Die besten Wettanbieter mit Paysafecard 2026 – geprüft gegen die GGL-Whitelist
Stand: 30. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026.

Zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, zehn Zeilen in einer Vergleichstabelle — und die unbequeme Nachricht gleich vorweg: Bei den meisten dieser zehn steht in deren eigenen Zahlungsübersichten kein Wort von Paysafecard. Wer die Prepaid-Karte sucht, findet sie belastbar bei Winamax, bei Betway und bei AdmiralBet. Überall sonst im Feld ist sie entweder gar nicht belegt oder sie läuft eben nicht über den 16-stelligen Code von der Tankstelle, sondern über ein verifiziertes myPaysafe-Konto, das der Spieler vorher angelegt und mit seinen Daten gefüllt hat. Das ist keine Panne der Anbieter, das ist die deutsche Rechtslage in ihrer praktischen Gestalt: Anonyme Zahlungsmittel sind beim Wetten mit deutscher Erlaubnis nicht zugelassen, Ein- und Auszahlungen müssen von einem Konto auf den eigenen Namen laufen. Damit verlässt die Paysafecard genau die Rolle, mit der sie groß geworden ist, und nimmt eine andere an — Ladegerät für ein Konto, das dem Namen nach dem Spieler gehört. Wer das vorher weiß, spart sich die Enttäuschung an der Kasse. Wer es nicht weiß, wundert sich, dass der Code aus dem Supermarkt nirgends ein Feld findet.
Paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet, seit Juli 2014 firmiert das Unternehmen als paysafecard Wertkarten GmbH und gehört seit August 2015 zur Paysafe Group, früher Optimal Payments. In der EU wird sie seit dem 29. Oktober 2019 unter einer irischen E-Geld-Lizenz ausgegeben, und auf der deutschen Website steht neben PaysafeCard.com Wertkarten GmbH die Paysafe Prepaid Services Limited, die von der Central Bank of Ireland reguliert wird. Ein reguliertes Zahlungsmittel also, kein Grauzonenprodukt. Nur nützt die saubere Aufsicht der Karte wenig, wenn die Glücksspielregeln des Landes, in dem gewettet wird, zwischen den Spieler und sein Guthaben treten.
Die Rangliste: zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis
Paysafecards Geschäftsmodell beruht auf einem Versprechen: kaufen, einzahlen, nicht sagen, wer man ist. Beim deutschen Sportwettenmarkt ist dieses Versprechen an der Garderobe abzugeben. Nach § 6b Abs. 4 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 sind nur Zahlungen von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig — anonyme Zahlungsmittel ausdrücklich nicht. Wer mit deutscher Erlaubnis wettet, zahlt deshalb aus einem Konto, das auf ihn läuft.
Auf der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV steht das, was in dieser Frage wirklich zählt: der Anbieter, seine Erlaubnis und der Halter, den die Behörde dafür führt. Bei bet365 etwa ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta als Anbieter geführt, Stand der Liste 2. Oktober 2026. Nicht die Zahlungsart entscheidet also, ob man legal wettet, sondern diese Liste. Eine Marke ohne Eintrag ist kein deutscher Anbieter, ganz gleich, welche Zahlungswege ihre Kasse anbietet.
Alle zehn Domains in der folgenden Übersicht sind dort unter einer Sportwetten-Erlaubnis verzeichnet. Wer eine davon in der Behördenübersicht selbst nachschlägt, findet zu jeder den Halter und das Datum der ersten Erlaubnis.
| Anbieter | Status in der GGL-Whitlist | Erlaubnisinhaber laut Whitelist | Sportwetten-Erlaubnis |
|---|---|---|---|
| Sportwetten.de | geführt (Sportwetten) | NetX Betting Limited | erstmals 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| Sportingbet | geführt (Sportwetten) | Sportingbet (Deutschland) Limited | erstmals 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| ODDSET | geführt (Sportwetten) | Oddset Sportwetten GmbH | erstmals 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| Tiptorro | geführt (Sportwetten) | Torro Tec Limited | erstmals 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| VBet | geführt (Sportwetten) | SCGO Limited | erstmals 05.12.2023 |
| Winamax | geführt (Sportwetten) | WINAMAX (Société anonyme) | erstmals 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022 |
| Interwetten | geführt (Sportwetten) | Interwetten Gaming Limited | erstmals 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| Tipwin | geführt (Sportwetten) | Tipwin Limited | erstmals 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 27.12.2022, 09.01.2024 |
| AdmiralBet | geführt (Sportwetten) | Greentube Betting Malta Limited | erstmals 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024 |
| NEO.bet | geführt (Sportwetten) | Greenvest Betting Limited | erstmals 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
Was die Zeile „Sportwetten-Erlaubnis“ verrät und was nicht: Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, und die Whitelist nennt nur die Erteilungsdaten, kein Ablaufdatum. Ein Halter mit weiteren Erlaubnissen für Automaten, Poker oder Casino sagt über sein Sportwettenangebot nichts — das sind andere Genehmigungen mit anderen Regeln. Die Spalte der Erlaubnisinhaber ist die interessanteste des Feldes, weil sie zeigt, wie wenig der Markenname über den Vertragspartner aussagt: Hinter Tiptorro und VBet stehen maltesische Gesellschaften, hinter NEO.bet die Greenvest Betting Limited, die die Behörde mit einer Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 führt. Wer im Streitfall wissen will, mit wem er es zu tun hat, liest diese Zeile und nicht das Logo.
