Neue Wettanbieter im 2026-Vergleich: zehn Marken mit deutscher Erlaubnis
Stand: 30. Oktober 2026. Grundlage der Erlaubnisangaben ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, abgeglichen mit den Angaben der Betreiber in ihren eigenen Bedingungen und Impressen.

Ein neuer Anbieter ist in Deutschland nicht neu, weil seine Startseite modern aussieht, sondern weil sein Erstes Datum auf der Whitelist ein junges ist. Genau daran hängt alles Weitere: Wer dort steht, darf Sportwetten anbieten, muss die Altersgrenze durchsetzen, unterliegt dem gemeinsamen Einzahlungslimit und zahlt im Streitfall nicht ins Nichts. Wer dort steht und trotzdem nicht, ist kein neuer Anbieter mit deutschem Sitz, sondern ein unerlaubtes Angebot mit europäischer Briefkastenadresse.
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt in der Fassung vom 2. Oktober 2026 genau 30 Einträge. 27 davon sind Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, drei betreffen ausschließlich Pferdewetten. Das ist die Zahl, um die es geht. Nicht die Zahl der Anbieter, die mit einem Neustart werben.
Der Reiz eines jungen Buchmachers liegt selten in der Quote. Er liegt in der Bequemlichkeit: ein Konto, das in fünf Minuten steht, ein Bonus, der groß aussieht, ein Live-Angebot, das sich flüssig anfühlt. Alle drei Punkte haben einen Preis, und keiner davon ist in der Werbung sichtbar. Wer heute ein Konto eröffnen will, wählt zwischen zwei Wegen, die sich nicht mischen lassen: dem Weg über die Whitelist und den Weg daran vorbei. Der eine kostet Bequemlichkeit und Schutzregeln, der andere kostet den Schutz.
### Neue Anbieter in Deutschland: Warum die Rechtslage vor jeder Quote kommt
Die Frage nach dem neuen Anbieter ist in Deutschland zuerst eine Frage nach dem Erlaubnisdokument. Seit dem 1. Juli 2021 gilt der Glücksspielstaatsvertrag 2021, und die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, und überwacht den Markt. Wer ohne diese Erlaubnis Wetten für Menschen in Deutschland anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel.

Ein venezolanisches, anjouanisches oder maltesisches Lizenzpapier ändert daran nichts, und das ist keine Spitzfindigkeit, sondern der Kern der Sache. Keine dieser Aufsichten hat eine Zuständigkeit für den deutschen Markt. Die Whitelist ist deshalb der einzige belastbare Test, nicht ein Siegel im Fußbereich der Seite, nicht ein Hinweis auf eine europäische Erlaubnis, nicht die Endung .de.
Whitelist-Einträge: Betreibergesellschaften, Erstdaten und die Quote der Versprechen
Die Whitelist nennt zu jeder Domain die Betreibergesellschaft und ein Erstes Datum. Sie nennt kein Enddatum, und niemand sollte eines erfinden. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre, was für den Leser nur eines bedeutet: Das Erstes Datum, das er auf der Liste sieht, ist der Geburtstag eines Angebots, nicht sein Verfallsdatum.
Für die zehn Marken, die unter „Neue Wettanbieter Deutschland: die zehn Kandidaten im Einzelnen“ näher betrachtet werden, sehen diese Einträge so aus.
| Marke | Eintrag auf der GGL-Whitelist (Betreibergesellschaft) | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 13.12.2022 und 29.07.2024) |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| Tipico | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022) |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited, Tigne‘ Point, Sliema, Malta | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| Wettarena | I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
Die Spannbreite dieser Daten ist der eigentliche Befund. Zwischen dem 09.10.2020 und dem 30.06.2021 liegt das Fenster, in dem der deutsche Markt nach dem neuen Staatsvertrag seine ersten Erlaubnisse verteilt hat. Wer heute als „neuer Wettanbieter“ wirbt und dessen Erstes Datum in diesem Fenster liegt, betreibt eine Marke, keine Neugründung.
Ein echter Neuzugang sieht anders aus. Für Betano führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Ġiljan, Malta. Die Betkick Sportwettenservice, ein österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan, erhielt im Februar 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt die deutsche Sportwetten-Erlaubnis. Für Vbet verzeichnet die Liste die SCGO Limited; die Sportwetten-Erlaubnis für diese Marke läuft seit dem 5. Dezember 2023. Bei Daznbet ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, seit dem 22. August 2023 vermerkt. Für LeoVegas steht die LVSports Limited in der Liste, Sportwetten seit dem 21.10.2024.
