein anderer als in Halle.
Der realistische Umgang mit einem Tipp
Der einzige Tipp, den diese Kategorie liefern kann, ist ein Vorgehen, kein Name. Prüfen Sie zuerst den Markt, nicht das Match: Ist die Partie überhaupt im zugelassenen Sportwettprogramm, und gibt es die Satzwette oder nur den Spielausgang? Sehen Sie sich dann an, wie viele Ausgänge der Markt hat — ein Sieger ohne Remis ist ein Zweier-Markt, ein Handicap auf Sätze hat eigene Regeln, und die Marge ist in beiden nicht identisch.
Halten Sie Ausschau nach dem, was nicht auf dem Wettschein steht: Rücktritte, Wetterunterbrechungen und angeschlagene Spieler verändern Partien, ohne dass die Quotentafel sich daran hält. Entscheiden Sie vor dem Einsatz, was ein Verlust kosten darf, statt nachher. Und behandeln Sie jede Vorhersage, auch die eigene, als das, was sie ist: eine Einschätzung mit einem Fehleranteil, der nicht auf dem Wettschein erscheint.
Wettarten und Quoten: vom Turniersieger bis zur Satzwette
Der Wimbledon-Markt ist breiter, als der Name vermuten lässt. Er beginnt beim Turniersieger und endet bei der Satzwette, und dazwischen liegen Märkte mit sehr unterschiedlicher Tiefe.
Die klassische Turniersieger-Wette wird lange vor dem ersten Aufschlag angesetzt und bleibt bis zum Finale offen. Sie hat den Vorteil eines bekannten Feldes und den Nachteil einer sehr langen Laufzeit: In zwei Wochen verletzt sich ein Mitfavorit, und Ihr Anteil steht trotzdem ohne ihn im Feld. Der Spielausgang einer einzelnen Partie ist der liquideste Markt — hier liegen die engsten Margen und die größten Einsätze. Satzwetten zerlegen eine Partie in Abschnitte und sind dann interessant, wenn Sie ein Gefühl für den Verlauf haben, nicht für den Ausgang. Handicap-Märkte verschieben das Ergebnis um einen definierten Vorsprung und sind das Werkzeug für Partien mit klarer Favoritenstellung. Kombiwetten bündeln mehrere Einzelergebnisse zu einer Quote, Einzelwetten bleiben die einzelne Position. Die Systemwette schließlich ist der Versuch, bei einer Kombination mehrere Fehler zu verkraften — mit dem Preis, dass sich die Auszahlung mit jedem nicht getroffenen Tipp verkleinert.
Turniersieger-Wetten bündeln zwei Unsicherheiten — Auslosung und Form über zwei Wochen — in einer Quote. Spielausgang-Wetten bündeln eine. Wer eine Turniersieger-Quote prüft, sollte deshalb nicht nur den Preis vergleichen, sondern die Feldbreite: Ein Preis auf einen Spieler, dessen Tableau vier gesetzte Gegner enthält, ist nicht der Preis desselben Spielers auf einem freundlichen Tableau.
Auszahlung, Einsatz und der Rechenweg zum Ertrag
Die Rechnung hinter jedem Wettschein ist einfach, wenn man sie einmal sauber aufschreibt. Bei einer Festquoten-Wette gilt: Auszahlung = Einsatz × Quote; der Netto-Gewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten zu einer Gesamtquote — was die Auszahlung hebt und die Trefferwahrscheinlichkeit senkt, und zwar deutlich stärker, als die erhöhte Quote suggeriert.
Ein Zahlenbeispiel, damit der Mechanismus sitzt: 25 € Einsatz auf eine Quote von 2,10 ergeben 52,50 € Auszahlung und 27,50 € Netto-Gewinn. Bei einer Kombi aus 2,10 und 1,80 liegt die Gesamtquote bei 3,78; aus denselben 25 € werden 94,50 € — wenn beide Tipps sitzen, und nicht einen mehr. Bei einer Turniersieger-Quote von 4,00 liefert dieselbe Wette 100 €, unabhängig davon, wie viele Runden der Spieler durchlaufen musste.