Die Liste ist eine Auswahl von zehn Häusern mit Paysafecard-Bezug, keine Rangfolge der Güte, und sie sagt nichts über Quoten, Live-Umfang oder Bonusbedingungen — das steht im Abschnitt Die Anbieter im Einzelnen, geordnet nach dem, was jeder in dieser Frage tatsächlich liefert.
Grundlagen: Wie die Prepaid-Karte beim Wetten funktioniert
Prepaid heißt: Guthaben vorab, Ausgabe ohne Konto, Rückverfolgung nur so weit, wie das Produkt sie vorsieht. Eine paysafecard kauft man als Code, der Code hat einen Wert, und wer den Wert einzahlt, surft nicht über Bankdaten. Beim Sportwetten in Deutschland stößt dieser Weg an die Grenze, die im Abschnitt Die Rangliste bereits beschrieben wurde: Einzahlungen dürfen nur von einem Konto auf den eigenen Namen kommen. Die Karte bleibt also im Spiel, aber sie speist ein Konto, nicht das Wettkonto direkt.

Das erklärt, warum die Frage nach der „besten Paysafecard-Wallet für Sportwetten“ im Kern keine Frage nach der Karte ist, sondern nach der Kasse des Anbieters. Zwei Wege existieren, und sie schließen einander aus:
Direkter Code. Der 16-stellige Code wird in der Kasse des Anbieters eingelöst und das Guthaben landet sofort als Spielguthaben. Diesen Weg findet man in Deutschland praktisch nicht mehr, weil anonymer Werttransfer nicht zulässig ist. Wo er dennoch in einer Übersicht auftaucht, ist Vorsicht angebracht: Der Anbieter mit deutscher Erlaubnis kann ihn gar nicht anbieten.
Verifiziertes myPaysafe-Konto. Der Spieler legt ein Paysafecard-Konto an, verifiziert es, lädt es per Code auf und überweist anschließend aus diesem Konto an den Wettanbieter. Die Einzahlung läuft dann über eine regulierte Zahlungsinstitution und trägt den Namen des Spielers — genau die Konstruktion, die § 6b Abs. 4 verlangt. Betway beschreibt das für seine Kasse ausdrücklich so: Ein 16-stelliger Prepaid-Code lässt sich dort nicht direkt einlösen, die Einzahlung läuft über ein verifiziertes myPaysafe-Konto, Mindesteinzahlung 5 €.
Der Preis für diesen Umweg ist Bequemlichkeit, nicht Sicherheit. Zwei Konten statt einem, eine Verifizierung mehr, ein Zwischenschritt beim Laden. Wer das als Aufwand empfindet, hat recht. Wer es als Widerspruch zur Karte empfindet, muss sich daran erinnern, dass die Karte in Deutschland ohnehin nie dafür gebaut war, ihren Inhaber vor einer Aufsichtsbehörde zu verbergen — sie war dafür gebaut, nicht mit Bankdaten im Netz herumzureichen.
Offen bleibt für die meisten Marken, ob sie Paysafecard überhaupt in der Kasse führen. Von den zehn Häusern dieser Übersicht ist der Weg für drei belegt: Winamax nimmt Paysafecard mit einer Mindesteinzahlung von 10 € ohne Gebühren an, AdmiralBet führt sie ebenfalls mit 10 € Mindesteinzahlung und ohne Transaktionsgebühren des Anbieters, und bei Betway liegt die Mindesteinzahlung bei 5 € über das verifizierte myPaysafe-Konto. Für die übrigen Anbieter gilt: Die Zahlungsübersicht in der eigenen Kasse ist die einzige belastbare Auskunft, und sie kann sich ändern. Wer vor der Anmeldung wissen will, womit er zahlen kann, sieht dort nach — nicht im Werbebanner auf der Startseite.
Rechtslage und Zulassung bei Paysafecard-Wetten
Die Whitelist ist der Prüfstein, nicht die Zahlungsart
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt seit dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, beaufsichtigt den Markt und verhängt Bußgelder nach § 28a. Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Test einer Erlaubnis; die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der Behörde. Ein kurzer Blick auf die Liste genügt, um die Anfrage zu erledigen, die hinter Begriffen wie „seriöse Wettanbieter mit Paysafecard“ steckt: Wer dort steht, darf; wer dort nicht steht, darf nicht, egal wie solide seine ausländische Genehmigung klingt.

Dass ein Angebot außerhalb dieser Liste kein Kavaliersdelikt ist, machte die Behörde im September deutlich: Am 17. September 2026 warnte die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Wer mit Paysafecard ohne die Konto-Bindung einzahlen will, landet genau dort — bei Gesellschaften, deren Sitz die Behörde kennt und deren Marken sie namentlich nennt.
Die Zahlungen selbst regelt § 6b Abs. 4: nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers bei einem Verpflichteten des Geldwäschegesetzes, keine anonymen Mittel. Genau diese Vorschrift hält Krypto und anonyme Prepaid-Lösungen aus dem erlaubten deutschen Markt heraus. Der Rest ist Vertragsrecht: Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Angelegenheit und steht in seinen Bedingungen.