Der jüngste Sportschein dieser Art trägt das Datum 22. April 2026 und gehört zur Marke Bet3000, wo die GGL die I.B.C. Sportsbetting Limited als Veranstalterin führt. Das ist das frischeste Erstes Datum, das die Whitelist in dieser Gruppe ausweist, und es stammt von einem Betreiber, dessen Name bereits bei der Marke Wettarena auftaucht. Auch der Neuzugang am Markt kommt also aus einem bestehenden Haus, was die Sache für den Leser eher einfacher macht: Alter der Marke und Alter der Erlaubnis sind zwei verschiedene Dinge, und er muss nur auf das zweite schauen.
### Neue seriöse Wettanbieter: was Spielerschutz konkret vorschreibt
Seriosität ist an dieser Stelle kein Gefühl, sondern eine Reihe von Mechanismen, die ein lizenzierter Veranstalter einhalten muss. Sie zu kennen hilft in zwei Richtungen: Wer die Regeln kennt, erkennt sofort, ob eine Seite überhaupt nach deutschem Maßstab gebaut ist.
Eine Frage der Grundlagen: Ein Konto, ein Name, ein Limit
Teilnehmen darf, wer 18 Jahre alt ist. Ein Anbieter führt pro Person ein Konto und muss die Identität vollständig prüfen. Vor Abschluss dieser Prüfung darf er höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Der Mechanismus ist unspektakulär und unsichtbar, und er trifft jeden, der das erste Mal dabei ist.

Das Einzahlungslimit für Sportwetten in Deutschland liegt standardmäßig bei 1.000 € je Kalendermonat, und es gilt anbieterübergreifend. Durchgesetzt wird es über die LUGAS Limitdatei, jenen Abgleich, der verhindert, dass dasselbe Budget über mehrere Konten aufgeteilt weitergespielt wird. Wer bei Anbieter A schon ausgeschöpft hat, kommt bei Anbieter B nicht weiter. Das ist der Punkt, an dem die Bequemlichkeit endet, und er ist kein Fehler des Systems, sondern seine Aufgabe.
Darüber hinaus darf ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen, bis zu 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Das setzt einen nachprüfbaren Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit voraus; eine bloße Selbstauskunft reicht nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. OASIS, das bundesweite Sperrsystem, wird bei Registrierung und bei jedem Login abgeglichen. Wer sich dort mit einer Frist einträgt, ist mindestens drei Monate gesperrt, ohne Angabe einer Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus.
Der letzte Baustein ist das Verbot der Parallelspielteilnahme, das über die Aktivitätsdatei überwacht wird. Zwei Konten bei zwei Anbietern und zwei parallel laufende Wetten auf das gleiche Ereignis sind kein Kavaliersdelikt im System, sondern der Versuch, ein Limit zu umgehen.
Was daraus für den Leser folgt, ist unangenehm konkret. Sein Monatsbudget ist auf 1.000 € gedeckelt, sobald er bei lizenzierten Anbietern spielt, und kein Bonus der Welt hebt diese Grenze auf. Wer sein Einzahlungslimit erhöhen will, muss dem Anbieter Unterlagen vorlegen und sieben Tage warten. Wer das nicht will, spielt dauerhaft mit der Standardgrenze. Das ist der Preis des legalen Weges, und er ist niedriger als der Preis des anderen.
Was auf dem Wettschein stehen darf und was nicht
Der Glücksspielstaatsvertrag lässt Festquotewetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon zu, als Einzelwette oder als Kombinationswette, und nur in Wettarten, die die Behörde zugelassen hat. Das Sportwettprogramm der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist damit die eigentliche Grenze des Angebots, nicht der Geschmack des Veranstalters.
Livewetten sind eingeschränkt. Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen vergleichbaren Bestandteil gewettet werden, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist zulässig, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis nicht, der nächste Korb im Basketball nicht. Wer von internationalen Portalen kommt, wird diese Beschränkung als Rückschritt empfinden. Sie ist keine Panne, sondern Gesetz.
Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind. Die Aufsicht zählt Fußball unterhalb der 3. Liga in der Praxis dazu. Ebenso ausgeschlossen sind manipulationsanfällige Wettarten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht erlaubt.
E-Sport ist in Deutschland nicht möglich. Die Behörde stellt fest, dass E-Sport nicht als Sport anerkannt ist, und daraus folgt, dass es kein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt, auch wenn eine Seite es bewerben sollte. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz je Wette kennt das Sportwettenrecht nicht, was viele Leser überrascht, weil die Grenzen an anderer Stelle sitzen: beim Monatslimit, beim Identitätsnachweis und beim Wettschein selbst.
Wie die 5,3 % Sportwettensteuer in der Quote landen
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, und diese Grundlage ist der gezahlte Einsatz abzüglich der Steuer selbst. Umgerechnet auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 %. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung, und weil sie in jeder Quote steckt, sieht der Leser sie nie.
Daraus folgt eine Zahl, die in kaum einer Werbung steht. Der Betreiber kalkuliert die Steuer in sein Quotenangebot ein, und der Abstand zwischen zwei Häusern erklärt sich damit teilweise schon vor jeder Marge. Eine Steuer, die auf den Nettobetrag erhoben wird und 5,03 % des eingezahlten Geldes ausmacht, ist etwas anderes als 5,3 % des Einsatzes, auch wenn die beiden Zahlen in Gesprächen ständig verwechselt werden. Wer die Sätze vertauscht, rechnet falsch, und zwar zu seinen eigenen Lasten.
Zwei Nebenbemerkungen, die im Streitfall wichtig werden. Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter; gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis. Und die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der Aufsicht. Zur Frage, wie Gewinne privater Wettender steuerlich behandelt werden, bleibt der Rat, den Steuerberater zu fragen.
### Neue Wettanbieter ohne OASIS und ohne LUGAS: was der Verzicht wirklich bedeutet
Der Satz, den die Aufsicht am 17. September 2026 veröffentlicht hat, ist der kürzeste Weg zum Kern dieser Frage. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder warnte Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten. Man muss sich das nicht schönreden: Wer ein Konto bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis führt, spielt in einem Raum, der an kein Sperrsystem und an keine Limitdatei angeschlossen ist.
OASIS und LUGAS sind keine Formulare, sie sind die beiden Leitungen, über die Schutz überhaupt wirkt. Fehlt die erste, prüft niemand, ob der Spielende bereits gesperrt ist. Fehlt die zweite, kann er an einem Abend bei mehreren Häusern gleichzeitig einzahlen, und niemand sieht die Summe.
Was der Weg ohne Erlaubnis dafür bietet, ist ebenso klar: höhere Limits, mehr Live-Märkte, mehr Wettarten, oft ein breiteres Angebot an Zahlungswegen. Ein Portal, das auf eine Curaçao-Lizenz verweist, kann Live-Spielarten anbieten, die deutsche Veranstalter nicht anbieten dürfen. Das ist ein Vorteil. Es ist nur einer ohne Netz.
Der rechtliche Rahmen ist eindeutig geregelt. Wer ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten für Menschen in Deutschland veranstaltet, begeht unerlaubtes Glücksspiel. Das Veranstalten kann mit Freiheitstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Eine Verfolgung einzelner Spielender ist nicht belegt, und es wäre unseriös, daraus eine Drohkulisse zu bauen. Ebenso unseriös wäre die Umkehrung. Die Aufsicht kann Angebote verbieten, Zahlungen sperren und Netzsperren veranlassen.
Auf der zivilrechtlichen Seite bewegt sich etwas, ohne dass jemand darauf bauen sollte. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des Gerichtshofs, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verurteilt. Ein Anspruch für den Einzelfall ist daraus nicht abzuleiten, und wer das als Geschäftsmodell versteht, sollte sich der Vollstreckungsfrage stellen.
### Neue Wettanbieter Bonus: Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist im Kleingedruckten
Ein Willkommensangebot ist ein Vertrag mit Nebenabreden. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt für Sportwetten keinen Bonusrahmen, weder eine Obergrenze noch eine Mindestumsatzhöhe. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Das erklärt die Bandbreite: Was bei einem Haus großzügig aussieht, ist bei einem anderen nur ein anderer Zuschnitt derselben Mechanik.