Quoten lesen: der Quotenschlüssel und die Marge
Quoten sind Preise, und wie bei jedem Preis steckt die Provision darin. Für einen Markt mit allen Ausgängen gilt: Quotenschlüssel = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist 100 % minus Quotenschlüssel.
Rechnen Sie das an einem Zwei-Weg-Markt mit je 1,90 durch — ein Rechenbeispiel, keine gestellte Quote. Der Quotenschlüssel liegt bei rund 95 %, die Marge damit bei etwa 5 %. Die Bandbreite ist entscheidend: Für den Spielausgang einer einzelnen Partie sind 4 bis 6 % üblich, für einen Markt mit zwei klaren Favoriten und entsprechend kurzen Quoten fällt sie etwas niedriger aus, und für dünn gehandelte Zuordnungen wie die Anzahl der Asse oder lange Siegerlisten steigt sie spürbar über 6 %. Wer die Marge eines Turniersiegermarkts ohne Zahlen mit der eines Spielausgangs gleichsetzt, vergleicht zwei verschiedene Geschäfte.
Und was heißt das in Euro? Von je 100 € Einsatz auf einen Markt mit 5 % Marge fließt rund 5 € Provision an den Buchmacher. Der Betrag ändert sich mit dem Einsatz, nicht mit dem Ausgang — niemand kann diese 5 € zurückgewinnen, indem er öfter gewinnt. Bei 25 € Einsatz sind es anteilig etwa 1,25 €. Deshalb ist der Quotenvergleich kein Feinschliff, sondern der einzige Hebel, der vor dem Einsatz noch wirkt: Wer denselben Markt bei zwei Anbietern findet, entscheidet mit der Quote über die Marge.
Sport und Turnier: der Spielplan als Rahmen des Wettangebots
Was ein Anbieter anbieten kann, hängt zuerst am Turnier selbst. Die Wimbledon Championships finden im Londoner Stadtteil Wimbledon statt und werden vom All England Lawn Tennis and Croquet Club veranstaltet. Die ersten Lawn Tennis Championships begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road. Turnierdirektor ist seit 2020 Jamie Baker.
Der Spielplan gibt den Takt vor: drei Gewinnsätze bei den Herren, zwei bei den Damen, Tiebreak bei 6:6 und im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Die 139. Austragung 2026 gewann im Herreneinzel Jannik Sinner aus Italien, der damit seinen Vorjahressieg wiederholte; das Dameneinzel ging an Linda Nosková aus Tschechien. Diese Namen gehören in die Rückschau, nicht in einen Wettschein, und wie sie in einen solchen gehören, weiß ohnehin niemand.
Für Wetten zählt die Struktur, nicht das Feld. Vier Runden Einzel plus Finale, dazu Doppel, Mixed und ein umfangreiches Juniorentableau — jedes davon zieht eigene Märkte nach sich, wenn der Anbieter sie führt. Aus deutscher Sicht ist das Programm jedoch gefiltert: Das Sportwettprogramm der GGL lässt nur die zugelassenen Wettarten zu, und Livewetten sind auf den Endausgang oder auf die nächste Komponente beschränkt. Beim Tennis ist das der nächste Satz. Das entspricht dem seltenen Vorfall, wie der GlüStV ihn verlangt. Ein Aufschlag-Ace innerhalb eines laufenden Aufschlagspiels wäre das ausdrücklich nicht.
Ein wichtiger Hinweis zum Programm: Viele Turniermärkte werden erst gesetzt, wenn das Tableau steht. Die Auslosung verändert die Quoten oft deutlicher als die Form der Spieler.
Livewetten während einer laufenden Partie
§ 21 Abs. 4 GlüStV zieht eine enge Grenze: Während ein Ereignis läuft, darf nur auf das Endergebnis oder auf die nächste Komponente gewettet werden, und nur in Sportarten, in denen solche Vorfälle selten sind. Beim Tennis betrifft das praktisch die Satzwette: Der nächste Satz ist eine zulässige Komponente. Auf den nächsten Punkt zu setzen, wäre es nicht.