Was erlaubt ist — und was an Paysafecard-Wetten in Deutschland scheitert
Wetten ohne OASIS-Anbindung, wie sie in Suchanfragen gesucht werden, existieren im erlaubten Markt nicht; die Vorstellung, man könne mit einer Prepaid-Karte an der Spielersperre vorbeikommen, hält einer Prüfung nicht stand. Zulässig sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts daraus sowie auf Vorfälle im Ereignis, als Einzel- oder Kombinationswette. Das Sportwettprogramm, also die Menge der erlaubten Wettarten, genehmigt die GGL nach § 21 Abs. 5. Livewetten erlaubt § 21 Abs. 4 nur eingeschränkt: während des laufenden Ereignisses allein auf das Endergebnis oder das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind — nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball nein. Gesperrt sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, wobei die Behördenpraxis Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich behandelt, dazu manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport ist nach Auskunft der GGL nicht wettbar, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; erlaubte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Gewinne dürfen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt werden. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro einzelne Wette kennt das Sportwettrecht nicht.
Was eine fehlende Erlaubnis kostet — für den Anbieter und für den Spieler
Wer Sportwetten für Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung, und die Behörde warnt selbst davor. Strafrechtlich steht auf das Veranstalten nach § 284 StGB bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, auf die Werbung dafür bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt — das ist weder ein Freibrief noch ein Grund, mit dem Zaunpfahl zu winken.
Zivilrechtlich ist Bewegung in der Sache. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hielt Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Daraus folgt für niemanden ein Anspruch. Es folgt nur, dass die Frage der Rückforderung nicht ausgestanden ist und dass ein Anbieter außerhalb der Whitelist in Deutschland ein erhebliches Prozessrisiko trägt.
Auch der Sportwettensteuer-Aspekt taugt nicht als Erkennungszeichen für Legalität. Die Steuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die den Einsatz abzüglich der Steuer selbst umfasst (§§ 17, 18), was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Geschuldet wird sie nach § 19 vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, entscheidet er selbst; belastbar ist dazu nur, was in seinen eigenen Bedingungen steht. Sie trifft im Übrigen auch den unlizenzierten Anbieter — gezahlte Steuer beweist keine Erlaubnis. Zur Besteuerung von Gewinnen privater Wettender auf Primärebene ist nichts festgestellt; hier gilt der allgemeine Rat, eine Steuerberatung zu fragen.
Spielerschutz: Was die Zahlungsart nicht aushebeln kann
Die Paysafecard ändert nichts an dem Rahmen, der ohnehin gilt — sie ist in Deutschland nur das Transportmittel zu einem Konto, und alle Grenzen greifen unabhängig davon. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Ein Konto je Anbieter, vollständig verifiziert (§ 6a); vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler auch zwischen 10.000 € und 30.000 € — aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen nach sieben Tagen. Paralleles Spielen ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt.
Zwei weitere Instrumente betrifft die Zahlungsart ebenso wenig. OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird; wer sich mit einer Frist sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt, ohne Angabe einer Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst sofort eine 24-stündige Sperre aus. Ob eine Paysafecard-Einzahlung technisch anonym möglich wäre, spielt für die Wirkung dieser Register keine Rolle: Der Zugang läuft über das Konto, und das wird geprüft.
Was Einzahlungen per Prepaid-Lösung in der Praxis kosten können, gehört in dieselbe Abteilung. Wer sein Paysafecard-Konto nicht registriert, zahlt dafür: Für einen Gutschein fällt 30 Tage nach dem Kauf eine monatliche Gebühr von 4 € an, vermeidbar durch die Registrierung eines PaysafeCard-Kontos; für das Konto selbst werden ab dem 13. Monat ohne Kontotransaktion 2 € pro Monat berechnet. Diese Beträge sind klein, und genau deshalb werden sie übersehen. Der Rücktausch von Guthaben kostet 5 % des Auszahlungsbetrags, höchstens 5 € pro Rücktausch. Ein Guthaben, das in der Kasse eines Anbieters weniger Wert ist als auf dem Papier, weil vier Euro Monatsgebühr darauf liegen, ist ein schlechter Anfang für jede Wette.
Spielerschutz ist hier ohnehin nichts, was ein Anbieter „anbietet“, sondern was das Gesetz ihm abverlangt. Wer nachweisen will, dass er seine Limits kennt, findet sie im eigenen Kontobereich — und prüft dort zuerst, ob der Monatsrahmen noch Platz hat, bevor er einen Gutschein kauft.
Einzahlungen, Limits und die Grenzen der Karte
Die Karte selbst hat ihre eigenen Grenzen, unabhängig vom Anbieter. In Deutschland gilt für paysafecard ohne Registrierung ein Höchstbetrag von 50 € pro Transaktion, mit Registrierung 1.500 € pro Transaktion, wobei länderspezifische Funktionen vorbehalten bleiben. Ohne Registrierung ist bei 50 € also Schluss — für ein 1.000-€-Monatslimit beim Wetten reicht dieser Weg nur mit vielen Einzelvorgängen oder gar nicht.
Bei den Anbietern liegt die Mindesteinzahldung dort, wo Paysafecard belegt ist, niedriger als diese Grenze. Winamax nennt 10 €, AdmiralBet ebenfalls 10 €, Betway 5 € über das verifizierte myPaysafe-Konto. Wettarena gibt für Paysafecard-Einzahlungen ebenfalls 10 € an. Es gibt also keinen Grund, den ersten Gutschein nicht klein zu kaufen: Ein 10-€-Code deckt die Mindesteinzahlung bei drei der vier hier genannten Kassen genau ab.