Gratiswette, Freiwette, Cashbonus: die Typen und was sie unterscheiden
Die Angebotsarten sind nicht austauschbar, und man muss sie auseinanderhalten, weil sich mit dem Typ die Rechnung ändert. Eine Gratiswette ist eine Wette, deren Einsatz nicht ausgezahlt wird: Gewinnt der Schein zur Quote 2,00, dann zahlt der Anbieter den Gewinn aus, aber der Einsatz bleibt bei ihm. Eine vermeintlich „risikofreie“ Wette, die im Rückzahlungsfall als Freiwette erstattet wird, ist deshalb kein Geld, sondern ein neuer Schein mit denselben Regeln. Ein Cashbonus wirkt auf das Guthaben. Eine Quotenboost-Erhöhung verändert nur einen Teil der Einsätze, meist in einem festgelegten Zeitfenster. Eine Kombiwettenversicherung greift nur, wenn eine vorab benannte Anzahl von Begegnungen getroffen wird und eine einzige fehlt. Ein Cashback erstattet einen Prozentsatz, meist mit Deckel. Ein Paket, das weitere Einzahlungen verlangt, um weitere Boni freizuschalten, ist kein Startguthaben, sondern ein Sparplan mit Wettpflicht.
Wer diese Typen vermischt, vergleicht Quoten mit Summen. Der zweite Fehler ist der Umsatz. Ein Bonus, der mit einem Vielfachen seines Wertes umgesetzt werden muss, verlangt Betting, keine Einzahlung: Der Umsatz entsteht aus Wetten, nicht aus Überweisungen. Und nur Wetten ab der Mindestquote zählen, die im Kleingedruckten steht; ein Treffer unter dieser Quote hilft dem Umsatz nicht weiter. Dazu kommen Fristen, und die sind der Punkt, an dem Angebote scheitern. Ein Zeitfenster von wenigen Tagen bei einer Mindestquote von 1,50 verwandelt ein Geschenk in eine Aufgabe. Wer sieht, dass er das Fenster nicht schafft, hat den Bonus nicht verpasst, sondern eine Arbeitswette vermieden.
Wo eine Seite mit „100 % Bonus“ wirbt, sagt sie nichts über die Kosten. Sie sagt nur, dass die Gutschrift die Einzahlung spiegelt. Die Frage, die zählt, steht zwei Zeilen darunter: das Vielfache, die Mindestquote, die Frist, die Höchstgrenze für den Gewinn aus dem Bonus.
### Neue Wettanbieter mit PayPal, Apple Pay und Paysafecard: Zahlungswege und Auszahlungen
Zahlungen bei lizenzierten Veranstaltern laufen über ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Spielenden lautet, bei einem Institut, das nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet ist. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig. Genau dieser Mechanismus hält Krypto und anonyme Prepaid-Produkte aus dem lizenzierten deutschen Sportwetten heraus, und er ist der Grund, warum die Suche nach einem neuen Anbieter mit Bitcoin im lizenzierten Feld nicht endet.
Ein Nachweis, den niemand umgehen kann: Einzahlung von einem fremden Konto, Auszahlung auf das eigene, oder umgekehrt, ist keine Bequemlichkeitsfrage. Das Konto muss den Namen tragen, der auch im Spielerkonto steht, und die Prüfung fragt das ab.
Grundlage der Auszahlung: eigenes Konto, eigener Name, kein Umweg
Der Auszahlungsweg ist damit doppelt gebunden. Das Geld kommt auf ein Konto, auf das nur der Spielende Zugriff hat, und es liegt vorher auf einem Treuhandkonto, das im Insolvenzfall geschützt ist. Wer ein Konto schließt, erhält sein Guthaben innerhalb von fünf Werktagen, ohne Gebühren. Das ist der Nebensatz, den die meisten Anbieter in ihren Bedingungen haben und in ihrer Werbung nicht.
Die Methode selbst bleibt Sache des Anbieters. Welche Zahlungsmarken ein Haus akzeptiert, ob PayPal dabei ist, ob Apple Pay, ob eine Paysafecard, steht nur in seinen Bedingungen. Die kurze Liste der Fragen, die vor der Kontoeröffnung zu klären sind, passt in einen Satz: Kann ich mit der Methode einzahlen, die ich ohnehin benutze, und kommt das Geld auf dasselbe Konto zurück?