Der Mechanismus ist damit der einer Wette mit kurzer Frist. Setzen Sie auf den nächsten Satz, bevor der erste Punkt gespielt ist; mit dem Aufschlagwechsel schließt sich Markt für Markt. Wer live mit einer Kombination von Sätzen und Spielen arbeitet, arbeitet mit schlechtem oder falschem Angebot.
Einzel, Doppel und der Umfang des Angebots
Grand-Slam-Turniere werden in fünf Disziplinen ausgetragen, und kein Anbieter führt sie alle gleich tief. Die beiden Einzelwettbewerbe tragen das Volumen: Dort liegt das Preisgeld der 64,2 Millionen £, und dort laufen die Livebücher. Doppel sind ein Volumenmarkt unter Kennern, das Mixed seltener, und junge Wettbewerbe haben ein anderes Teilnehmerfeld als das Haupttableau — was für Quotenvergleiche heißt, sie nur innerhalb desselben Bewerbs anzusetzen.
Praktisch bleiben für die meisten Kunden zwei Wege: die Turniersieger-Wette vor und während des Turniers, und die Partiewette auf den Spielausgang oder den nächsten Satz. Beide haben einen Engpass, der nichts mit Quoten zu tun hat: Für die nächste Ausgabe, also Wimbledon 2027, steht der Termin in dieser Übersicht nicht — wer früh dabei sein will, entnimmt ihn dem Verbandskalender und prüft danach, was sein Anbieter schon anbietet.
Wimbledon-Wettanbieter im Vergleich: zehn geprüfte Wege zum Wettschein
Die folgende Übersicht vergleicht die zehn geprüften Wettanbieter auf einheitlicher Basis: Start der Sportwetten-Erlaubnis, wer laut Whitelist dahintersteht und was am einzelnen Anbieter auffällt. Die Liste ist keine Rangfolge und keine Empfehlung, sondern eine Bestandsaufnahme der Sporterlaubnisse, Stand 2. Oktober 2026. Die Whitelist weist für jeden Eintrag ein Erteilungsdatum aus und kein Enddatum.
| Anbieter | Whitelist-Eintrag für Sportwetten seit | Erlaubnisinhaber laut Whitelist |
|---|---|---|
| bet365 | 09.10.2020, Nachfolgeerlaubnis 27.12.2022 | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta |
| Tipwin | 09.10.2020, Nachfolgeerlaubnis 27.12.2022 und 09.01.2024 | Tipwin Limited |
| MERKUR BETS | 06.11.2023 | Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta |
| bpremium | 09.10.2020, Nachfolgeerlaubnis 21.12.2022 | Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira, Malta |
| Sportingbet | 09.10.2020, Nachfolgeerlaubnis 21.12.2022 | Sportingbet (Deutschland) Limited |
| 888sport | 30.06.2021, Nachfolgeerlaubnis 15.12.2022 | 888 Germany Limited |
| LeoVegas | 21.10.2024 | LVSports Limited |
| VBet | 05.12.2023 | SCGO Limited, St. Julian’s, Malta |
| Betano | 19.02.2021, Nachfolgeerlaubnis 16.12.2022 | Betkick Sportsbetting Limited |
| Tipico | 09.10.2020, Nachfolgeerlaubnis 09.12.2022 | Tipico Co. Limited |
Die Datumsspalte erzählt mehr als die Namen. Fünf Anbieter starteten am 9. Oktober 2020 — dem Tag, an dem der regulierte Markt in seine heutige Form kam; wer damals dabei war, hat die Übergangszeit mitgemacht. Eine Nachfolgeerlaubnis bedeutet, dass die erste fünfjährige Laufzeit abgelaufen ist und neu erteilt wurde; das ist Routine und kein Warnsignal. Interessanter sind die beiden Spätstarter: LeoVegas erhielt die Sporterlaubnis erst am 21. Oktober 2024, VBet am 5. Dezember 2023. Wer sich in der Anfangsphase an einen Anbieter gebunden hat, der damals nicht dabei war, findet ihn hier mit einem kürzeren Track Record auf dem deutschen Sportmarkt.