Nach oben interessanter sind die Konto-Grenzen, die nichts mit der Zahlungsart zu tun haben. § 6b Abs. 4 verlangt Zahlungen von einem Konto auf den eigenen Namen bei einem GdW-verpflichteten Institut — auch das myPaysafe-Konto fällt nur dann darunter, wenn es verifiziert ist. Für die Sicherheit von Spielerforderungen ist an anderer Stelle vorgesorgt: Spielergelder liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6 und 7). Ein Anbieter, der diese Frist dehnt, hat dafür keinen gesetzlichen Freiraum.
Was die Karte für den Anbieter attraktiv oder unattraktiv macht, sagt übrigens nicht sein Marketing, sondern seine Auszahlungslogik. Wer Einzahlungen über ein verifiziertes Konto abwickelt, muss bei der Auszahlung denselben Weg zurücknehmen können — deshalb landet man bei Betway wieder auf dem myPaysafe-Konto, mit einem Mindestbetrag von 10 € und einer Bearbeitung, die in der Regel unter 24 Stunden liegt, häufig unter 12 Stunden. Die Rückzahlung auf eine paysafecard selbst gibt es nicht; die Karte ist keine Bankverbindung, und ihr Guthaben lässt sich nach dem Aufladen nicht in gleicher Form zurückholen, sondern nur gegen 5 % Gebühr, höchstens 5 € pro Rücktausch, in Geld wandeln.
Bonusbedingungen bei Paysafecard-Anbietern
Seit 2020 wächst der Markt um Neukunden herum, und das Wort vom „Risiko-freien“ Willkommensangebot gehört zu den belastbarsten Werbebegriffen im deutschen Sportwettenmarkt — belastbarer jedenfalls als die Sache selbst. Eine Wette ohne Risiko wäre eine Wette, die im Verlustfall nichts kostet. Ein Bonusgeld dagegen ist Geld, das man erst freispielen muss, und die Bedingungen dafür stehen nicht im Banner.
Nüchtern betrachtet heißt das: Der Bonus ist ein Angebot auf Kredit, bei dem der Kreditgeber die Regeln diktiert. Wer die Regeln nicht liest, bewertet den Bonus nach der Zahl, die am lautesten gerufen wird — und die ist regelmäßig die einzige Zahl, die der Anbieter nicht an Bedingungen geknüpft hat.
Wie unterschiedlich die Spielräume sind, zeigen Sportwetten.de und Winamax, die in dieser Frage fast gegensätzlich liegen. Bei Sportwetten.de beträgt der Einzahlungsbonus 100 % der ersten Einzahlung, höchstens 100 €, und wird nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 € sofort gutgeschrieben; maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung. Wieviel Betting der Bonus danach verlangt, steht in den eigenen Bedingungen des Anbieters — und wer den Bonus beansprucht, liest sie, bevor er einzahlt, nicht danach.
Bei Winamax verdoppelt sich die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, und für die Freebets selbst gelten keine Umsatzbedingungen. Die Einzahlung muss zur Auszahlung allerdings einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Der Unterschied ist wichtig und wird oft verwischt: Ein Freebet ist nicht Geld auf dem Konto, und sein Einsatz wird bei einem Gewinn in der Regel nicht mit ausgezahlt. Der Umsatz verlangt außerdem Wetten zu Quoten ab der genannten Schwelle, nicht zu irgendeiner Quote — eine Fußballwette auf 1,02 verlängert das Freispielen nicht.
Zum Vergleich der beiden übrigen belegten Bonusmodelle: Tipwin bietet 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €, wobei Einzahlung und Bonus zusammen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten einzusetzen sind, je Wettschein höchstens 100 € zählen und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80. Hier wird sichtbar, was Mindestquote und Einsatzdeckel zusammen leisten: Wer große Einzelwetten gewohnt ist, kann den Umsatz schnell erledigen, muss dafür aber über 1,80 liegen. Wer klein und breit setzt, kommt mit dem Deckel von 100 € je Wettschein nicht weit.
AdmiralBet ist der Fall, der an eine Fußnote erinnert, die eine ganze Offerte trägt: Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen liegt die Mindesteinzahlung je nach Zahlungsmethode bei 5 € oder 10 €, und Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Der zweite Satz hat es in sich. Ein Spieler, der einzahlt, ein paar Wetten setzt und dann nur seine Einzahlung zurückholen will, ist damit nicht durchgekommen.
Auf der Rechtsseite gibt es zum Thema Bonus übrigens wenig, was den Anbieter bindet: Der GlüStV 2021 enthält keine Regel, die eine Sportwetten-Bonuszahlung festsetzt oder deckelt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen allein aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Was der GlüStV regelt, ist die Werbung: Nur Erlaubnisinhaber dürfen werben (§ 5 Abs. 7). Das Verbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt für Automatenspiel, Online-Poker und Online-Casino — nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Liveübertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3 und 6). Der Rest ist Markt: Wer einen Bonus nachrechnen will, braucht die Bedingungen, nicht die Werbeaussage.