### Neue Wettanbieter Deutschland: die zehn Kandidaten im Einzelnen
Es folgen zehn Marken, jede mit einem Eintrag auf der Whitelist, jede mit einem Erstes Datum, das Vergleiche zulässt. Betreibergesellschaft und Sitz sind genannt, weil sie zusammengehören: Der Sitz sagt, wo das Geld juristisch sitzt, die Erlaubnis sagt, was hier erlaubt ist.
AdmiralBet: die älteste Erlaubnis im Feld und ein Zusatz für die Automaten
Betreiberin der Domain ist die Greentube Betting Malta Limited. Die Sportwetten-Erlaubnis läuft seit dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022.
Zwei Erlaubnisse, zwei Regime. Die Sportwetten-Erlaubnis sagt nichts über die Automaten und die Automaten-Erlaubnis nichts über den Sport. Wer auf der Sportseite einsteigt und dann auf die Automatenseite wechselt, wechselt die Aufsichtsregeln mit. Das Einzahlungslimit bleibt dasselbe, weil es an der Person hängt, nicht am Produkt.
Der Name klingt österreichisch, das Erstes Datum ist deutsch und alt. AdmiralBet ist unter den zehn Häusern das Beispiel für ein Angebot, das nie jung war und deshalb nichts beweisen muss.
bet365: Malteser Gesellschaft, deutscher Whitelist-Eintrag
Als Anbieter der Domain führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert vom 09.10.2020, die Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.
Der maltesische Sitz irritiert regelmäßig, obwohl er juristisch nichts Ungewöhnliches ist. Fast alle Häuser dieser Liste sitzen auf Malta oder in Deutschland, und entscheidend ist allein der Eintrag unter der deutschen Domain. Genau diese Verwechslung nutzen Grauzonen-Angebote aus, wenn sie mit einer EU-Lizenz werben.
Die Spannbreite des Produkts ist bei diesem Haus traditionell der Grund, warum Kunden bleiben, und die Livewetten-Beschränkung des Staatsvertrags der Grund, warum sie weniger finden, als sie aus dem Ausland kennen.
Tipico: Kölner Herkunft, maltesische Betreibergesellschaft
Die Tipico Co. Ltd. sitzt im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis läuft seit dem 09.10.2020, die Folgeerlaubnis vom 09.12.2022.
Der Name steht in diesem Text auch an anderer Stelle, und zwar im Zusammenhang mit den Rückforderungsverfahren, in denen es um Wetten der Jahre 2013 bis 2018 geht. Diese Verfahren betreffen einen Zeitraum vor der heutigen Erlaubnislage. Für den heutigen Spieler ist daran eine einzige Sache wichtig: Ein Whitelist-Eintrag schützt nicht rückwirkend, und ein Rechtsstreit über alte Verträge sagt nichts über die Zuverlässigkeit des aktuellen Angebots.
Wer deutschen Marken vertraut, findet hier das älteste der zehn Häuser und eine Erlaubnis aus dem ersten Vergabefenster.
Tiptorro: der jüngste Eintrag unter den zehn
Die Marke betreibt ihre App im App Store über die Torro Tec Limited, die sich selbst als behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beschreibt. Der Whitelist-Eintrag für die Domain trägt das Erstes Datum 30.06.2021, mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.
Damit hat Tiptorro unter den zehn Kandidaten das jüngste Erste Datum und ist der einzige, der die Bezeichnung des neuen Anbieters ohne Dehnung tragen kann. Ein junges Erstes Datum bedeutet aber nicht ein junges Angebot: Der Betreiber steht seit 2021 auf der Liste, hat eine Folgeerlaubnis erhalten und ist damit in derselben Kategorie wie die Häuser von 2020, nur mit kürzerer deutscher Historie. Jünger heißt hier nicht unsicherer.
Wer den App-Weg will, findet in Tiptorro die klarste Antwort der zehn. Wer Bedingungen prüft, prüft bei ihm fünf Jahre Marktgeschichte statt sechs.
NEO.bet: junger Name, alte Erlaubnis
Auf der Whitelist ist für die Domain die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022.
Der Name ist der jüngste im Feld, das Datum ist das älteste. Das ist kein Widerspruch, sondern das Geschäftsmodell: eine neue Marke über einer bestehenden Erlaubnis. Für den Leser hat das einen Vorteil: Er bekommt die Bedingungen eines etablierten Betreibers unter einer Oberfläche, die keine fünf Jahre alten Gewohnheiten mitbringt.