Und die Inhaberspalte? Sie ist keine Formalie, sondern der Hinweis darauf, wer haftet und welche anderen Erlaubnisse daneben bestehen. Ein Inhaber, der auch virtuelle Automatenspiele anbieten darf, ist deshalb kein anderer Sportwettenanbieter — die Sporterlaubnis gilt für die Sportdomain, und eine Casino-Erlaubnis bringt eigene Regeln mit. In dieser Liste ist jeder Anbieter ausschließlich über seine Sporterlaubnis erfasst.
bet365: der große Rasen-Anbieter mit langer Marktpräsenz
bet365 steht seit dem 9. Oktober 2020 mit Sporterlaubnis auf der Whitelist, die Nachfolgeerlaubnis datiert vom 27. Dezember 2022. Als Erlaubnisinhaber führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, die als Anbieter von bet365 eingetragen ist — der Umweg über eine maltesische Gesellschaft ist bei einer deutschen Erlaubnis der Normalfall und kein Widerspruch.
Was den Anbieter in dieser Liste unterscheidet, ist die Verbindung aus frühem Start und durchgehender Präsenz: Er gehört zu den fünf Marken, die den regulierten Markt vom ersten Tag an mitgemacht haben, und ist seither auf jedem Wimbledon-Tableau vertreten gewesen. Wer Wert darauf legt, dass die Domain über Jahre dieselbe war, findet hier den kürzesten Weg dazu. Beim Turniersiegermarkt ist das ein echter Vorteil, weil die Quote auf einen einzelnen Spieler lange steht und bei einem späten Marktstart nur ein Teil der Kursentwicklung mitgenommen wird.
Worüber sich nicht viel sagen lässt, ist das Bonusprogramm in Zahlen. Die entscheidende Größe ist ohnehin nicht die Ankündigung, sondern die Umsatzbedingung — und die steht in den Bedingungen der Marke selbst. Wer den Turniersiegermarkt dauerhaft bespielt, tut gut daran, zuerst zu prüfen, ob seine Standardwetten dort voll mitzählen.
Tipwin: deutscher Basketball-Partner mit langem Vorlauf
Tipwin ist seit dem 9. Oktober 2020 mit Sporterlaubnis gelistet, mit Nachfolgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und vom 9. Januar 2024; Inhaber ist die Tipwin Limited. Die zweite Nachfolgeerlaubnis innerhalb von gut einem Jahr ist ungewöhnlich und macht die Marke in dieser Spalte zur einzigen mit drei Datumsangaben — ein Detail, das über die formale Liste hinaus nichts über die Qualität des Wettangebots aussagt.
Auffälliger als das Datum ist das Sponsoring: Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes, eine Partnerschaft, die bis zum 31. Dezember 2026 verlängert wurde und damit mindestens drei weitere Jahre läuft. Wer Sportwetten über einen Anbieter mit deutscher Verbandspräsenz bevorzugt, hat hier den klarsten Fall der Liste. Für Wimbledon ist das kein Kriterium — Tennis gehört nicht zu diesem Engagement —, für die Frage, wie sichtbar eine Marke im deutschen Sportbetrieb ist, schon.
In der Sache bleibt es bei der Standardprüfung: Wimbledon-Märkte gibt es im zugelassenen Rahmen, die Bedingungen des Bonus gelten wie überall aus den eigenen Unterlagen. Der Vorlauf in der deutschen Sportlandschaft nützt Tennisspielern wenig und schadet ihnen nicht.
MERKUR BETS: spät gestartet, klar aufgestellt
MERKUR BETS ist seit dem 6. November 2023 mit Sporterlaubnis auf der Whitelist. Betreiberin ist die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, St. Julian’s, Malta. Die Marke kam also dreieinhalb Jahre nach dem Start des regulierten Marktes dazu und ist damit eines der jüngeren Angebote in dieser Übersicht.