Auszahlungen: Was mit dem Guthaben wirklich passiert
Auszahlungen sind der Punkt, an dem Prepaid-Zahlungen am unangenehmsten werden, weil kein Weg zurück auf die Karte führt. Der Anbieter zahlt auf ein Konto aus, und weil § 6b Abs. 4 Zahlungen von einem Konto auf den eigenen Namen verlangt, ist der Weg in der Regel derselbe in beide Richtungen. Als Vergleichsgröße für andere Wege taugt Sportingbet: Gewinne werden ab einem Mindestbetrag von 10 € ausgezahlt, per Debit- oder Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, per eWallet wie PayPal, Skrill oder NETELLER innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen; Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Bei Paysafecard liegt der Auszahlungsweg grundsätzlich anders, weil es keinen Rückkanal auf den Code gibt.
Vergleichen lässt sich dennoch, und zwar an dem Ort, an dem die Zahlungsmarke den Unterschied macht. Betway zahlt bei Paysafecard auf das myPaysafe-Konto aus, Mindestbetrag 10 €, Bearbeitung in der Regel unter 24 Stunden, häufig unter 12. Damit liegt Betway auf dem Papier in der Größenordnung der schnellen eWallet-Wege, während eine klassische Banküberweisung mit ihren 3 bis 5 Werktagen noch unterwegs ist. Wer die Prepaid-Route geht und sein Geld schnell wieder sehen will, sollte diese Zahl kennen.
Eine Besonderheit, die eine Prepaid-Einzahlung zur Fußangel macht, sind Mindestumsatzvorgaben vor der Auszahlung. AdmiralBet verlangt, dass Einzahlungen eingesetzt wurden, bevor sie ausgezahlt werden können. Bei Winamax muss die Einzahlung zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. In beiden Fällen kann ein Spieler nicht einfach seine Einzahlung zurückholen, weil er es sich anders überlegt hat. Ein kurzfristiger Test, ob die Kasse funktioniert, kostet damit in der Regel mindestens einen Umsatz.
Auch die Frist „innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren“ bei Kontoschließung nach § 6b Abs. 6 und 7 gilt zusätzlich zu den Fristen für Gewinnauszahlungen, nicht an deren Stelle. Gewinne dürfen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt werden — diese Regelung aus § 21 GlüStV macht jede „Sofort-Auszahlung“ auf ein noch laufendes Spiel zu einem Nicht-Thema, mindestens bei Wetten mit deutscher Erlaubnis.
Die Anbieter im Einzelnen: Zehn Kassen, geordnet nach ihrer Paysafecard-Realität
Die Reihenfolge folgt der belastbaren Paysafecard-Anbindung, nicht der Größe des Hauses. Wer in diesem Feld nur nach Bekanntheit sucht, verliert die Frage aus den Augen, die er gestellt hat.
Winamax: Die Kasse, die Paysafecard ohne Gebühren führt
Winamax nimmt Paysafecard mit einer Mindesteinzahlung von 10 € ohne Gebühren an. Das ist die klarste Antwort im Feld: keine Umwege, keine Zusatzkosten des Anbieters, ein Betrag, der niedrig genug ist, um die Kasse mit einem einzigen Gutschein auszuprobieren. Der Halter der Sportwetten-Erlaubnis für Winamax ist die WINAMAX (Société anonyme), erstmals erteilt am 29.06.2021, mit Folgeerlaubnis vom 08.12.2022. Beim Willkommensangebot verdoppelt Winamax die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets; die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05.
Wer den Bonus mitnimmt, sollte den letzten Halbsatz ernst nehmen. Der Umsatz bezieht sich auf die Einzahlung, nicht auf die Freebets, und die Obergrenze von 100 € bedeutet, dass höhere Einzahlungen nicht mehr Umsatz erzeugen, als ohnehin nötig wäre. In der Praxis kommen 0,15 Centbruchteil an Quotenunterschied zwischen 1,05 und dem, was eine normale Bundesliga-Wette hergibt, zurück — die Schwelle ist niedrig, aber nicht null.
Das Haus ist ein französischer Anbieter mit einer Kasse, die auf niedrige Einstiege ausgelegt ist. Für jemanden, der sein Paysafecard-Guthaben in kleine Sportwetten lenken will, ohne sich mit Umsatzbedingungen für den Bonus zu belasten, ist das der geradlinigste Weg im Vergleichsfeld — und der einzige Kandidat, bei dem die Kombination aus 10 € Mindesteinzahlung, null Gebühren des Anbieters und Freebets ohne Umsatzbedingungen zusammenpasst.
Betway: myPaysafe statt Code, dafür schnelle Auszahlung
Betway setzt für Paysafecard-Einzahlungen eine Mindesteinzahlung von 5 € an; die Einzahlung läuft über ein verifiziertes myPaysafe-Konto, ein 16-stelliger Prepaid-Code lässt sich nicht direkt in der Betway-Kasse einlösen. Auszahlungen per Paysafecard auf das myPaysafe-Konto sind ab einem Mindestbetrag von 10 € möglich, die Bearbeitung dauert in der Regel weniger als 24 Stunden, häufig weniger als 12 Stunden. Zwei Zahlen, die zusammen ein Angebot beschreiben, das sich von allen anderen im Feld abgrenzt: die niedrigste Einstiegshürde (5 €) und zugleich ein Auszahlungsweg, der ohne Bankkonto funktioniert, weil das myPaysafe-Konto selbst das Ziel ist.