Der Marketing-Vorteil liegt auf der Hand und wird auch ausgespielt. Der Nutzen für den Spielenden ist ein anderer: keine zweite Erlaubnis, kein unbekannter Betreiber, nur ein neuer Mantel.
Interwetten: der früheste Eintrag der zehn
Für die Domain ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta, geführt. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis läuft seit dem 02.11.2020, mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Das Haus darf bereits seit Dezember 2012 Sportwetten in Schleswig-Holstein anbieten; die Erlaubnis für Casinospiele in Schleswig-Holstein erteilte das dortige Innenministerium im Januar 2013. Als Anbieter von Betano führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited.
Diese Vorgeschichte erklärt die Daten. Wer 2012 unter einem Länderregime angefangen hat, für den war 2020 keine Premiere, sondern eine Umstellung. Die heutige Erlaubnis ist deshalb die belastbare Angabe, und die Zeit davor nur die Erklärung, warum das Haus älter ist, als sein Erstes Datum vermuten lässt.
Ein deutscher Spieler, der auf eine lange Marktpräsenz achtet, findet hier den frühesten Eintrag der zehn.
ODDSET: die staatliche Herkunft und der Bescheid aus Darmstadt
Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Der Whitelist-Eintrag nennt für die Domain das Erste Datum 18.11.2020, die Folgeerlaubnis entspricht dem Bescheid vom 15.12.2022. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder.
ODDSET steht für einen Weg, den die anderen neun nicht anbieten: Wette im Internet und Wette in der Annahmestelle gehören hier zu derselben Erlaubnis und zum selben Papierschein. Das ist für Spielende relevant, die den Wettschein lieber abgeben als losschicken, und für alle, die den Gang zum Kiosk als Teil des Spiels verstehen. Der Preis dieser Bequemlichkeit ist der Verzicht auf das Gefühl, bei einem jungen Anbieter einzusteigen.
Betway: 2021er Erlaubnis und ein Automatenzusatz 2026
Betreiberin ist die Betway Limited. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert vom 09.03.2021, die Folgeerlaubnis vom 23.12.2022, und eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 02.10.2026. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte die Erlaubnis für Online-Sportwetten im März 2021 erteilt, womit das Angebot an Kunden in ganz Deutschland erlaubt war; Geschäftsführer Anthony Werkman bestätigte sie in einer Mitteilung vom 10. März 2021.
Die Erlaubnis von 2021 fällt in das zweite Vergabefenster, nach der ersten Gruppe von 2020. Der Automatenzusatz trägt ein Datum aus diesem Kalenderjahr und ist damit die jüngste deutsche Erlaubniserweiterung unter den zehn. Er betrifft wieder ein anderes Produkt: Wer sich für das Sportwettenangebot interessiert, sollte den Zusatz nicht als Qualitätsurteil über den Sportbereich lesen.
bpremium: Ladbrokes als Betreiberin, ein Kontakt in Malta
Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Betreiberin von Bpremium, hat ihren Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, und ist unter der Registernummer C92799 geführt, so die Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023. Mit Bescheid vom 15.12.2022 erhielt außerdem die ODDSET Sportwetten GmbH ihre Erlaubnis.
Die Registernummer ist der interessanteste Teil. Sie macht aus einem Markennamen eine identifizierbare Gesellschaft, und wer den Betreiber prüfen will, hat damit eine Spur. Der Markenname gehört zu einem Konzern mit langer britischer Geschichte, das deutsche Geschäft läuft über eine eigene Limited mit eigener Nummer.
Die Erlaubnis für die Domain trägt das Erste Datum 09.10.2020 und die Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Für Kunden, die eine bekannte Marke unter deutscher Aufsicht suchen, ist das der ruhigste Eintrag der Liste.
Wettarena: dieselbe Betreibergesellschaft, ein jüngeres Erlaubnisdatum
Laut AGB wird die Marke von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, angeboten. Die Whitelist verzeichnet für die Domain ein Erstes Datum vom 09.10.2020 und eine Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Dieselbe Gesellschaft ist als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000.de geführt, wo die Erlaubnis mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet ist.