Bemerkenswert an diesem Eintrag ist die Zuspitzung auf Sport. Die Whitelist führt MERKUR BETS mit Sportwetten-Erlaubnis; wer das Unternehmen mit der Spielbankenwelt in Verbindung bringt, sollte die Trennung ernst nehmen, weil Erlaubnisse nicht übertragbar sind. Für einen Wimbledon-Wettkunden ist das relevant, wenn er Anbieter nach dem sucht, was tatsächlich auf dem Wettschein steht, und nicht nach der Dachmarke dahinter.
Der kürzere Track Record auf dem deutschen Sportmarkt bleibt der eigentliche Vorbehalt. Wer die Marke erst seit zwei Jahren kennt, kennt ihre Kursentwicklung in einem Turnier nicht — was sich nur durch eigenes Vergleichen klären lässt.
bpremium: der Name hinter der Domain
bpremium hat eine Sporterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Nachfolgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Betreiberin ist die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, Gzira, Malta, geführt unter der Registernummer C92799. Diese Zuordnung ist der Punkt, an dem in dieser Liste die meisten Fragezeichen stehen: Das Angebot trägt einen Domainnamen, der wenig über den Betreiber verrät, während die Eigentümerstruktur über eine international bekannte Wettmarke läuft. Wer hier anfängt, sollte wissen, wer im Hintergrund steht — die Whitelist sagt es.
Für Wimbledon ändert das nichts am Mechanismus. Die Marke ist seit dem ersten Tag im regulierten Markt und hat die Übergänge mitgemacht. Was fehlt, ist die Selbstverständlichkeit im Umgang: Der Name hinten auf dem Wettschein ist nicht der Name auf dem Trikot.
Sportingbet: breites Programm mit Konfigurator
Sportingbet steht seit dem 9. Oktober 2020 mit Sporterlaubnis auf der Whitelist, die Nachfolgeerlaubnis datiert vom 21. Dezember 2022, Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Die Seite gehört damit zur Gründergruppe des regulierten Marktes.
Das Wettangebot ist breit aufgestellt: Der Anbieter führt einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten, und zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Tennis steht in dieser Aufzählung ausdrücklich drin — für einen Spieler, der im Sommer vor allem Rasenpartien verfolgt und im Winter Darts schauen will, ist das eine praktische Eigenschaft: Er braucht sein Konto nicht zu wechseln, wenn das Turnier vorbei ist.
Der Konfigurator ist ein Werkzeug für Kunden, die ihre Kombination selbst zusammenstellen wollen, und verlangt mehr Mitdenken als eine fertige Systemwette. Wer ihn nutzt, sollte den Preis der Selbstkonfiguration kennen: Jede zusätzliche Bedingung erhöht die Quote und senkt die Trefferchance, und die Marge sitzt auf beiden Seiten der Rechnung. Für die meisten Wimbledon-Wetten reicht der Spielausgang, und dort ist der Konfigurator schlicht nicht nötig.
888sport: die Londoner Börsennotierung im Rücken
888sport ist seit dem 30. Juni 2021 mit Sporterlaubnis gelistet, mit einer Nachfolgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022; Inhaber ist die 888 Germany Limited. Zu den formellen Startdaten kommt eine Konzernstruktur, die in dieser Liste einzigartig ist: Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört, und die Aktie notiert seit September 2005 an der London Stock Exchange.
Das ist ein Transparenzmerkmal, kein Qualitätsmerkmal. Die Whitelist prüft Erlaubnisse, nicht Bilanzen, und ein börsennotierter Mutterkonzern macht eine Quote nicht besser. Wer aber wissen will, wem ein Konto gehört und wer veröffentlicht, woher die Mittel kommen, findet hier die zugänglichste Eigentümerstruktur der Liste.
Zur Wimbledon-Präsenz auf dem deutschen Markt gehört der Einfluss der Konzernhistorie: 888sport ist eine international bekannte Marke, die in Deutschland den Sportmarkt nicht als erste Priorität begonnen hat — die Sporterlaubnis kam 2021, einige Monate nach der ersten Gruppe.