Der Preis dafür ist die Registrierung. Wer die 5 € mit einem Code aus dem Supermarkt nutzen will, kommt nicht durch: Erst das verifizierte Konto, dann die Einzahlung, dann die Wette. Für jemanden, der sich ohnehin schon entschieden hat, bei Betway zu spielen, ist das ein einmaliger Aufwand. Für jemanden, der nur mal kurz reinschauen will, sind zwei Anmeldungen in Folge ein Grund, es sich zu überlegen.
Interessant an Betways Konstruktion ist, dass sie die Paysafecard auf dem gesamten Weg hält: Einzahlung hinein, Auszahlung zurück, alles über das myPaysafe-Konto. Die Marke verschwindet aus der Kasse, aber nicht aus dem Kreislauf. Wer sein Paysafecard-Konto pflegt, kann damit arbeiten. Wer es als reines Prepaid-Ticket missversteht, wird von der Verifizierung überrascht.
AdmiralBet: Paysafecard ohne Gebühren, aber mit Umsatzsperre auf Einzahlungen
AdmiralBet führt Paysafecard mit einer Mindesteinzahlung von 10 € ohne Transaktionsgebühren des Anbieters. Bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen fällt die Regel auf, die viele überrascht: Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Das macht die Kasse für den einen Zweck bequem — Geld hineinbewegen, um zu wetten — und für einen anderen untauglich: kurz einzahlen, sich umentscheiden, zurückholen. Wer einen Anbieter testen will, ohne einen Einsatz zu wetten, sollte diese Zeile lesen.
Die Mindesteinzahlung von 5 € oder 10 € je nach Zahlungsweise aus denselben Bedingungen fügt sich in das Bild eines Anbieters, der die niedrige Einstiegsschwelle als Einladung versteht und die Regeln dahinter nicht so niedrig hält. Der Halter der Erlaubnis für AdmiralBet ist die Greentube Betting Malta Limited, erstmals erteilt am 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024.
Wer hier mit Paysafecard arbeitet, tut es am besten mit einem Plan: Guthaben aufladen, wetten, danach auszahlen lassen. Für einen Spieler mit kleinen, regelmäßigen Einsätzen passt das, weil die Umsatzbedingung ohnehin Teil seines normalen Verhaltens ist. Für einen Neugierigen ist es die falsche Tür.
Sportwetten.de: Der aufgeräumte Neukundenbonus
Das Willkommensangebot von Sportwetten.de ist ein Einzahlungsbonus in Bonusgeld: 100 % der ersten Einzahlung, höchstens 100 €, gutgeschrieben sofort nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €, wobei die erste online getätigte Einzahlung maßgeblich ist. Ein klassisches Modell mit einer Obergrenze, die sich an eine typische Haushaltsgröße anlehnt. Die Kasse des Anbieters führt Paysafecard nicht in einer eigenen Zahlungsübersicht — wer mit Prepaid einzahlen will, prüft das vor dem Kauf des Gutscheins.
Der Bonus selbst ist der aufgeräumteste im Feld, weil er an eine Ersteinzahlung von 10 € gebunden ist und nicht an eine größere Einzahlung — der Bonus skaliert also nach oben, ohne dass die Einstiegshürde steigt. Der Halter der Erlaubnis für Sportwetten.de ist die NetX Betting Limited, erstmals erteilt am 19.11.2020, mit Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.
Wer den Bonus annimmt, sollte den Umsatzrahmen in den Bedingungen nachrechnen, nicht schätzen. Die 100 € sind Bonusgeld, nicht Geld, das auf dem Konto liegt und ausgezahlt werden kann. Die Differenz zwischen dem Begriff und dem, was er bezeichnet, ist bei reinen Bonusgeld-Angeboten oft größer als bei Freebet-Angeboten — weil der Bonus als Guthaben erscheint und dadurch mehr wie Geld aussieht, als er ist.
Sportingbet: Auszahlung in drei Geschwindigkeiten
Sportingbet ist in dieser Übersicht der Anbieter mit den transparentesten Auszahlungszeiten: ab 10 € Mindestbetrag per Debit- oder Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, per eWallet wie PayPal, Skrill oder NETELLER innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen, ohne Bearbeitungsgebühren. Drei Wege, drei Fristen, alle offengelegt. Ein Paysafecard-Auszahlungsweg ist daraus nicht ersichtlich — wer mit der Karte einlegen will, muss die Kasse selbst prüfen, und wer das tut, findet in den Auszahlungswegen kein myPaysafe-Konto.
Der Halter der Erlaubnis für Sportingbet ist die Sportingbet (Deutschland) Limited, erstmals erteilt am 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Der Vergleich der Fristen ist der eigentliche Inhalt dieser Kasse: Acht Stunden per eWallet, bis zu fünf Werktage per Überweisung. Wer sein Paysafecard-Guthaben in Wetten lenkt und dann auf sein Bankkonto auszahlen lässt, ist auf dem langsamsten Weg unterwegs.
Für einen Spieler, der den schnellen Weg will, ist die eWallet die einzige rationale Wahl. Wer Gewinne wochenlang auf dem Konto liegen lassen und dann fünf Werktage warten muss, hat in der Zwischenzeit nicht mehr, sondern später weniger.
Tipwin: Der Bonus, der an Quoten geknüpft ist
Der Sportwetten-Willkommensbonus von Tipwin beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €; Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 € und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80. Die Kombination aus Umsatzbedingung, Deckelung je Wettschein und Mindestquote ist die anspruchsvollste im hier gezeigten Feld.