Damit schließt sich der Kreis zur Frage, was an einem Angebot wirklich neu ist. Hier steht ein Betreiber aus dem ersten Vergabefenster neben einer Domain, deren Erlaubnis in diesem Kalenderjahr beginnt. Das jüngste Datum des Markts gehört damit nicht einem jungen Haus, sondern einer zweiten Marke eines alten. Wer einen echten Neuzugang sucht, muss diesen Unterschied kennen, sonst kauft er ein neues Etikett mit einer alten Erlaubnis.
### Neue sichere Wettanbieter im Vergleich: die Kriterien der Auswahl
Eine Rangliste verspricht Ordnung, die sie nicht herstellen kann. Was sie herstellen kann, ist Nachprüfbarkeit: Erstes Datum, Betreibergesellschaft, Sitz, Art der Erlaubnis. Alles andere hängt am Nutzer und an dem, was er tun will.
Beim Erlaubnisstatus gibt es keine Abstufung. Wer unter der Domain auf der Liste steht, hat die Erlaubnis und unterliegt den Regeln dieser Seite. Wer nicht dort steht, hat sie nicht. Es gibt keine halbe Erlaubnis und keine Erlaubnis mit Sternchen.
Beim Quotenniveau trennt die Steuer die Häuser weniger, als die Leser erwarten. 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage sind in jeder Kalkulation enthalten, und der Spielraum, den der Betreiber darüber hinaus hat, ist seine Marge. Wer zwei Quoten desselben Ereignisses auf demselben Wettschein vergleicht, sieht den Unterschied der Häuser; wer zwei Ereignisse vergleicht, sieht den Unterschied der Märkte. Die Zahl, die den Vergleich verdient, ist die Auszahlungsquote eines einzelnen Marktes, also der Anteil, den ein Markt über alle Ausgänge hinweg zurückzahlt, und ihr Gegenstück, die Marge, die der Betreiber von jeder Einheit behält. Sie steht nicht in der Werbung, und sie lässt sich mit den drei Quoten eines 1X2-Marktes ausrechnen, weil die Kehrwerte der Quoten zusammengezählt und der Kehrwert der Summe gebildet wird.
Bei den Livewetten ist der Vergleich schneller zu Ende, als der Markt suggeriert. Der Staatsvertrag lässt während eines laufenden Ereignisses nur das Endergebnis und den nächsten größeren Bestandteil zu, und nur in Sportarten mit seltenen Ereignissen. Der Unterschied zwischen zwei Häusern liegt damit nicht im Ob, sondern im Wie: in der Darstellung, in der Anzahl der Ereignisse und darin, wie schnell ein Angebot nach einem Treffer wieder steht.
Bei den Zahlungsmethoden ist die Bandbreite am größten und am wenigsten vergleichbar. Eigenes Konto und eigener Name sind Pflicht, alles darüber hinaus ist Sache des Anbieters. Wer PayPal nutzt, klärt vorher, ob das Haus es akzeptiert; wer eine Paysafecard will, klärt, ob sie als Einzahlungsweg geführt wird.
Bei den Konditionen des Willkommensangebots ist die Vergleichbarkeit am schwächsten, weil die Bedingungen nicht normiert sind. Der Staatsvertrag setzt keinen Bonusrahmen, also vergleicht der Leser hier Vertragstexte und keine Zahlen.
Wer also ordnet, ordnet nach Zweck. Wer Papier mag, landet bei ODDSET. Wer den ältesten deutschen Eintrag sucht, bei Interwetten. Wer das jüngste Erstes Datum will, bei Tiptorro. Wer einen echten Neuzugang aus einem etablierten Haus sucht, bei Betano, vbet, daznbet oder bet3000.
### Der Blick auf den Markt: die Grundlage, auf der ein junger Anbieter gemessen wird
Der deutsche Markt hat eine Besonderheit, die in kaum einer anderen Jurisdiktion so sauber ist: Er kennt eine einzige Liste, auf der alles steht, was erlaubt ist. Die Whitelist ist öffentlich, sie ist nach Domains gegliedert, sie nennt Betreibergesellschaften und Daten. Der Aufwand, sie zu prüfen, liegt bei einer Minute.