LeoVegas: der jüngste Sporterlaubnis-Eintrag der Liste
LeoVegas ist erst seit dem 21. Oktober 2024 mit einer Erlaubnis für Sportwetten eingetragen; Inhaber ist die LVSports Limited, die zugleich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023 besitzt. Die Sporterlaubnis ist damit die jüngste dieser Übersicht — jünger noch als der Eintrag von VBet.
Das ist für einen Sportwetten-Vergleich die wichtigste Information über die Marke. Für Wimbledon bedeutet es schlicht: Kurse, Limite und Kursdynamik auf einem deutschen Sportmarkt müssen sich erst über mehrere Turniere zeigen. Wer auf ein Etabliertes Set im deutschen Sportwettengeschäft baut, hat hier den kürzesten, aber einen formal vollständigen Eintrag.
VBet: die jüngste Sporterlaubnis der Klasse
VBet ist seit dem 5. Dezember 2023 mit Sporterlaubnis auf der Whitelist. Veranstalterin ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta — ein weiterer maltesischer Inhaber in dieser Liste. Der Anbieter gehört damit zur dritten Generation der regulierten deutschen Sportwettenmarken.
Was die Marke in dieser Übersicht von den älteren unterscheidet, ist nicht das Programm, sondern der Abstand. Zwischen dem Whitelist-Eintrag und der Gegenwart liegen gut zwei Jahre, in denen Wimbledon zweimal ausgetragen wurde. Wer für die kommende Ausgabe vergleichen will, sollte die Quoten gegen einen der früh gestarteten Anbieter stellen; die Erlaubnis allein sagt über Wettprogramm und Quotenniveau in keiner Richtung etwas aus.
Betano: der Werkzeugkasten unter den Sportwetten-Apps
Betano ist seit dem 19. Februar 2021 mit Sporterlaubnis gelistet, mit Nachfolgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022; Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited. Der Eintrag liegt damit zwischen der Gründergruppe und den Spätstartern. Betreiber der App „Betano Sportwetten und Slots“ im Apple App Store ist laut Store-Angabe die KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED.
In dieser Liste fällt Betano über die Funktionsbeschreibung der eigenen Anwendung auf: Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder — das Kombinieren mehrerer Märkte aus einem Spiel —, Cash Out und Live-Streaming, unter anderem von Tennis-Grand-Slams. Für einen Wimbledon-Kunden ist das eine klare Ansage: Das Angebot zielt auf Zuschauer, die während des Matches mitbieten und ihre Positionen vor dem Ende schließen wollen.
Der Bet Builder ist allerdings ein zweischneidiges Werkzeug. Er bündelt mehrere Märkte derselben Partie und multipliziert damit sowohl die Quote als auch die Zahl der Annahmen, die zutreffen müssen. Wer ihn nutzt, sollte wissen, dass die Bestandteile derselben Partie nicht unabhängig voneinander sind: Ein Spieler, der seinen Aufschlag verliert, verliert in der Regel mehrere Bestandteile gleichzeitig. Cash Out wiederum ist kein Gesetzestatut, sondern ein Feature des Anbieters, mit eigenen Konditionen — und die Konditionen stehen nicht in der Preisliste, sondern in seinen Bedingungen.
Tipico: Cashout als Kontrollinstrument auf dem Wettschein
Tipico startete wie die Gründergruppe am 9. Oktober 2020 mit Sporterlaubnis, die Nachfolgeerlaubnis datiert vom 9. Dezember 2022, Inhaber ist die Tipico Co. Limited. Die Marke steht damit am Ende einer Übersicht, die mit bet365 beginnt — und die beiden teilen sich das Startdatum, was für einen Teil dieser Gruppe typisch ist.