Wer den Bonus bis zur Auszahlungsreife bringen will, muss entweder viele kleine oder wenige große Wetten mit Quote ab 1,80 setzen. Bei einem 100-€-Bonus und 100 € Einzahlung sind 200 € mindestens siebenmal umzusetzen — und da nur maximal 100 € je Wettschein zählen, sind es mindestens 14 Wettscheine über der Mindestquote. Das ist eine Fleißarbeit, keine Unmöglichkeit.
Der Halter der Erlaubnis für Tipwin ist die Tipwin Limited, erstmals erteilt am 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 27.12.2022 und 09.01.2024. Die Mindestquote hat ihren Sinn: Sie soll Wetten mit sehr niedrigen Quoten aus dem Umsatz heraushalten, bei denen das Risiko eines Verlusts klein ist. Der Preis ist, dass auch ein Spieler, der sein Geld mit Quoten um 1,50 bewegen will, den Bonus nicht freispielen kann.
Interwetten: Ein Quotenabschlag, der in den Regeln steht
Nach Nr. 4.2 der Interwetten-Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand 29.05.2024) wird im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3%igen Quotenabschlag reduziert; die Regeln beschreiben die Wettsteuer damit anders als die Seite „Besteuerung von Sportwetten“, die von einem Einbehalt vom Gewinn spricht. Diese Diskrepanz ist keine Kleinigkeit: Ein Abschlag auf den Auszahlungsbetrag im Gewinnfall wirkt anders als ein Einbehalt, der vor der Auszahlung vom Gewinn abgezogen wird — für den Wettenden summieren sich Abschläge, während ein Einbehalt vom Gewinn unmittelbar sichtbar ist.
Der Halter der Erlaubnis für Interwetten ist die Interwetten Gaming Limited, erstmals erteilt am 02.11.2020, mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Ein Paysafecard-Weg ist in den eigenen Angaben des Anbieters nicht belegt; wer ihn sucht, findet ihn nur über die Kasse.
Wer bei Interwetten spielt, sollte die eigene Regelfassung lesen, nicht die Marketingseite. Zwei Dokumente desselben Hauses beschreiben Denselben Vorgang unterschiedlich — und im Gewinnfall gilt die Regel, nicht die Seite.
ODDSET: Der staatliche Abschlag
ODDSET erhebt laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % („Quotenabschlag“) auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette; nach Abzug der Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. Das ist die offenste Formulierungsvariante im Feld, weil sie ausdrücklich auf den Bruttogewinn und den verbleibenden Nettogewinn verweist. Der Halter der Erlaubnis für Oddset ist die Oddset Sportwetten GmbH, erstmals erteilt am 18.11.2020, mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
Wer eine Wette zu Quote 2,00 mit 10 € Einsatz gewinnt, hat rechnerisch 20 € brutto, und davon bleibt nach dem Abschlag weniger. Der Abschlag trifft nur Gewinne — Verluste kennt er nicht. Genau darin liegt der Unterschied zu Anbietern ohne Abschlag, und er ist bei häufigen kleinen Wetten am wenigsten schmerzhaft, bei einem großen Treffer am meisten.
Ein Paysafecard-Weg ist für ODDSET nicht belegt. Wer die staatlich geprägte Kasse nutzen will, prüft die Zahlungsübersicht selbst, bevor er einen Gutschein kauft.
VBet: Die jüngste Erlaubnis im Feld
Der Halter der Sportwetten-Erlaubnis für VBet ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s auf Malta; die Behörde führt die Erlaubnis seit dem 05.12.2023. Damit ist VBet das jüngste Haus in dieser Übersicht, ohne Folgeerlaubnis und mit der kürzesten Historie unter deutscher Aufsicht. Eine kurze Historie ist per se kein Mangel, aber sie ist ein Unterschied zu einem Haus mit fünf Jahren Whitelist-Erfahrung.
Ein Paysafecard-Weg ist über die eigenen Angaben nicht belegt. Wer Prepaid einzahlen will, prüft die Zahlungsübersicht der Kasse; sollte Paysafecard dort nicht auftauchen, ist ein anderer Weg nötig.
Die Angabe des Sitzes ist hier nicht Beiwerk: Wenn ein Spieler sich später mit dem Anbieter streitet, ist die SCGO Limited die Gegenseite, nicht das Logo. Das ist die Art von Detail, die bei der Anmeldung keine Rolle zu spielen scheint und im Problemfall die einzige Rolle spielt.
Tiptorro: Whitelist-Erlaubnis, aber kaum Kassen-Transparenz
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz auf Malta angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beschreibt. Der Halter der Erlaubnis für Tiptorro ist dieselbe Torro Tec Limited, erstmals erteilt am 30.06.2021, mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Der Anbieter ist damit staatsvertragskonform aufgestellt.
Zu Zahlungsmethoden und Boni ist in den eigenen Angaben nichts belegt. Wer Tiptorro nutzen will, findet die Zahlungsübersicht in der App und die Erlaubnis in der Whitelist — beides ist vorhanden, nur nicht in einer Form, die sich vorab per Suchmaschine prüfen lässt.