Und trotzdem ist die Verwirrung groß. Sie kommt daher, dass ein Markteintritt nicht wie ein Markteintritt aussieht: Eine neue Marke über alter Erlaubnis, eine neue Domain unter alter Gesellschaft, eine neue Optik über altem Betreiber. Das eigentliche Neue am deutschen Markt der letzten Jahre war deshalb nicht die Zahl der Häuser, sondern der Namenswechsel. Die Zahl der Erlaubnisse liegt bei 30 Einträgen in der Fassung vom 2. Oktober 2026, und diese Zahl bewegt sich langsam, weil eine Erlaubnis fünf Jahre gilt und ein Markteintritt ein Genehmigungsverfahren mit sich bringt, kein Website-Launch.
Was für den Leser daraus folgt, ist eine Reihenfolge. Erst die Liste prüfen. Dann die Art der Erlaubnis lesen, ob Sport, ob Automaten, ob beides. Dann die Betreibergesellschaft und den Sitz suchen, weil dort das Geld liegt. Erst danach die Willkommensangebote vergleichen, weil ein Bonus nichts über die Sicherheit eines Hauses aussagt und ein Erlaubnisstatus nichts über die Höhe eines Bonus.
Die Entscheidung, die übrig bleibt, ist eine Wahl zwischen zwei Bündeln. Das lizenzierte Bündel gibt Rechtssicherheit, Spielerschutz, das 1.000-€-Limit und eigene Zahlungskonten, und nimmt dafür Bequemlichkeit: weniger Live-Märkte, Prüfverfahren, Papierkram bei Limiterhöhungen. Das andere Bündel gibt mehr Spielraum und nimmt jeden Schutz, der an OASIS und LUGAS hängt. Wer wenig einsetzt und gelegentlich spielt, für den ist die Rechnung klar. Wer regelmäßig spielt und hohe Summen bewegt, für den wird sie unbequemer, aber sie kippt nicht: 1.000 € im Monat sind für die meisten Spielenden keine Grenze, sondern ein Schutz.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkennt man, dass ein neuer Anbieter eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis hat?
Nur an der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Dort stehen Domain, Betreibergesellschaft und Erstes Datum. Ein Hinweis auf eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ersetzt das nicht, und eine .de-Domain allein beweist nichts. Wer die Liste aufruft und die Domain nicht findet, sollte nicht einzahlen.
Was bedeutet es, wenn ein Anbieter nicht auf der Whitelist steht?
Dann fehlt ihm die deutsche Erlaubnis, und sein Angebot ist unerlaubtes Glücksspiel. Der Kern des Problems ist nicht die Strafe, sondern der fehlende Anschluss an OASIS und LUGAS: Kein Sperrsystem prüft, ob jemand bereits gesperrt ist, und kein gemeinsames Limit bremst paralleles Spiel. Dazu gibt es keinen deutschen Rechtsschutz.
Welche Rolle spielen OASIS und das Einzahlungslimit von 1.000 € monatlich?
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und jedem Login abgeglichen wird; eine Eintragung sperrt mindestens drei Monate, ohne Fristangabe mindestens ein Jahr. Das Einzahlungslimit von 1.000 € je Kalendermonat gilt standardmäßig anbieterübergreifend und wird über die LUGAS Limitdatei durchgesetzt. Bei beiden Systemen ist ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nicht angeschlossen.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf Quoten und Auszahlungen aus?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die aus dem gezahlten Einsatz abzüglich der Steuer selbst besteht, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht vom Wettenden. Ob er sie in seine Quoten einrechnet, entscheidet jeder Betreiber selbst; sicher ist, dass sie in jeder Quote steckt.
Was kostet ein Willkommensangebot wirklich?
Ein Bonus ist Umsatz mit Bedingungen. Das Vielfache, mit dem er umgesetzt werden muss, verlangt Wetten, keine Einzahlung; dabei zählen nur Einsätze ab der Mindestquote. Dazu kommen Fristen, eine Deckelung des Gewinns aus dem Bonus und je nach Typ ein Einsatz, der nicht zurückgezahlt wird. Der Staatsvertrag setzt keinen Bonusrahmen, die Bedingungen kommen vom Betreiber.
Warum sind Krypto und anonyme Zahlungsmittel ausgeschlossen?
Weil Zahlungen nur von einem Konto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut laufen dürfen. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig, und genau dieser Mechanismus hält Krypto und anonyme Prepaid-Produkte aus dem lizenzierten deutschen Sportwetten heraus. Die konkreten Zahlungsmarken legt jeder Betreiber selbst fest.
Vergleich – MotoGP Sportwetten
Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»