Was Tipico in diesem Feld unterscheidet, ist die Betonung der Kontrolle über den laufenden Wettschein. Die eigene App-Beschreibung im Apple App Store nennt „Tipico Cashout“ ausdrücklich als Kontrolle über den Wettschein und dazu Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Der Anbieter taucht in einem Verfahren auf, in dem ein Kläger mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert — ein Einzelfall, über den noch keine höchstrichterliche Entscheidung steht.
Für Wimbledon praktisch gedacht: Cashout lässt sich auf den Spielausgang anwenden, solange das Buch offen ist, und hilft in einem Fünfsatzmatch mehr als in einem Zweisatz-Damenmatch. Der Preis dafür ist derselbe wie in jedem Markt — die Marge, diesmal auf beiden Seiten des Geschäfts. Wer Cashout als Absicherung versteht, sollte sich klarmachen, dass jede Ausstiegsquotierung den Buchmacher verdienen lassen muss; das Instrument verkleinert die Varianz, nicht die Kosten.
Wo die Entscheidung landet
Die Unterschiede liegen nicht in der Erlaubnis — die trennt kein Angebot dieser Liste. Sie liegen im Startpunkt und in dem, was die Marke darüber hinaus mitbringt. Wer Turniersiegermärkte über Wochen hält, braucht eine Marke mit langer Kurshistorie, und Vollsortimenter mit großem Programm haben hier ihren Vorteil. Wer Livepunkte während einer Partie setzen will, braucht ein Werkzeug, und Cashout wie Bet Builder gibt es nicht bei jedem. Und wer schließlich überhaupt erst wissen möchte, wo er einen Wettschein auf Rasen ausfüllen darf, für den reduziert sich der Vergleich auf die Frage: Steht die Domain in der Spalte mit den Startdaten — und wann?
Alle zehn tun das. Veranstalter mit deutscher Erlaubnis, auf der Whitelist der GGL, Stand 2. Oktober 2026.
{{CY}} im Überblick: Grundlagen des Rasenturniers und der Weg zum legalen Wettschein
Der Überblick fügt zusammen, was in den Abschnitten zuvor einzeln steht — als Bestandsaufnahme, nicht als Wiederholung.

Wimbledon ist das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni. Der Austragungsort ist ein Rasenplatz im Londoner Stadtteil Wimbledon, veranstaltet vom All England Lawn Tennis and Croquet Club. Die erste Ausgabe begann am 9. Juli 1877 an der Worple Road. Die jüngste Austragung, die 139. insgesamt, lief vom 29. Juni bis 12. Juli 2026; Sinner wiederholte seinen Vorjahressieg bei den Herren, Nosková gewann bei den Damen.
Die wesentlichen Grundlagen für den Wettschein lassen sich in drei Entscheidungen packen. Erstens: der Anbieter. Nur eine Domain auf der Whitelist darf Sportwetten annehmen, und diese Liste ist die einzige belastbare Prüfung. Zweitens: der Markt. Erlaubt sind Festquoten-Wetten im Rahmen des Sportwettprogramms; Livewetten sind auf das Endergebnis oder auf die nächste seltene Komponente beschränkt — beim Tennis also auf den nächsten Satz. Drittens: der Preis. In jeder Quote steckt die Marge des Anbieters, und die unterscheidet sich zwischen Spielausgang und Turniersieger deutlich.
Die Grenzen stehen dabei nicht im Widerspruch zur Wahlfreiheit, sie strukturieren sie. Wer mit kleinem Budget während der Turnierwochen spielt, für den zählt zuerst das Einzahlungslimit — 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, mit Absenkung ohne Frist und Anhebung erst nach sieben Tagen. Wer vor allem live mitbieten möchte, für den entscheidet die Marktbreite des nächsten Satzes, nicht die Auszahlungsgeschwindigkeit. Und wer eine Position über zwei Wochen hält, für den schlägt die Quotendifferenz zwischen zwei Anbietern stärker zu Buche als jede Kaufprämie.
Eine Wimbledon-Wette in Deutschland ist keine Frage von Vorhersagen, sondern eine der Bedingungen: Welcher Anbieter arbeitet nach den Regeln, welche Märkte sind offen, und an welcher Größe lässt sich ein Angebot sinnvoll beurteilen?