Der Fall zeigt, wie wenig die Whitelist über das Angebot eines Anbieters sagt: Ein Eintrag bestätigt die Erlaubnis, nicht die Kasse, nicht den Bonus, nicht die Auszahlungswege. Was fehlt, muss der Spieler in Tiptorros eigener App nachsehen.
NEO.bet: Die längste Whitelist-Historie im Feld
Für NEO.bet führt die Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Wer den ersten Erlaubnistag als Maßstab für Markterfahrung nimmt, findet hier eines der ältesten Häuser in der Liste.
Ein Paysafecard-Weg ist über die eigenen Angaben nicht belegt. Wer mit Prepaid einzahlen möchte, prüft die Zahlungsübersicht der Kasse; die Erlaubnis ist über die Whitelist prüfbar, die Zahlungsmarken über den Anbieter selbst.
NEO.bet ist in dieser Übersicht der Anbieter, bei dem die Whitelist-Zeile am meisten trägt: Die Erlaubnis ist alt und unstrittig, das Zahlungsangebot ist offen. Wer sich für die Marke interessiert, gewinnt seine Informationen in der Kasse, nicht in der Suche.
Worauf es bei der Wahl am Ende ankommt
Drei Fragen entscheiden, ob ein Anbieter für jemanden mit Paysafecard-Guthaben der richtige ist. Die erste: Führt die Kasse die Karte überhaupt, und wenn ja, direkt oder über ein verifiziertes myPaysafe-Konto? Wer hier keine klare Antwort findet, hat schon die Antwort. Die zweite: Was kostet der Weg hinein und hinaus — Mindesteinzahlung, Gebühren des Anbieters, Zeit bis zur Auszahlung? Die dritte: Welche Bedingungen hängen am Bonus, und mit welcher Quote und welchem Einsatzdeckel muss er umgesetzt werden?
Wer diese drei Fragen für zwei oder drei Anbieter stellt, entscheidet innerhalb einer halben Stunde und mit einem klaren Bild. Wer sich an die Ranglistenüberschriften hält, entscheidet nach der Reihenfolge der Werbung.
Zum Schluss ein Wort zur Selbstkontrolle, weil kein Zahlungsweg daran vorbeiführt. Wer in Deutschland mit Erlaubnis wettet, kommt an Limits, Verifizierung und eigenen Namen nicht vorbei — und das sind gute Nachrichten für jeden, der sein Spiel im Griff behalten will. Wer ausländische Angebote mit Paysafecard sucht, um diese Schranken zu umgehen, tauscht einen Kontoauszug gegen ein Risiko: kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsweg. Paysafecard ist ein gutes Produkt, und beim Wetten in Deutschland taugt es als Zubringer zu einem verifizierten Konto, nicht als Weg an den Regeln vorbei.
Häufige Fragen zu Paysafecard bei Wettanbietern
Ist Paysafecard bei Wettanbietern mit deutscher Erlaubnis nutzbar, obwohl anonyme Zahlungsmittel nicht erlaubt sind?
Bei einzelnen Anbietern ja, aber nicht anonym. Nach § 6b Abs. 4 GlüStV müssen Einzahlungen von einem Konto auf den eigenen Namen kommen, anonyme Mittel sind unzulässig. Die Karte funktioniert deshalb nur über ein verifiziertes myPaysafe-Konto, über das der Anbieter Zahlungen regulär abwickeln kann.
Warum läuft die Einzahlung bei manchen Anbietern über ein verifiziertes myPaysafe-Konto statt über den 16-stelligen Code?
Weil der Code anonymes Guthaben ist und damit unter das Verbot anonymer Zahlungsmittel fällt. Ein verifiziertes myPaysafe-Konto trägt den Namen des Spielers und erfüllt die Pflicht aus § 6b Abs. 4. Betway beschreibt diesen Weg ausdrücklich: Ein 16-stelliger Prepaid-Code lässt sich dort nicht direkt einlösen.
Welche Höchstbeträge gelten für Paysafecard in Deutschland mit und ohne Registrierung?
Ohne Registrierung liegt der Höchstbetrag bei 50 € pro Transaktion, mit Registrierung bei 1.500 € pro Transaktion, wobei länderspezifische Funktionen vorbehalten bleiben. Für Wetten mit 1.000 € Monatslimit ist der unregistrierte Weg damit eng, der registrierte geräumig.
Welche Gebühren fallen bei Paysafecard an, etwa nach 30 Tagen oder beim Rücktausch von Guthaben?
Für einen Gutschein fällt 30 Tage nach dem Kauf eine monatliche Gebühr von 4 € an, vermeidbar durch ein registriertes PaysafeCard-Konto; für das Konto selbst werden ab dem 13. Monat ohne Kontotransaktion 2 € pro Monat berechnet. Der Rücktausch von Guthaben kostet 5 % des Auszahlungsbetrags, höchstens 5 € pro Rücktausch.
Wie schnell und ab welchem Betrag sind Auszahlungen auf das Paysafecard-Konto möglich?
Betway zahlt per Paysafecard auf das myPaysafe-Konto ab einem Mindestbetrag von 10 € aus, die Bearbeitung dauert in der Regel unter 24 Stunden, häufig unter 12. Bei anderen Anbietern ist der Weg über Prepaid nicht belegt; eine Auszahlung zurück auf die Karte selbst gibt es nicht.
Zahlungen – MotoGP Sportwetten
Inhalt erstellt vom Team «MotoGP Sportwetten»