Was die Marge über einen Preis verrät — und was nicht
Die Marge ist eine statistische Größe, keine Vorhersage. Für einen Zwei-Weg-Markt mit je 1,90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 % und die Marge bei etwa 5 %. Das ist eine Schätzung über viele Wetten desselben Marktes unter der Annahme, dass sich die Einsätze auf beide Ausgänge verteilen — sie sagt nichts darüber, wie eine einzelne Partie ausgeht, und nichts über Ihren persönlichen Ertrag.
Der Nutzen liegt im Vergleich, nicht im Einzelergebnis. Ein Markt mit 5 % Marge ist für den Kunden günstiger als derselbe Markt mit 8 %, unabhängig davon, wie die Abende laufen. Über einen Turnierverlauf von zwei Wochen mit vielen Platzierungen summiert sich diese Differenz; ein einzelner Wettschein verliert sie im Rauschen. Genau deshalb ist das Rechnen mit dem Quotenschlüssel die einzige Übung, die vor dem Einsatz einen Unterschied machen kann — und danach keinen mehr.
Wer den Vergleich auf die Spitze treiben will, sieht sich denselben Markt bei zwei Anbietern an und leitet daraus zwei Schlüsselsätze ab. Die Rechnung ist dieselbe wie oben, nur zweimal. Fällt das Ergebnis identisch aus, ist die Marge kein Unterscheidungsmerkmal und die Entscheidung fällt über die Bedingungen. Wer eine Rückzahlung über den Anbieter selbst prüft, sollte die Marge nicht vergessen: Eine Abweichung von einem Prozentpunkt ist bei dauerhafter Nutzung mehr wert als ein Bonus, dessen Umsatzbedingungen niemand gelesen hat.
Häufige Fragen zu Wimbledon-Wetten in Deutschland
Woran erkenne ich, ob ein Anbieter in Deutschland Wetten auf Wimbledon annehmen darf?
An seinem Eintrag auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Dort steht die Domain, die Sportwetten anbieten darf, und der Erlaubnisinhaber. Eine .de-Adresse allein beweist nichts. Fehlt die Domain auf der Liste, liegt unerlaubtes Glücksspiel vor — ohne deutsche Aufsicht und ohne Zugang zum Sperrsystem.
Welche Märkte stehen bei Wimbledon zur Wahl?
Turniersieger vor und während des Turniers, der Spielausgang einer Partie, Satzwetten, Handicap-Märkte sowie Einzel-, Kombi- und Systemwetten. Zulässig ist nur, was das Sportwettprogramm der GGL erlaubt. Livewetten sind während eines laufenden Matches auf den Endausgang oder die nächste seltene Komponente begrenzt, beim Tennis also auf den nächsten Satz.
Wie ergibt sich der Betrag, der beim Turniersieg ausgezahlt wird?
Auszahlung = Einsatz × Quote, der Netto-Gewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei 25 € Einsatz und Quote 4,00 ergibt sich eine Auszahlung von 100 € und ein Netto-Gewinn von 75 €. Bei Kombiwetten werden die Quoten der einzelnen Tipps vorher zu einer Gesamtquote multipliziert.
Welche Schranken bestehen bei Livewetten?
Während eine Partie läuft, sind nur das Endergebnis und die nächste seltene Komponente erlaubt. Beim Tennis trifft das typischerweise auf den nächsten Satz zu, nicht auf den nächsten Punkt. Mit dem Wechsel der Komponente schließt der betreffende Markt — die Wette muss also stehen, bevor sie sich ändert.
Wie sind Wettsteuer und Marge in der Quote enthalten?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und wird vom Veranstalter geschuldet. Ob er sie in die Quote einrechnet, entscheidet er selbst. Die Marge ergibt sich aus den Quoten des Marktes: Für einen Zwei-Weg-Markt mit je 1,90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 %, die Marge also bei etwa 5 %.
Tennis – MotoGP Sportwetten
Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»
